Geld verdienen mit fertigen Designs – Eine Auswertung

Es gibt viele Möglichkeiten und Wege als Designer im Netz ein bisschen was dazu zu verdienen.
Es gibt verschiedenste Plattformen, die Fotos, Illustrationen, Templates und Grafiken verkaufen. Nun ist die Frage – ist es wirklich sinnvoll und lukrativ hier seine Zeit zu investieren oder nicht? Ich habe mich die letzten Wochen intensiv mit diesem Thema befasst und hier nun meine persönliche auswertung zu diesem Thema:

Geld verdienen mit Fotos

Man kann ein kleines Zubrot verdienen in dem man entweder auf die Masse setzt wie bei Shutterstock, eine Freundin von mir hat dort ein Portfolio von 600 Fotos und verdient darüber 7-20 $ am Tag. Dazu muss ich sagen, dass sie regelmässig neues Material hochläd und Profifotografin ist. Die anderen Fotostockseiten generieren noch meist noch weniger Umsätze laut Aussagen anderer Fotografen, die ichzu dem Thema befragt habe. Ich selbst fotografiere selten und meist nur Hintergründe und Sachen die ich für meine Designarbeit gebrauchen kann, daher bin ich die reinen Fotostockseiten bisher nicht angegangen. Vektorillustrationen laufen z.B. bei istockphoto.com ganz gut – aber gemessen an den Aufwand, den eine solche Illustration kostet denke ich nicht, dass es sich am Ende wirklich rechnet. Hier hätte man vor 5 Jahren einsteigen müssen, als die Konkurrenz noch nicht so gross war. Ich werde aber irgendwann auch dort ein paa gute Vektorillus einstellen und deren Verkäufe testen.

Geld verdienen mit fertigen Designs und Templates

Etwas anderes sind dahingegen spezialisierten Seiten wie z.B. www.themeforest.net – wer ein bisschen mehr Arbeit investiert (und das nötige Know-How besitzt) kann dort einiges verdienen! Ich habe bei graphiciver gerade angefangen ein paar Sachen hochzuladen und habe mit meinen mickrigen 8 Items schon 150 $ verdient. Nicht viel aber immerhin. Das Problem ist nur, dass es sich nicht wirklich rechnet im Vergleich zum Aufwand, den man damit hat. Für ein gutes Design wie z. B. die Weihnachtshintergründe sitze ich schon ein paar Stunden am Rechner und dafür lohnt es sich nicht wirklich – bisher habe ich damit (in einem Zeitraum von einem Monat) 62,50 $ verdient. Also nicht die Welt.

Themeforest.net

Sehr viel besser sieht es da aus, wenn man in der Lage ist ein wirklich gutes WordPress Template zu erstellen. Aber da liegt die Latte technisch gesehen auch schon sehr, sehr hoch. Mit einem einfachen PSD zu HTML-Coder kommt man da nicht ran, die Leute wollen viele Features und ein umfangreiches Admin Panel. Ich bin kein Programmierer und wenn ich z.B. bei www.freelancer.com ein Projekt reinstelle mit genau den Kriterien muss ich mit mindestens 300 – 400$ kalkulieren um mein Design in ein hochwertiges Template zu verpacken. Aber man verkauft in der Regel zwischen 40 -60 Templats über themeforest.net – wenn man Glück hat über 100, also bei einem Verkaufspreis von 35 $ sind das 17,50 $ x 40 (mindestens) = 700$. Es könnte sich also lohnen, aber die Grafikarbeit für ein wirklich gut gestaltetes, umfangreiches und gut konzeptioniertes Template liegt auch bei ca. 10 – 20 Stunden! Um da also weiter zu rechnen – 700 $ Einnahmen (minimum), – 400$ für die Programmierung bleiben 300$ geteilt durch 10 Stunden – das sind dann 30$ pro Stunde. Also auch wieder nicht der tollste Verdienst – man muss ja auch immer mit dem schlimmsten Fall rechnen und es verkauft sich noch schlechter.
Ok man könnte da also noch weiter denken und sich ein Grid-System ausdenken für die grundlegende Programmierung und Konzeptionierung des Templates – so dass man die Programmierarbeit nur einmal in Auftrag geben muss und seine Designs nach dem Gridsystem gstalten, entsprechend schneiden und nur in den Grafikordner des Themes schmeissen braucht. Das dürfte dann zwar zu Anfang etwas mehr an Programmierarbeit kosten – kann dafür aber mehrfach verwendet und weiter entwickelt werden.

