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Divena Smought

Good bye Deutschland | Leben in Perú

Zwischen durch möchte ich in meinem Blog auch ein bisschen über das Leben im (peruanischen) Exil und meinen Eindrücken hier berichten… Ich lebe hier in Lima nun schon mehr als ein Jahr glücklich und (fast) zufrieden mit meiner kleinen Familie bestehend aus meinem peruanischen Mann, meiner Tochter und mir.

Witzigerweise vermisst mein Mann Deutschland mehr als ich und redet seit einiger Zeit davon wieder zurückzukehren. Ich allerdings arbeite und lebe hier mit mehr Komfort als in Deutschland, ich kann mir eine Vollzeit Haushälterin leisten, die mich von all der dreckigen, langweiligen und vor allem unerfüllenden Hausarbeit entlastet, so dass ich mich voll und ganz auf das konzentrieren kann, was mein wirklicher Lebensinhalt ist: Design und Internetmarketing.

Dies ist kein Land in das man als Gringo oder Gringa gehen sollte, wenn man nicht über einen gewissen finanziellen Background verfügt oder sein Einkommen unabhängig sichern kann. Überhaupt ist der Traum vom Auswandern mit sehr grosser Vorsicht zu genießen, finde ich. Nicht nur in Peru sondern in den meisten Ländern der zweiten und dritten Welt wird man als Ausländer gern für alles und jedes zur Kasse gebeten und die Bürokratie ist ein reiner Alptraum.

Wir haben mehr als 12.000 Dollar an Zoll und “Sicherheiten” bezahlt um unser Auto aus dem Zoll zu bekommen – das war ein elendig langwieriger Prozess von mehr als einem halben Jahr. Sollte jemand trotz allem vorhaben ein Auto nach Peru zu exportieren – der schreibe mir lieber vorher damit ich ein paar gute Tipps geben kann oder helfen kann (inzwischen kennen wir uns da sehr gut aus…). Dafür sind die Autoreparaturen aller Art hier sehr günstig und man kann sich auch original Ersatzteile bestellen die auf mysteriösem Wege beschafft werden… Allerdings ist es besser man sieht den Mechanikern bei der Reparatur über die Schulter, denn zu gross ist das Risiko das hier und da ein bisschen was ausgetauscht wird…

Die Peruaner sind sehr patriotisch und lieben ihre typischen Nationalgerichte wie Cebiche oder Caldo de Gallina, alles mega scharf und für mich daher ungeniessbar denn Rocotto, die schärfste Frucht der Welt (ja viel schärfer als chilli!) wird hier gern und auf vielfältige Art im Essen verarbeitet. Es gibt in Lima auch grandiose Restaurants, mit Buffets die mich bedauern lassen, dass mein Magenvolumen begrenzt ist. Es wächst und lebt hier fast alles an Getier, Früchten und Gemüse und die drei Klimazonen Perus bringen ihre jeweils eigenen Gerichte und Traditionen mit sich…

peruanische Küche So kocht man peruanisch…

Das Volk Perus ist bunt gemischt, es gibt die Indios der Anden (ungefähr 80% der Bevölkerung), die Nativos der Selva, die grossen schwarzen Kolonien in Pisco und Chincha und ein ausgedehntes Barrio chino in Lima und anderen Städten.
Hellhäutige Menschen trifft man außerhalb von den besseren Stadtteilen kaum, ich schätze den Gringo-Anteil insgesamt auf maximal 2-3 %, wenn man die Touristen nicht mitrechnet.

Der Tourismus hier ist sehr begrenzt, anders als in Mexico ist das Meer in Peru kalt und rau, die Wellen und eine harte Strömung ziehen den ungeübten Schwimmer schnell weit aufs Meer hinaus und immer wieder werden Vermisste gemeldet, die sich später tot angespült wieder finden wenn überhaupt. Die Touristen, die hierher kommen gehen nach Nazca um die Linien zu bestaunen, nach Cusco und Macchu Picchu zu den Inkastätten, suchen das Abenteuer am Amazonas in rustikalen Urwaldlodges fernab jeder Zivilisation (Anacondas und Vogelspinnen im Service inbegriffen). Individualtourismus nennt sich das – vor allem die Amerikaner sind besonders davon begeistert, die meisten grossen Hotels und Lodges sind entweder in amerikanischer Hand oder in deutscher (ja es gibt hier sehr viele deutsche Investoren). Soweit ich recherchiert habe kommt der Tourismus den Peruanern aber selbst leider kaum zugute.

Das Leben für die meisten Peruaner ist hart und mühseelig, die Völker der Anden leben fast allesamt unterhalb der absoluten Armutsgrenze, was die Arbeitswilligen nach Lima und die anderen grossen Städte treibt wo sie dann in aus Strohmatten zusammen gebastelten Hütten ein neues Leben in Armut und Dreck beginnen. Wie bunte Klötzchen ziehen sich diese Hütten an den Berghängen die Lima eingrenzen hinauf und von Strom, Wasser und Kanalisation träumen deren Bewohner leider nur.

