Peru

(Über)Leben zwischen Peru und Deutschland

Bevor ich nach Peru ging hatte ich mir vorgestellt, dass es dort viel einfacher werden würde, weniger teuer, keine Steuererklärung mehr, nicht mehr 570,-€ für die Krankenversicherung und 420,- für den Kindergarten zahlen müssen und eine Vollzeit Haushaltshilfe haben, eine schöne Wohnung etc. und gutes Essen. Irgendwie konnte ich mir damals nicht vorstellen, dass es da auch Schattenseiten geben könnte, bzw. dass gewisse einfache Dinge sich als schwerwiegender herausstellen, als ich vorher vermuten hätte.

Lima ist eine riesige, riesige Stadt – 7 Millionen Einwohner und täglich werden es mehr – der Verkehr hier ist grausam und die Luftverschmutzung sehr hoch, nicht nur durch die Abgase sondern auch durch den feinen braunen Staub der durch die umliegenden Berge in die Stadt hinein geweht wird und alles mit einer dünnen Staubschicht überzieht.

Wir haben eine schöne Wohnung in Surco, nahe dem Ovalo Higuereta wo auch die Schule meiner Tochter ist. Ich habe eine Empleada, die einen Grossteil der Hausarbeit in einem schnelckenartigen Tempo erledigt und kochen tue ich in der Regel selbst. Und da liegt auch schon der erste grosse Haken – man kann sich vorher nicht vorstellen wie sehr man irgendwann z.B. all die leckeren Süssigkeiten vermisst, die man in Deutschland ohne Probleme überall kaufen kann. Zum Glück bin ich kein Schokoladenfan, denn die hiesige Schokolade schmeckt ungefähr so wie die aus der DDR damals (graus) und auch wenn es bereits ein schmales Sortiment an Haribo gibt ist es leider recht teuer eine Tüte Gummibärchen zu kaufen (kostet 13 Soles), so dass ich es uns nur selten gönne.
Abgesehen von den Süssigkeiten gibt es hier auch kaum Tiefkühlfertigprodukte (auf die ich früher zwar selten aber hin und wieder schon gern mal zurückgegriffen habe). Bei den Milchprodukten sieht es ähnlich düster aus, es gibt nur so eine dünnflüssige Art Sahne (mit der man keine anständige Sosse ohne vverdicken hinbekommt), keinen Schmand oder saure Sahne, kein Creme fraiche, keinen richtigen Joghurt, keinen Quark, keine ungesalzene Margarine (habe alle durchprobiert), richtige Butter ist viel zu teuer und wenigstens gibt es normale Milch. Wobei die Peruaner aber allen ernstes Dosenmilch bevorzugen und behaupten die währe gesünder und leckerer als frische Vollmilch, selbst kleine Babys bekommen nichts anderes.
Manchmal wünschte ich ein real-Markt aus Deutschland käme aus der Luft geflogen und ließe sich direkt neben unserem Haus hier nieder… 😉

Ein anderes Problem ist die stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit, da ich selbst hier nur flatternden Herzens Auto fahre (und schon gar nicht zur Höllenzeit, wenn sich die Autos chaotisch kreuz und quer auf den breiten Strassen drängen und ich niemals wüsste wie ich da lebend wieder herauskäme) läuft es darauf hinaus, dass ich Taxi fahren muss und das ist ein gewisses Sicherheitsrisiko. Mich haben in der Hinsicht schon haarsträubende Geschichten erreicht, so dass ich nur im Notfall Taxi fahre. Dadurch sind wir (meine Tochter und ich) fast nur zu hause und bewegen uns höchstens zum Einkaufen weg und jetzt da ich im Bett bleiben muss ohnehin gar nicht mehr.