Ein anderes Problem bei dem Ganzen ist jedoch die Support-Seite. was ist wenn das Ding bugs aufweist, die trotz mehrfachen vorherigen testen nicht auffielen? Erfahrungsgemäss ist die Zusammenarbeit mit Freelancern über freelancer.com bei Abschluss des Projektes beendet und ein weiterer Kontakt meist nur schleppend bis gar nicht möglich. Wie soll man also als nicht Programmierer den Support gewährleisten können? Dies hat mich bisher davon abgehalten hier zu investieren. Besser wäre wohl eine dauerhafte Kooperation mit einem WordPress-Spezialisten und man teilt sich dann die Einnahmen. Also falls ein solcher Spezielist Interesse hat – ich bin für eine Zusammenarbeit immer offen!

Deviantart.com

Eine andere Plattform, die ich zwar immer im Auge gehabt habe aber nie mitgemacht habe ist deviantart.com, hier habe ich sehr überraschende Ergebnisse zu berichten. Ich habe mich vor einem Monat dort angemeldet und parallel zu meiner graphikriver Aktivität dort auch meine Files hochgeladen und die Besucherzahlen sind wirklich enorm – dafür, dass ich erst so kurz dabei bin. Deviantart scheint eine sehr gute Ausstauschplattform für Kreative zu sein und ein günstiges Medium um schnellen, hochwertigen Traffic für die eigenen Produkte zu erzielen. Durch einen Link zu meinen Frebies in meinem Blog habe ich viele Besucher über Deviantart erzielt und dazu hat noch ein japanischer Blog dahin verlinkt und mir an die tausend japanische Besucher beschert! Ok die wollten sich nur die Styles runterladen – aber für die Traffikstatistik sieht´s gut aus…

99designs.com

Diese Plattform ermöglicht es Designern für verschiedene Projekte Designs zu erstellen und im Kontesverfahren dem Projektgeber anzubieten, dieser wählt dann aus den verschiedenen Einreichungen eines aus und der entsprechende Designer erhält den Zuschlag. Auch hier liegt der Zeitaufwand gemessen an den Erfolg sehr hoch. Durchschnittlich gewinnt man bei einem von 10 Projekten bei dem man mitmacht den Zuschlag – vorrausgesetzt man ist wirklich gut und bleibt auch kontinuierlich am Ball.
Ich habe hier aus Zeitmangel nur sehr sporadisch mitgemacht und zwar ein bisschen Lob erhalten aber mehr auch nicht. Es wäre zu überlegen mehrgleisig zu fahren und eine Zeit lang (ein halbes Jahr mindestens) intensiv mitzumachen, sich darüber sein Portfolio bei 99designs aufzubauen und damit auch die eigene Portfolio Webseite zu füllen und alles irgendwie Verwertbare was nicht zum Einsatz kam dann über graphicriver zu verkaufen… Das Problem ist nur man muss ja auch von irgendwas leben und kann es sich nicht leisten ein paar Monate auf diese Weise zu investieren. Aber für Studenten wäre es sicherlich ein guter Start in den Beruf und ein weites Übungsfeld!

ebay

Last but not least darf ebay nicht fehlen. Es gibt einige Designer und Agenturen, die hier Designleistungen zu Festpaketen anbieten. Allerdings sind hier die Preise so im Keller (20 E für ein Logo!), das es sich kaum lohnt da zu konkurrieren. Man könnte aber vielleicht aucht einen shop einrichten und im Zusammenhang mit Printaufträgen oder Webpakte die Designleistungen gleich mitverkaufen, aber auch das dürfte nicht sehr viel einbringen. Ebay ist die zweite grosse Grösse neben google und hier sammeln sich sehr spezifische und kaufwillige Besucher in Massen, es ist also nicht zu unterschätzen sich mit ebay ein bisschen näher auseinander zu setzen. Hier werden z.B. auch bestehende Webprojekte verkauft und man kann mit ein bisschen Glück auch den ein oder anderen Euro verdienen. In den USA ist das sogenannte Website flipping sehr populär, d.h. man baut sich eine Armee von 200 – 500 Mikrowebseites zu verschiedenen Keywörtern auf und flippt die, die nicht viel Umsatz generieren nach einer Zeitspanne von ungefähr einem Jahr. Gute Internetmarketer schafen es diese Webseiten in der Zeit auf einen Pagerank von mindestens 3 zu bringen und einen Traffic von ungefähr 1000 – 3000 Besuchern im Monat, so dass man schon 200 -500$ mit dem Verkauf einer solchen Webseite verdienen kann. Aber das alles hat ja nun nicht so viel mit Design zu tun und ich werde darauf an anderer Stelle noch näher eingehen.