Ich frage mich immer warum geht es diesem Land so schlecht, warum ist die Politik so korrupt und haarsträubend dilettantisch, warum machen die Leute hier nicht was aus den so reich vorhandenen Ressourcen? Garcia verkauft den heiligen, kostbaren Urwald an die ausländischen Ölfirmen (und das in heutigen Zeiten!) und schlägt die zunächst passive Revolte der letzten Nativos, die noch ein ursprüngliches Leben führen blutig nieder. Ich bin nicht politisch engagiert noch könnte ich behaupten den totalen Überblick zu haben, aber ich höre was die Leute sagen und ich verstehe nicht warum das peruanische Volk diesen grossen Frevel an sich selbst, an seinen ureigenen (noch intakten) Wurzeln so (fast) widerstandslos hinnimmt.
Die Berichterstattung im peruanischen Fernsehen ist nicht nur reißerisch und sensationslüstern, sondern auch extrem lückenhaft so dass das wirklich Wichtige selten in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Ich habe leider nicht die Zeit, nicht die Verbindungen und Kontakte um herauszufinden was sich wirklich so abspielt.

Ich denke ein Grundübel ist die mangelnde Schulbildung der breiten Bevölkerung. Die staatlichen Schulen sind gelinde gesagt katastrophal, so dass jede Familie, die es sich leisten kann ihre Kinder für 50 – 100 Soles im Monat auf eine private Schule schickt, deren Niveau auch nicht viel besser ist. Gerade wurde eine Eliteschule für Millionen von Soles eröffnet – aber dem Rest des Schulwesens die Mitteln gekürzt…
Der grösste Teil der Staatsgelder fließen sowieso in Polizei und Militär.
Alles hier ist hierarchisch gegliedert und aufgebaut, die Kinder werden mit Rohrstock und psychischer Gewalt in das System gezwängt und der strenge Katholizismus tut sein übriges dazu. Die Leute haben grosse Angst vor der Obrigkeit aber finden immer wieder viele Mittel und Wege diese geschickt zu um- oder hintergehen. Es gibt kaum gescheite Stimmen in der Öffentlichkeit und das Bildungsbürgertum, dass in Deutschland die breite Masse bildet gibt es hier kaum bis gar nicht.

Ich finde dies insgesamt unendlich schade, denn dieses Land ist an sich wunderschön und einzigartig, ich bin hier Menschen begegnet, die mich so herzlich und warm in ihre Familie aufgenommen und das wenige, dass sie haben bereitwillig mit mir geteilt haben. Die Peruaner haben zudem die außergewöhnliche Fähigkeit all die Misere einfach zu vergessen und ausgelassen zu feiern, zusammen zu sitzen und zu reden, zu singen und natürlich Cumbia oder Salsa zu tanzen… Die Peruaner leben im Hier und Jetzt, das Gestern vergessen sie lieber und das Morgen ist ja noch nicht da… Auch wenn diese Einstellung die Wirtschaft und die Politik nicht voranbringt, so ist sie doch die beste Einstellung um in Perú in Bescheidenheit zu (über)leben und nicht seelisch an dem tristen, harten Alltag zugrunde zu gehen…

Ich überlege oft, was ich tun kann um zu helfen, aber meine Hilfe beschränkt sich dann doch nur auf die Mitglieder meiner peruanischen Familie.
An sich lebe ich gern hier, ich habe einen wunderbaren Mann, den ich von ganzem Herzen liebe, mein geliebtes Kindchen, eine pfiffige, süße und nicht auf den Mund gefallene Sechsjährige, die gern zur deutschen Humboldt-Schule geht – es fehlt uns also an nichts.

Wir führen für peruanische Verhältnisse ein absolut privilegiertes Leben und manchmal erfassen mich Zweifel an dessen sozialer Richtigkeit und dann ziehe ich mich auf die alte feige Ausrede zurück, dass ich allein ohnehin nichts bewirken kann… Es ist immer so eine Sache zu kritisieren und selbst nichts zu tun – und ich bekenne mich in dieser Hinsicht für schuldig. Hätte ich nicht den sozialen und beruflichen Background aus Deutschland und könnte über das Internet arbeiten, dann würde ich hier allein sicherlich nichts erreichen, wahrscheinlich nicht mal überleben…

  1. May 17, 2010

    Wie ist das denn mit dem Rassismus in Peru? Gibt es keine Diskriminierung der Urwaldindianer? Sprechen die Leute noch die Inkasprache? Ich selbst war einige Zeit in Chile – es war schön aber auch schwierig, die Leute haben doch eine ganz andere Mentalität…
    Annabell

    • May 17, 2010

      Der Rassismus ist an sich nicht so ausgeprägt, sicher gibt es Vorurteile und besonders die Cholos müssen immer für Witze herhalten aber direkten Rassismus habe ich bisher nicht mitbekommen. Quetzua, die Inkasprache wird in den Anden noch viel gesprochen und in der Schule gelernt, ich habe auch ein paar Sätze gelernt, die Sprache ist aber komplett anders als das Castellano! Ja die Mentalität der Leute hier ist schon anders, was aber nicht unbedingt ein Nachteil ist, meistens empfinde ich es eher als Bereicherung.