Ein weiteres Manko ist sicherlich auch insgesamt die soziale Isoliertheit hier, abgesehen von ein paar spärlichen Kontakten zu anderen deutschen Eltern und der peruanischen Familie meines Mannes (die zwar sehr liebenswürdig sind mit denen mich aber leider nicht sonderlich viel verbindet, denn belangloser Smalltalk war noch nie mein Ding und die allgemeinen Klatschgeschichten finde ich ungefähr so interessant ist wie das Liebesleben londoner Pflastersteine). Mir fehlen meine besten Freundinnen und Freunde sehr, meine Schwester und ihre Kleinen und natürlich meine Eltern. Mit der Zeit wächst die Sehnsucht auch noch mehr als dass sie abnimmt. Natürlich skypen wir regelmässig aber das ist nicht dasselbe. Dies ist ein Aspekt an den ich vorher kaum gedacht habe und den ich nur jedem ans Herz legen will, der sich mit dem Gedanken trägt seine Heimat eine längere Zeit zu verlassen…

Ich mag die Peruaner gern, sie sind chaotisch, temperamentvoll, teilweise zwar schroff und unhöflich und man sollte gut auf der Hut sein nicht ausgenutzt zu werden, aber sie können auch herzlich und lustig sein und sehr charmant (wenn es darauf ankommt). Leider sind sie nicht so geradeheraus, wie man es als Europäer eher gewohnt ist und etwas zu sehr auf ihren Vorteil bedacht, aber wenn man das weiss kann man dies schnell erkennen und entsprechend damit umgehen. Angesichts der sehr harten Lebensbedingungen und der fragwürdigen Doppelmoral der katholisch spanischen Kirche kann ich es auch niemandem verübeln. Im Gegenzug muss ich oft gegen Misstrauen, Neid, Eifersucht, üble Gerüchte und dergleichen ankämpfen, was mir weit weniger gefällt und aus diesem Grund habe ich den Kontakt zur Familie sehr stark eingeschränkt.

Was mich auch ziemlich nervt ist die grobe Art der Anmache die ich als blonde Frau oft ertragen muss und die mich höchstens agressiv macht, denn ich weiss sehr wohl, dass es nicht um mich selbst geht sondern um das Klichee dass ich für die Männer hier zu verkörpern scheine.
Wie oft ich wohl schon „Barbie“, „muñequita“ (Püppchen) gehört habe oder „Gringa bonita“? Urgs. Als mit meinen 37 Jahren würde mir in Deutschland wohl sicher niemand mehr hinterher pfeifen… Was denken die sich denn eigentlich dabei? dass ich ihnen im Supermarkt in den Arm falle und ihnen eine Telefonnummer gebe? LOL Also das ist auf jeden Fall etwas, dass nervt und an das ich vorher niemals gedacht hätte.

Ich dachte vorher auch, dass die Peruaner kinderieb seien, da die Familien hier oft sehr kinderreich sind, aber leider war auch das ein grosser Irrtum. Hier ist es noch üblich, dass die Kinder mit speziellen geflochtenen Gerten, Gürteln oder einfach der flachen Hand gezüchtigt werden und das nicht zu knapp (sogar auch in der Schule). Kinder haben zu gehorchen wie Hunde und den Erwachsenen unterwürfigen Respekt zu zollen. Eine peruanische Familie ist streng hierarchisch strukturiert und die Kinder haben sich vollkommen unterzuordnen. Ähnlich wie es in Deutschland um die Jahrhundertwende gewesen sein muss.

Da ich selbst vollkommen gegensätzlich erzogen wurde und eine überzeugte Anhöngerin progressiver Erziehungsmethoden basierend auf Liebe und Zuwendung bin (meine lieblings Buchempfehlung dazu: Jean Liedloff „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“) und ich meine Tochter zu Selsbtündigkeit und charkaterlicher Stärke erziehe – ecken wir hier dadurch natürlich sehr oft an. Meine Tochter reagiert nicht auf einen rüden Befehlston und hinterfragt auch gerne mal was, manchmal zickt sie auch ein bisschen rum (sie ist erst 7) und das führt dann zu grossen Diskussionen im peruanischen Familienkreis wo soetwas ja nicht einfach so geduldet werden kann. Meine Tochter gilt hier als verzogen, trotzig und unumgänglich. Dabei ist sie ein sehr aufgeschlossenes, intelligentes und waches Kind, das gern mithilft (wenn sie nett gefragt und nicht angeschrien wird) und alles und jedes wissen will. Sie malt gern und bastelt sehr kreative Sachen und kommt in der Schule bestens mit und hat viele Ideen und ist sehr tierlieb (wir haben drei kleine Papageien um die sie sich rührend kümmert). Der Humboldt-Schule ist dies allgemeine Erziehungsproblem bewusst und manchmal werden die peruanischen Eltern zu speziellen Informationsabenden eingeladen wo es um eine gewaltlose und moderne Erziehung geht.