Fazit

Alles in allem dürfte man als Designer nicht ausschließlich davon leben können fertige Templates und Designs über die verschiedenen Plattformen zu verkaufen und es ist auch kein wirklich passives Einkommen, denn wenn man nicht regelmässig nachliefert gehen die Verkäufe stark zurück. Ich denke, langfristig gesehen ist es sehr viel lohnender eine eigene Plattform aufzubauen – allerdings kostet das natürlich sehr viel Einsatz und ein entsprechender Werbeetat… Also bleibt die gute alte Dienstleistung und das direkte Arbeiten für Kunden nach wie vor die beste Einnahmequelle für Designer. Aber sollte ich etwas gegenteiliges erfahren werde ich es hier auf jeden Fall berichten!

10 Antworten
    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      @Yerel – eine wirklich gute Seite für WordPress-Themes nur auf deutsch weiss ich auch nicht – aber Du kannst ein Theme ganz einfach anpassen in dem Du die relevanten wärter im thme Editor direkt im Code übersetzt… Alternativ findest Du auf Freelancer.com sicher auch einen deutschen Coder, der das für wenig Geld übernimmt.

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  1. Florian@Geld verdienen im Internet
    Florian@Geld verdienen im Internet says:

    Ich würde mich nicht ausschließlich an Themeforest halten wenn ich ein Template verkaufen würde. Es gibt eine ganze Reihe weiterer Plattformbetreiber über die man verkaufen kann. Das erweitert den potentiellen Kundenstamm enorm. Ich kenne jemanden der lebt ausschließlich vom Templates erstellen und zugegebenermaßen – Er lebt nicht schlecht davon und macht maximal 2 Themes im Monat (3 Sprachig, Deutsch, Englisch und Spanisch).

    Auch bei den Stockbildern gilt es mehrere Anbieter zu nutzen, es gibt eine ganze Handvoll bei denen man keine exklusiven Rechte abgibt, also auch bei anderen Portalen Geld verdienen kann. Man muss halt alle Möglichkeiten ausschöpfen, dann kann man auch davon leben (wenn die Bilder technisch gut sind und thematisch Einkäufer ansprechen).

    Man muss sich halt bei allen Möglichkeiten voll reinhängen damit man davon leben kann aber das ist ja bei jeder Arbeit so.

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Das Problem ist die Crux mit exclusive und non-exclusive wobei bei letzterem dann deutlich sehr viel weniger verdient und da themeforest die führende Plattform ist es sicher besser darüber nur exclusiv zu verkaufen als es auf verschiedene kleinere Plattformen zu splitten und dann unterm Strich weniger Geld zu verdienen…
      Bei Stockbildern bringt es nur die Masse und da sind viele Plattformen sicher besser.

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  2. Andy
    Andy says:

    Wenn man gerne fotografieren tut, kann man recht gut Geld machen mit den genannten Portalen. Ich fotografiere gerne in meiner Freizeit und Reise auch gerne. Da entstehen dann immer Bilder, von denen ich paar auf solche Portale hochlade. Ein schöner Nebenverdienst, wenn man seine Arbeit gut macht.

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      @Andy
      mit welchen der Portalen hast Du denn so die besten Erfahrungen gemacht, bzw. die meisten Verkäufe? Da ich selbst momentan wenig im Bereich Fotografie arbeite kann ich dazu keine Erfahrungswerte sammeln – es fragen aber viele danach…

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  3. Andy
    Andy says:

    Also sehr gute Erfahrungen habe ich mit Fotolia gemacht. Dort sind sehr viele Benutzer angemeldet. Istockphoto.com kann man sich ruhig auch mal anschauen. Ich hoffe, dass hilft jemand weiter?!!!

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  4. Andy
    Andy says:

    Ich habe ja bereits zwei Anbieter genannt. Habe nun auch noch Depositphotos.com in meine Liste zum Bilder verkaufen aufgenommen. Kann man ja nebenher noch nutzen. Vielleicht ist der Hinweis ja für den einen oder anderen Interessant.

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  5. Andy
    Andy says:

    So, ich verkaufe jetzt seit einiger Zeit Bilder auf verschiedenen Plattformen. Für alle die das auch machen wollen. Bei mir bringt Fotolia die meisten Verkäufe. Dort scheinen wohl auch die meisten Nutzer zu sein. Aber probieren geht hier wohl über studieren.

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