  2. May 22, 2010

    Danke für die Einblicke in das peruianische Leben. Finde solche Berichte immer wieder interessant zu lesen. Mein Sohn ist Halbitaliener und die Eltern meiner Freundin stammen aus Kalabrien, einer der ärmsten Regionen Europas. Letzten Sommer war ich das erste mal dort. Eine wunderschöne Landschaft, die Zeit scheint irgendwann vor 30 jahren stehengeblieben zu sein. Die Menschen sind zwar arm aber immer superfreundlich und zuvorkommend. Könnten uns gut vorstellen dort für einige Monate im Jahr zu leben (Im Winter regnet es leider die ganze Zeit). Muss mich vorher aber erst schlau machen, ob es da in dem abgeschiedenen Bergdorf sowas wie Internet gibt ;-)
    Gruß
    Jonas
    .-= Jonas´s last blog ..5 Strategien, um in den Google Suchergebnissen Platz 1 zu halten und auszubauen =-.

    • May 24, 2010

      Hi Jonas, ich war auch schon mal in Kalabrien, wirklich eine bezaubernde Gegend, ich liebe Italien sowieso – nicht zuletzt des guten Essens wegen…
      Wenn Ihr jobtechnisch und wegen der Schule des Sohnes nicht in Deutschland gebunden seid, dann kann ich ein Leben in beiden Ländern nur empfehlen, auch um mehr von der italienischen Seite der Familie mitzubekommen und Kontakte zu knüpfen.

  3. October 1, 2010

    Primero garcias por tus comentarios.
    Tu escribes que puedes dar algunos consejos para exportar un auto a Lima y quiziera que me informes que pasos y pagos hay que hacer.
    Quizás hasta pronto.
    Gracias de antemano
    Teresa.

    • October 4, 2010

      @Teresa: Para importar un auto a Lima es muy difícil! Ich schreibe lieber weiter auf deutsch, hoffe Du verstehst es… ein Auto nach Lima zu importieren ist sehr schwierig. Du musst mit hohen Kosten und viel Wartezeit rechnen. Der Zoll schätzt den Wert des Wagens und berechnet ca. 40% Zollgebühr. Die Autos werden natürlich sehr viel höher geschätzt als ihr tatsächlicher Wert ist! Wir haben fast so viel Zoll bezahlt wie der Kaufpreis des Autos war. Die Frachtkosten von Hamburg nach Lima lagen bei 1.500 Euro. Importiert das Auto auf keinen Fall auf den Namen einer Importfirma, meldet es selbst im Zoll an, das ist sicherer. Alles in allem kann ich es nicht empfehlen ein Auto nach Peru zu importieren, weil es wesentlich günstiger ist es hier zu kaufen, auch wenn der Kaufpreis höher ist als in Deutschland. Einzige Ausnahme sind Neuwagen für die man (angeblich) keinen Zoll bezahlen muss…

  4. December 7, 2010

    Danke für diesen Blogbeitrag. Ich bin Schweizer, bin aber in Peru aufgewachsen (in Pucallpa, um genauer zu sein). Vieles was du da erzählst kommt mir sehr bekannt vor und zieht mich wieder ein wenig zurück. Denn trotz all den Problemen ist Peru ein echt schönes, interessantes und vor allem vielseitiges Land, das es sich zu erkunden lohnt :)

  5. January 2, 2011

    Hallo Divena, auf T3N habe ich gerade Deinen Kommentar gelesten, und bin nun hier gelandet. Eigentlich auf der Suche nach geeigneten Backlinkquellen habe ich jetzt gut ne halbe Stunde hier verbracht, und dann aber doch noch einen (no follow) Link abgestaubt ;o)
    Es war kurzweilig und interessant, auch besonders hinsichtlich des letzten Absatzes in diesem Beitrag. Ich “beruhige” mein schlechtes Gewissen mit entsprechenden Aktivitäten auf http://www.kiva.org
    Lieber Gruß aus München. Ralf

    • January 3, 2011

      @Ralf: Willkommen auf meinem Blog! Wieso denn no-follow Link? Funktioniert mein entsprechendes Plugin etwa doch nicht?? Ok dann werde ich da morgen eine bessere Lösung suchen. Kiva.org ist klasse ich habe es mir gerade angesehen, wirklich was gegen ein schlechtes Gewissen.