Ich glaube diese strenge Form der Erziehung und die frühe Unterdrückung besonders der Mödchen wirkt sich extrem nachteilig auf das gesamte Leben aus. Nicht nur die fehlende Bildung ist ein Problem sondern auch die Grundstruktur der peruanischen Gesellschaft – es fehlt an echtem Unternehmertum und an Selbständigkeit der Mitarbeiter. Hier ist es vollkommen normal, dass die Leute noch mit 30-40 unter dem Dach der Eltern wohnen und sich diese in alles und jedes einmischen und die (schon erwachsenen) Kinder entsprechend zu gehorchen haben… Wie soll daraus ein wirtschaflicher Aufschwung entstehen? Ich bin weder Ökonom noch Anthropologe – aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es ein Volk höchst uneigenständiger Menschen jemals wirklich aus der Misere heraus schaffen wird, denn an den Resourcen kann es nicht liegen – kaum ein Land ist so üppig damit gesegnet wie Peru. Die Leute arbeiten zwar viel aber vollkommen uneffektiv, langsam und ohne System und ohne jedes Nachdenken. Nebenan ist eine Baustelle auf der ungefähr 30 Leute arbeiten und manchmal beobachte ich den Fortgang und was ich sehe ist ein unorganisierter Haufen bei dem die eine Hand nicht weiss was die andere tut… Das 10-Apartment-Haus wird erst in einem Jahr fertig sein heisst es und ein Jahr bauen sie schon daran herum… Das sagt doch schon so ziemlich alles.

Meine Haushälterin hat sich inzwischen zum Glück abgewöhnt mich bei allem und jedem zu fragen, aber das wofür sie 9 Stunden braucht würde ich locker in 4 schaffen, unser 3 Personen-Haushalt (den ich früher nebenher zu meiner eigentlichen Arbeit gemacht habe) überfordert sie schon so ziemlich und sie fragt immer ob wir nicht noch jemanden einstellen wollen für die Wäsche (wir haben eine Waschmaschine und Trockner).

Wenn man hier auf deutschem Standard leben will, dann ist es auf jeden Fall mindestens genauso teuer wie in Deutschland. Einen entscheidenden Vorteil habe ich durch den Standort allerdings, ich muss keine deutschen Steuern mehr abführen und hier zahle ich nur ein Bruchteil dessen was ich in Deutschland hatte zahlen dürfen. Insofern habe ich die Kosten lang wieder heraus…

Alles in allem sollte es nicht nur eine Kostenfrage sein wenn man daran denkt in ein anderes Land zu ziehen – man sollte sich ferner gründliche Gedanken über die dortige Lebenssituation machen, über die Mentalität der Leute, die Arbeitsbedingungen etc. – auch wenn dies sicherlich vorher nur schwierig absehbar ist. Wichtig ist auch denke ich, dass man sich dort nicht gleich zu sehr bindet (durch Hauskauf, Heirat, Arbeitsvertrag oder irgendwelche Investitionen) sondern in dem Land seiner Wahl erstmals nur „auf Probe“ lebt und schaut wie man so zurecht kommt. Auf jeden Fall sollte man ein gutes finanzielles Rückhaltepolster mitbringen, besonders in Ländern in denen es keine soziale Absicherungen gibt…

Auf jeden Fall ist es aber eine interessante und bereichernde Erfahrung im Ausland zu leben und ich hätte gut Lust nun in ein anderes Land zu ziehen – ein etwas westlicheres vielleicht wie z.B. USA, Australien oder Neuseeland. Aber jetzt bekommen wir erstmal noch einen Nachwuchs und da muss ich wohl doch andere Prioritäten setzen… 😉

Peru

Eine Sicht auf die ärmeren Barrios in den Berghängen Limas

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Dies ist ein Beitrag von Divena.
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48 Antworten
  1. Ellen
    Ellen says:

    es ist für mich immer schockend, wenn ich irgendwann über die bedeutende Unterschiede zwischen Europa und Südamerika höre. Vor ein paar Jahren waren wir in Ecuador (Quito), da gab es richtig eine Armut, aber die Leute waren trotzdem positiv und hatten wirklich welche Lebensfreude.

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Hi Ellen, ja die Armut ist hier gravierend und die Unterschiede zwischen reich und arm eklatant. Es ist auch schwierig sich einzufinden wenn man nicht unbedingt in der Reichen-Liga mitspielen will oder kann… Tja und wenn man Galgenhumor als Lebensfreude bezeichnet, ja dann sind die Leute hier voller Lebensfreude… 😉

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  2. caroline@horoskopanalysen
    caroline@horoskopanalysen says:

    Den Schritt nach Südamerika zu gehen, finde ich wirklich mutig. Ich hatte auch so eine Idee und stellte mir Uruguay toll vor zum Leben. Ich habe mir dann die Gegend in meinem Urlaub angeschaut und gleich entschieden, nee das ist nichts für Dich hier. Ja der Standard in Deutschland ist sehr hoch und man muss für alles zwangsmäßig zahlen, das nervt mich auch total und auf einen grünen Zweig bei der ganzen Arbeit, die man so verrichten muss, komme man auch irgendwie nur sehr mühsam. Es ist schwer, sich aus dem Hamsterrad zu befreien. Ich werde daran vorerst in Deutschland arbeiten, da man ja bekanntlich seine Probleme überall mit hinnimmt. Und hoffentlich dann wieder Urlaub machen können – gerne nocheinmal in Südamaerika.

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Bevor man den Schritt macht in ein anderes Land zu ziehen (sei es nun Südamerika oder sonstwo) sollte man drei Dinge beherzigen – 1. Das Einkommen sollte geregelt sein, 2. Man sollte der Sprache mächtig sein und 3. auf den deutschen Lebensstandard verzichten können… Wenn du alle drei Punkte mit ja beantworten kannst, dann nichts wie weg aus Deutschland!

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  3. Sindi
    Sindi says:

    Für ein Europaeer wie ich ist es kaum zu verstehen, wie da die richtige Situation ist. Es gibt gar keine Romantik in der Armut; mein Mann ist in Paraguay geboren und hat bis der Uni dort gewohnt aber er möchte nie mehr zurück. Wir waren nur einmal in den 20Jahren seine Verwandten zu besuchen. Er hatte ja ganz brutale Erfahrungen, was wir als Touristen nie verstehen werden.

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Das stimmt leider – die Armut hat rein gar nichts romantisches… Die Leute leben von heute auf morgen und haben praktisch nichts ausser ihrem nackten Leben und das ihrer Kinder, für das sich zu kämpfen lohnen würde, keine Perspektive und keine Chance auf Besserung. Es ist egal ob die Kinder gut sind in der Schule oder nicht, ohnehin können sie nicht auf eine Ausbildung in irgendeiner Form hoffen, geschweige denn auf eine geregelte Arbeit… Fehlende Aufklärung tut ihr übriges – jedes vierte Mädchen wird schwanger bevor sie ihren Schulabschluss schaffen kann und wird dann in der Regel von ihrer Familie verstossen. Ich kann gut verstehen, dass Deinem Mann dies alles zu nahe geht, da er es wohl selbst erlebt haben muss. Wenn man in den besseren Stadtteilen Limas lebt bekommt man von alledem wenig bis gar nichts mit und ich kenne keinen, der freiwillig in die Armensiedlungen gegangen wäre… Wegen des grossen Sicherheitsrisikos versteht sich.