  6. January 20, 2011

    hey ich interessiere mich sehr dafür nach Peru zu gehen…also auswandern. Ich wollte mal fragen was für ein Visum man zum unbefrissteten Aufenthalt braucht, welche Vorraussetzungen man benötigt etc etc. Habe lange im Internet gesucht um mich erst einmal grob zu erkundigen, habe aber leider nicht all zuviel herausgefunden. Würde mich deshalb sehr freuen, wenn sie mir da Tipps geben könnten. Mit freundlichen Grüßen Jan

    P.S.: war schon in Peru und bin mir sehr sicher, dass ich nach Peru gehen möchte

  7. January 27, 2011

    Hallo Divena ,ich heiße Fernando und im Moment wohne ich in Dtl. ich bin Peruaner und habe ein deutscher Freund,ich wohne mit ihm und ich plane schon e. Ausbildung machen. die beiden waren meine einzige Gründen,denen ich nach dtl eingereist bin. ich sehe auch hier andere Realität,die ich mich nicht dachte und die ich schon auch meine Freunden und Familie informiere .zB.an jeder Station sieht man viele ( erwachsene) Leute (normalerweiser nennen sich zwischen deutschen”penner ”),die die normalerweise betrunken sind,es gibt auch viele deutsche und Ausländer,die die betteln.andere rauchen am Bahnhöfe(wo normalerweise verboten IST),man kann auch nicht saubere frische Luft atmen,weil es in jeder Ecke immer ein raucher gibt!.das macht mich total fertig,wissen Sie? wie mein freund immer auch sagt ,dass jeder hier ihre eigene Regel macht! trotzdem bin ich”tolerant”, wenn nicht ich könnte auch zwei Kriege verursacht haben!.aber ich weiß auch etwas. mein Land Peru ist weder das perfektes Land der Welt,noch die perfekte Politik,wo die Politiker immer effiziente sind( wie das letzte mal,als deinen Ehemalige Präsident sagte etwas realistisch nach einer Visite in Afghanistan,,notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren,in konkret unsere macht da auch haben”Horst Köhler.und Sie reden über Korruption?? .Er war als”Politiker”sehr ehrlich.aber genauso hat immer Ihre Politik hier funktioniert,naja heute ist ein bisschen anders aber mehr’stilistisch’.Aber Gott sei Dank, wie Sie schon vielleicht merken könnten,dass Lima und ein paar Regionen schon gute Politiker haben, wie Susana Villaran,Sr. San Martin, etc..sicher kommen mehr.
    Noch ein Thema; sie schätzen mehr als sie dürften und noch falsch. Wissen Sie ? ich bin Jung, und die Realität,die Sie(oder ihre Familie)damals hier(mit dem rassistisch Thema)gelebt haben,man sollte nicht in Webseite, wie ihre Wseite,wie ”öffentliches normales Thema” benutzt werden. Ich weiß,dass hier in dtl und da in Peru noch idiotische Idee gegen anderen Volkgruppen gibt. aber wissen Sie,ich habe auch eine Webseite aber ja,die ist Konstruktiver;
    Pro-Demokratie,über Politik,Friede,usw.(vielleicht f.Sie nichts Interessant). Das Wort’Gringo’,sie sollten die richtige Bedeutung suchen.auch bei manchen gebildete Peruaner klingen peinlich pesimo.Ich weiß auch,dass Peru viele Geschichte und ”Mythen” hat,aber sie sollten nicht nur ‘Mythen’ hören,sondern auch die richtige Geschichte und Kultur lesen. es ist wirklich interessant,bei manchen Ausländer Freunde war so und ich denke vielleicht bei Ihnen auch.
    Etwas noch mehr (eigentlich bin ich nicht hier zu stören,aber ich sollte Ihnen auch die Realität,die man hier auch lebt und vielleicht sie wollten auch NICHT davon wissen). es gibt viele (tausend würde ich sage) die nur immer kritisieren auch NICHTS machen,um eine Lösung zu geben. die sind die frustrierte(als Beispiel die heutige Reste Kommunisten und neohihi) Menschen,die nur BLABLA und nichts machen.Ich war Freiwilliger und war geil.
    Noch etwas mehr (ich verspreche das letzte..weil ich schon schlafen sollte), fragen Sie ihre Mann,warum vermisst Deutschland mehr als Sie. ich weiß ,dass d.Verkehr effizienter hier als da (im Moment ) ist…aber mehr ?ich glaube nicht ,dass andere Gründen gibt. ich vermisse mein Essen da . da man isst VIEL gesünder als in Dlt..Eier mit Dioxin, Futter mit Dioxin für Tiere . Gott !!..nee, es kann nicht Wahr sein, meine Ernährung ist total anders als in Peru , Crurrywurst, Frikadelle und katoffeln und kartoffeln …Naja als Saft hilft auch ein fisches Bierchen ..hihi