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  4. Kunstpflanze
    Kunstpflanze says:

    Hey Ellen

    oha, na Peru ist ein Land das ich gerne mal bereisen würde, ich kann mir vorstellen das es im Inland auch sehr sehr schöne Plätzchen gibt und eine aussergewöhnliche ( für uns europäer ) vegetation. Ob ich da nun Leben mag, nun ich glaube das weisst du besser als wie alle anderen denn dur wirst ja nicht nur vom Urlaubsgefühl überrascht sondern hast dort den alltag kennengelernt und erkennst sicherlich nun auch den unterschied zwischen einem europäischen standard und dem von Südamerika

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Hi – ich bin zwar nicht Ellen, aber egal. 😉
      Ja Peru ist landschaftlich und vegetativ gesehen sehr aussergewöhnlich, da es hier sämtliche Klimazonen gibt (Vom Hochurald, Steppe, Strand bis hin zum Amazonas Dschungel) und man kann in Lima, Cusco oder Arequipa auch fast auf europäischem Standard leben nur ist der dann natürlich mindestens genauso teuer wie in Deutschland… Als Tourist nimmt mein ein Land ohnehin vollkommen anders war als wenn man hier eine zeitlang lebt… Auf jeden Fall ist Peru natürlich eine Reise wert, hier gibt es soviel zu entdecken!

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  5. mike
    mike says:

    Hi Divena,

    Du bist auch nun nach einiger Zeit in Südamerika in einer Art Blues auf ALLES, was Du dort erlebst. Glaub mir, das wird auch nicht besser werden, evtl. kannst Du ja mal einen Urlaub in Europa bei Deiner Familie machen, nach einiger Zeit wirst Du dann wieder wissen warum Du da unten bist und wieder runter wollen. Es sind Etappen, welche die meisten Auswanderer durchmachen, mir ist es auch nicht anders ergangen.
    Vielleicht würde es schon reichen, Du kämst mal ein wenig raus aus Lima. Sprich mal mit Deinem Mann, ein Ausflug ins Gebirge, oder in den Norden, einfach nur mal ein paar Tage raus, das hilft evtl. schon. Mal an den Strand, ein paar Mui-Muis einfangen, auch das hilft schon…
    also Kopf nicht hängen lassen!

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Naja mein Blues kommt wahrscheinlich davon weil ich momentan das Bett hüten muss, aber Du hast recht sobald es mir wieder besser geht wäre ein Ausflug wirklich toll! Danke für die aufbauenden Worte! Die Etappen sind wahrscheinlich normal, ab und zu hat man wohl einfach nur etwas Heimweh…

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  6. Danilo
    Danilo says:

    Viele der Probleme kenne ich. Lima ist halt eine Grossstadt, gefällt mir eigentlich nicht so. Ich mag Pucallpa oder Huánuco viel lieber :) Dort kannst du wohl auch schneller persönliche Kontakte knüpfen.

    Meiner Meinung nach eines der Wichtigsten Dinge ist die Integration. Dafür muss man einiges an europäischen Gewohnheiten und Lebensstandards ablegen. Aber das ist ja das selbe, das wir in Europa von den Einwanderern fordern.
    Und es kann bestimmt viele „Barrieren“ gegenüber den Menschen abbauen.

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  7. Franc
    Franc says:

    Der Spagat zwischen Peru und Deutschland scheint schwierig zu sein. Ich habe nur Erfahrungen mit europäischen Ländern – und hier ist es schon nicht einfach.

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  8. Eva
    Eva says:

    Divena, Ich bin Peruanerin und ich lebe in Deutschland seit 7 Jahren, natürlich könnte ich eine genauso lange Liste der Beschwerden über das Leben und die Menschen in Deutschland machen, aber das wäre nichts neues, weil ich es jeden Tag von jeden Ausländer dasselbe höre.
    Leider, zufällig habe ich dein Post gelesen… und plötzlich erinnerte ich mich an Einstein als er sagte: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
    Wenn du sympathischer sein würdest und mehr auf die Leute in deine Umgebung zu gehen würdest, könntest du die Menschen besser verstehen, z.B. die meisten latino Männer „piropean“ alles was ein Rock trägt, sei sie blond oder nicht. (Achtung, das Wort „piropear“ gibt es nicht in Deutsch, ich vermute weil es die deutschen Männer kaum machen).
    Ich könnte dir auch sehr gute Läden empfehlen wo Süßigkeiten von gute Qualität verkauft werden, es gibt auch viele vertrauenswürdige Taxifahrer die du per Telefon bestellen kannst usw … natürlich alles was Gut ist hat sein Preis. Sowohl in Deutschland als auch in Peru mit Geld erreicht man mehr.
    Als Abschluss, wenn du mir es erlaubst, empfehle ich dir auch etwas zu unternehmen um das Leben zu verbessern anstatt die Energie in sinnlose Kritiken zu verschwenden. Ich (und sicherlich viele weitere Peruaner) hoffe dass du eines Tages deine innere Rühe findest.
    Eva