    Naja Frau Divena . ich werde diese Seite speichern und später schauen, ob ich auch eine mögliche Antwort bekommen könnte .Mein deutsch ist nocht nicht soo perfekt aber ich arbeite noch hart . vier Sprachen machen manchmal den Kopf bisschen verrückt . da ist auc meine hotmail Adresse .

    ein Jung aus Chiclayo -Peru

    24 Jahre alt

    Fernando Reyes

    • January 28, 2011

      @Ferdinand: Willkommen auf meinem Blog, schön, dass Du hier auch ein bisschen Deine Eindrücke andersherum in Deutschland als Peruaner beschreibst. Ich bin natürlich eine private Person und ich beschreibe nur meine persönlich – subjektiven Eindrücke. Deutschland ist natürlich auch kein perfektes Land, in dem es trotz der sozialen Grundabsicherung auch so etwas gibt wie “Penner”, Obdachlose, Drogenabhängige und Alkoholiker, das liegt wohl einfach in der Natur einer jeden Gesellschaft… Hier in Peru ist das auf jeden Fall nicht anders!! Hier in Lima ist die Luftverschmutzung übrigens sehr hoch, es gibt sehr viele die unter Asthma und anderen Atemwegserkrankungen leiden, besonders die Kinder. Korruption kommt sicher auch in Deutschland vor – aber da dankt ein Politiker aus diesem Grund auch sofort ab – hier in Peru ist praktisch jeder Politiker korrupt, das ganze System ist korrupt und es stört niemanden – ich meine dass jemand wie Garcia überhaupt wiedergewählt wurde nach seiner Vergangenheit zeigt doch schon alles. Sicher gibt es hier eingie gute Politiker, aber sie können auch nicht viel bewirken.
      Die richtige Bedeutung von Gringo ist extrem negativ und mit natürlich geläufig: Als die Mexikaner gegen die Amerikaner (uniformiert in grün) kämpften war “green go” ihr Kampfspruch gegen die Weissen, gegen die sie kmpften. Aus “green go” wurde Gringo, ein Wort, dass seitdem im Lateinamerika für Weisse benutzt wird und ebenso rassistisch ist wie negro oder chino. Aber die Peruaner sehen das ja generell nicht so enge und nennen sich ja auch gegenseitig moreno, chino, negro, flako, gordo etc. Daher bin ich jetzt auch nicht mehr beleidigt wenn mich jemand Gringa nennt. Die Leute wissen es eben nicht besser und meinen es auf jeden Fall nicht böse.
      Die peruanische Geschichte und Kultur ist sehr interessant und ich habe viel darüber gelesen, besonders auch wie die Inka früher gelebt haben, ich habe mir die Inkaruinen auch angesehen…
      Die grösste Problematik hier in Peru generell ist die zwei-Klassen-Gesellschaft, die extreme Armut auf der einen und die reichen Leute auf der anderen Seite, es fehlt die Bildungsschicht, denn die Bildung ist hier auf unterstem Niveau von ein paar eliteschulen abgesehen. Die jungen Leute ohne Geld haben praktisch keine Aussichten auf eine Ausbildung oder ein Studium und ohne die nötige Bildung sind diese Leute dazu verdammt sich irgendwie durchs Leben zu schlagen wie jeder zweite hier. Ich finde es sehr schade, dass dadurch so unendlich viel Potentieal verloren geht und viele mit grossem Talent und Willen keine Chance bekommen.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass Du Dein peruanisches Essen vermisst – alle Peruaner sind so, mein Mann hat es auch immer vermisst. Für mich ist das peruanische Essen fad und langweilig, ehrlich gesagt, zu wenig Variation, zu wenig Gemüse, keine Soßen, etc. Du schreibst von Dioxin verseuchten Eiern – und dass das in Peru viel besser wäre – bist Du eigentlich schon mal auf die Idee gekommen, dass es hier nicht die strengen Lebensmittelkontrollen gibt wie in Deutschland? Es ist bekannt, dass viele Felder in Peru stark belastet sind und der Müll wird hier einfach irgendwo begraben und die Gifte gelangen durch das Grundwasser wieder in die Nahrung… Ich denke die Peruaner sind einfach nur besser im Vertuschen… ;-) Eine Mutter aus dem deutschen Kindergarten hat mal das Leitungswasser testen lassen – starke Chlorbelastung und verschiedene Bakterien und Schwermetalle. Also kochen würde ich damit lieber nicht! Lieber Fernando – es gibt immer viele Vor-und Nachteile und es ist eigentlich nicht fair zwei Länder zu vergleichen, die so unterschiedlich sind wie Deutschland und Peru, denn aus europäischer Sicht ist Peru ein Entwicklungsland. Ich denke es ist das wichtigste, dass Du Dich wohl fühlst in Deutschland oder nicht – aber ich gebe Dir den Rat Peru nicht zu idealisieren und in Deutschland nur die negativen Dinge zu sehen… Ich lebe sehr gern hier in Peru, aber ich wohne auch in einer schönen Wohnung in Surco und habe denselben Lebensstandart wie in D – vom Essen mal abgesehen. Manchmal habe ich natürlich auch Heimweh oder mache hier die ein oder andere frustrierende Erfahrung, aber das gehört dazu egal wo man lebt und es nur auf das Land zu schieben wäre zu einfach.
      Du selbst bist für Dein Glück verantwortlich!

  8. January 27, 2011

    me encantaria aun contarle muchas otras historias pero podria ser despues . siempre y cuando yo no la incomode por mis claros ,sinceros y directos comentarios . es uan nueva Ära para muchos jovenes peruanos ,que no deseamos ser parte del un mundo como anteriormente en muchos paises en los 30′ 40′ oder 50 ‘ se daba un tipo de orden mundial muyyy erroneo

    saludos !

  9. February 7, 2011

    @ Divena .disculpa ,te invito cordialmente a una pagina web a ti como a muchos que le podrian interesar el problema social del nuesto país.una pagina sin fin de lucro ni politico.Nó hay Democracia ….Sin Justicia .Nó hay justas Leyes…sin justos Políticos

    parareloneutral.com

  10. February 7, 2011

    interesante pagina pero no entiendo mucho..seria mejor en nuestro idioma castellano

  11. March 15, 2011

    wie kann mein Geld nach peru überweisen

  12. May 21, 2011

     super Bericht … danke … wird Zeit, daß ich meine peruanische Familie (Schwiegermütterseits) mal besuche … evtl. kaufe ich ja ein kleines Grundstück am Meer, wenn das “sicher” ist und nicht am nächsten Morgen enteignet wird :-)

  13. July 12, 2011

    Dein Block und die von dir erstellten Beiträge gefallen mir sehr. Ich habe jetzt fast 2 Jahre in Surco gelebt, wohne im Moment in Barranco und muss leider Mitte Juli wieder nach Deutschland zurück. Aber, ich komme wieder, spätestens in einem Jahr. Peru ist ein Land in dem ich für immer leben möchte und leben kann.

    • July 12, 2011

      @Walter
      Wir leben in Surco und haben definitv vor zu bleiben. Nach Deutschland zieht mich auch nicht mehr viel… Höchstens das Essen und die Familie natürlich. Es freut mich, dass Du Peru positiv siehst und hier gut zurecht kommst! Grüss mir Deutschland ;-)

  14. September 18, 2011

    hallo, ich lerne deutsch in Peru und wollte dir nur was sagen, man braucht JAHREN um Peru zu beschreiben , es gibt alle Rassen, es gibt die beste Gastronomie in fast ganz Amerika , also ih denke , man muss Peruaner sein um es genauer zu beschreiben , es gibt eine Stadt in Sierra namens Pozuzo, da ist eine deutsche Kolonie , die ist einmalig … mit hat dein Bock sehr gut gefallen und viel Spaß noch in Peru :)

    und uebrigens ich bin aus Piura , ojalá visiten mancora q es hermoso :)

  15. January 12, 2012

    Ich lebe seit 16 moanten hier in peru(lima)
    habe deinen bericht gelesen, und finde ihn gut beschrieben, aber was mich so ein wenig stoert, ist an einigen stellendie negative beschreibung,
    was das essen betrifft, ich lebe hier gesuender als in de,viele meiner krankheiten haben sich hier aufgeloest ohne medikamente, beispiel :ich bin diabethiker, musste insulin nehmen da mein zucker bei 168 lag, nun nach einem jahr ohne medizin ist der spiegel auf 97 gefallen, und nur alleine mit der ernaehrung, und das wichtigste was fuer mich hier ist sind die menschen! hier fuehlt man waerme, herzlichkeit,keiner geht an dem anderen vorbei ohne ein kleines hallo…… was mich die erste zeit hier gewundert hatte ist, das hier die kinder auch noch am spaeten abend bis in die nacht draussen spielen,in de haette ich angst meine kinder im dunklen nach 20 uhr draussen zulassen…zuviel passiert in de mit kindern…..hier gibt es soetwas nicht, oder wenn ja dann realitiv sehr selten, die nachbarn passen untereinander auf die kinder auf, und sollte mal irgendwas mit einem kind passieren….dann oh weh und aua fuer den der das gemacht hat…….ich muss schon ehrlich sagen, ich fuehle mich hier sicherer als in de, bei mir kommt nicht die angst auf , auf der strasse ueberfallen zu werden, oder das einer in mein haus einbricht…….manchmal fuehle ich mich hier wie in der “alten ddr” wo noch der nachbar auf den nachbarn achtet, aber positiv gesehen, ok das leben ist hart hier wenns es ums ueberleben geht……aber auch da haelt die famile zusammen, nicht so wie in de wo nur derjenige zaehlt der haus, hof ,auto, boot hat, hier zaehlt das herz und nicht das geld, in de sind zu 90% die menschen kalt und berechnend, hier nicht, beispiel: alter mensch in de….du siehst ihn mit hund an der leine….alter mensch hier, du siehst ihn mit enkelkinder oder irgendwem aus der familie zusammen….allem in allem mich zieht nichts mehr nach de…ich bin hier gluecklich und liebe peru

    • January 12, 2012

      Es freut mich, dass hier Deine Diabetis besser geworden ist, es wundert mich allerdings – fast die Hälfte der peruanischen Familie meines Mannes sind alle Diabetis Typus II und bei meinem Mann fängt´s nun auch schon an, dass er vorsichtig sein muss und das erst seitdem er hier ist… Vermutlich ernährst Du Dich hier nicht typisch peruanisch – nur fritiertes, kaum Gemüse und immer Reis, Reis und nochmals Reis…? Ich habe davon jedenfalls ordentlich zugenommen und jetzt koche ich nun nur noch selbst und gesund, weil ich ja auch schwanger bin und nicht noch mehr zunehmen will als ohnehin schon.
      Sicher grüsst man sich hier, war aber in D auch so, ein bisschen Smalltalk hier und da und wenn man demjenigen den Rücken zudreht wird schon getratscht – das ist wohl überall so und das ist hier noch sehr viel ausgeprägter. ;) Abgesehen davon würde ich mein Kind niemals bis spätabends auf der Strasse spielen lassen, siehst Du denn morgens nicht die Nachrichten? So viele Fälle von Kindermissbrauch, Verschleppung und verunfallten Kindern gibt es allein Lima tagtäglich – die Peruaner trauen ihren Kindern grundsätzlich mehr zu – aber um welchen Preis?
      Die Peruaner halten in der Familie zusammen, das hat seine klaren Vorteile (finanziell, gegenseitige Unterstüzung, mehr Liebe und Geborgenheit) aber auch entscheidende Nachteile (Kontrolle, Unterdrückung, Unselbstständigkeit und im schlimmsten Fall sogar die Verstossung). Meine Familie in D hält auch fest zusammen, wir sind drei Schwestern und wenn eine in Schwierigkeiten ist ist die ganze Familie sofort da – aber es gibt nicht solche einengenden Reglementierungen und keine strenge Hierarchie wie ich es in den Familien hier beobachte. Dies ist aber auch nur eine rein subjektive Erfahrung, ich habe vielleicht an die 30 verschiedenen perunischen Familien hier kennengelernt und kann da natürlich nicht für alle sprechen.
      Meine Erfahrung was das Geld betrifft ist leider auch genau umgekehrt – hier in Lima bist Du nur wer, wenn Du Geld hast, wenn nicht dann bist du nichts und niemand schert sich um Dich! Umsonst hilft uns hier jedenfalls keiner (z.B. beim Umzug), nach dem Motto wir sind ja reich… In D habe ich viele Freunde denen es vollkommen egal ist wieviel ich verdiene und die mir auch mal ohne eine Gegenleistung zu verlangen, helfen – hier nicht. Es ist ja auch ok – ich kann´s verstehen, die Leute haben wenig und greifen nach jedem Strohhalm, aber es hat auch alles irgendwo seine Grenzen… So extremes Statusdenken wie hier kenne ich aus D jedenfalls nicht, sicher gibt es auch da schwarze Schafe aber von denen habe ich mich schon immer fern gehalten…
      Du hast noch keine Angst vor Überfällen, weil Du´s anscheinend noch nicht erlebt hast und es als Deutscher auch schwer ist das zu glauben, aber selbst ich, die ich mich nur in den besseren Stadteilen und niemals allein (und noch dazu selten) bewege wurde schon überfallen! Das hätte ich vorher auch nie für möglich gehalten… In dem Haus einer Bekannten hier in Surco wurde in den letzten drei Jahren ganze 8 Mal eingebrochen und in dem Haus der Tante meines Mannes in San Juan de Lurigancho ca. alle 4 Monate. Unser Auto wurde schon dreimal aufgebrochen. Also wiege Dich da mal besser nicht zu sehr in Sicherheit, ich weiss ja nicht in welchem Stadtteil Du lebst – aber sei um himmelswillen bitte sehr vorsichtig – vor allem auch mit Deinen Kindern! Leider ist nicht alles hier so, wie es zunächst scheint…!

  16. January 20, 2012

    Hallo Divena, anscheinend bist du von dieser “Pituco” Mentalität schon angesteckt. Pitucos sind Leute in Perú, die glauben sind besser als die Anderen, leben seine einige Welt in geschlossenen Wohngebiete mit Zaun und alles was außen herum ist Stink. Leider hat diese Mentalität beigetragen, dass die arme Leute sich diskriminiert fühlen und die Differenz zwischen Arm und Reich wächst.
    Natürlich kann man in Perú die arme Leute unterstützen. Nun du kommst an dieser Leute nicht näher weil deine Welt in Perú wahrscheinlich anderes ist als die Realität. Meine deutsche Freundin sammeln immer gebrauchte Klamotten in Deutschland und verschenkt die Klamotten an die arme Leute in den Anden.
    Ich bin Peruaner und lebe in DE. Ich kann auch viele positive und negative Sachen von DE berichten aber ich betrachte immer lieber die positive Sachen. So fühle ich mich Glücklich in DE.

    • January 20, 2012

      Pituco? Nur weil ich in Surco wohne? Die meisten Peruaner denken so… Das ist eben genau das Zweiklassendenken, welches ich weder befürworte noch praktiziere. Ich habe kaum bis gar nichts mit reichen Peruanos zu tun, denn die Familie meines Mannes stammt aus St. Martin de Porres, wo wir sehr häufig sind. Was ich hier teilweise kritisiere hat weder etwas mit der Hautfarbe zu tun noch mit der gesellschaftlichen Stellung sondern mit Arroganz, Unfreundlichkeit, Rassismus, Diskrimminierung, aufdringlichem Verhalten, Doppelmoral, Zweiklassendenken und krimminellem Verhalten.
      Mit ein bisschen gebrauchter Kleidung ist hier niemandem gross geholfen, ich verschenke natürlich auch unsere alten Kleider und die Sachen meiner Tochter aus denen sie herausgewachsen ist, warme Decken im Winter etc. – aber das ist halt nur ein Tropfen auf dem heissen Stein, mehr nicht. Ich unterstütze hier und da mit Geld, wenns knapp wird oder jemand krank ist, aber ich bin auch keine Bank und teilweise sind die Geldforderungen wirklich unverschämt… Geld- und Sachgaben sind keine nachhaltige Hilfe im Gegenteil sie führen eher zu Abhängigkeiten als dass sie wirklich förderlich wären, Hilfe zur Selbsthilfe ist hier das eigentliche Schlüsselwort und das übersteigt in der Regel die Möglichkeiten einer Privatperson. Es beginnt alles mit der Bildung – nicht nur Schulbildung sondern vor allem auch Berufsbildung. Kaum ein Mensch lernt hier einen ordentlichen Beruf, so etwas wie eine Lehre gibt es nicht und ein Studium kann sich ein normaler Mensch nicht leisten. Aufklärung wäre auch schon ein Anfang, damit die Mädels nicht mit 14 schwanger werden und von ihren Familien verstossen… Der peruanischen Ökonomie fehlt fast gänzlich der Produktionsbereich, d.h. es gibt hier kaum industrielle Produktion oder überhaupt PRoduktionsstätten. Es gibt etwas Textilindustrie, meistens von ausländischen Labels, etwas Nahrungsmittelindustrie und das war´s auch schon. Im Prinzip wird fast alles aus China importiert – obwohl man die Waren eigentlich für dasselbe Geld genausogut hier produzieren könnte, denn die Arbeitskraft ist hier fast ebenso günstig… Ich bin kein Ökonom aber ich denke, dass es hier grosse Defizite gibt, die mit einer entsprechenden Politik durchaus angegangen und verbessert werden könnten. Aber das peruanische Volk wählt dann lieber so einen Reaktionisten wie Humala… So bleibt halt alles wie es ist.

  17. January 4, 2013

    Hola,
    Yo soy peruana y vivo en Alemania.
    He leido tu Blog y realmente por un lado entiendo tu punto de vista pero tampoco la vida en Lima es tan mala como indicas ni los peruanos se estan muriendo de hambre en la calle. Peru es un pais que esta progresando, eso lo he podido ver despues de pasar un par de semanas alla en este ultimo mes.
    Yo tambien vengo de una familia de clase media como la tuya y creci en Miraflores es por eso que no entiendo porque que a pesar de que la familia de tu esposo provenga de una zona popular que ahora esta progresando indiques que vives en una zona priviligeada por solo vivir en Surco. Quizas la comida no sea de tu agrado pero eso le pasa a cualquiera que ha crecido en otro pais y esta acostumbrado a otro tipo de alimentacion. Debes ver mas las cosas positivas de este pais que acoge a los extranjeros con los brazos abiertos y no como otros paises.

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