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Wie immer wenn ich über meine Eindrücke und Erfahrungen in Peru beschreibe fühlen sich die Peruaner auf den Slips getreten und werfen mir gleich Beleidgungen zu…
      Ich kritisiere nicht sondern beschreibe dass, was mit hier tagtäglich begegnet.
      Deine Reaktion erinnert mich an die Fotoausstellung meines Vaters, der ein paar Wochen in St. Petersburg (Russland) war und dort das Leben fotografisch in all seinen Facetten dokumentierte – als er dann die Leute aus St. Petersburg zu seiner Ausstellung einlud waren diese entsetzt und aufs extremste beleidigt, weil er eben nicht nur die schönen Seiten der Stadt fotografiert hatte sondern auch deren Kehrseiten, die schäbigen Hinterhöfe und die Leute, die in bitterer Armut leben…
      Ich habe kein Problem damit, wenn jemand von den negativen Seiten des Lebens in Europa berichtet, im Gegenteil.

      Gestern ging ich die Strasse am Ovalo Higuereta in Surco entlang wiel ich meine Tochter von der Schule abgeholt hatte und ein Mann vor uns drehte sich plötzlich um und riss mir meine feine goldene Kette vom Hals – ein Geschenk meines Mannes, das ich seit 4 Jahren trug, nicht riesig wertvoll aber für mich schon. Nun das war eine Erfahrung, die ich nie zuvor machen durfte und auch das gehört zu Peru. Ich schreibe darüber, damit andere besser vorbereitet sein können – auf das was sie erwarten kann und damit ihnen möglichst nicht auch dergleichen passiert… Wie jeder Erfahrungsbericht ist auch meiner vollkommen subjektiv, aber ähnliche Geschichten höre ich auch von den anderen Ausländern, die in Peru leben.

      Ich verstehe die Leute hier schon, ich frage dazu auch viel meinen Mann und dessen Familie, wenn ich was nicht verstehe, aber darum geht es nicht, denn Verstehen bedeutet nicht akzeptieren oder gutheissen. Mein (peruanischer) Mann sagt immer zu mir halt dich fern von den Leuten, sieh Männer niemals in die Augen – vorher hatte ich die Angewohnheit jedem fest in die Augen zu blicken und freundlich anzulächeln, was zu grossen Missverständnissen führte, denn die dachten dann immer gleich ich hätte ein weitergehendes Interesse, dabei war ich bloß höflich (selbst mein Mann hatte eine Weile gebraucht um zu verstehen, dass ich in solchen Fällen tatsächlich kein Interesse an anderen Männern hatte). Das sind Dinge über die ich schreibe, damit deutsche Frauen wissen wie sie sich in Peru verhalten sollten ohne von den Peruanern missverstanden zu werden oder im schlimmsten Fall als Schlampe und dergleichen abgeurteilt zu werden – nur weil sie das für Europäer übliche Mass an Freundlichkeit gezeigt haben… Für Europäer ist diese Denkweise teilweise kaum nachvollziehbar und nur wenige haben da einen tieferen Einblick in die Umstände, daher kann mein Bericht verstehen helfen. Es hilft nichts die Dinge zu beschönigen, es geht darum besser damit klarzukommen, was allgemein als kulturelle Unterschiede bezeichnet wird.

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  9. Ann K. Brown
    Ann K. Brown says:

    Großen Beitrag! Ich habe Peru einmal besucht und es ist ein tolles Erlebnis! Ich hoffe, ich kann diesen Ort wieder zu besuchen.

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  10. Franzis
    Franzis says:

    Also diese Anmache auf der Straße ist nicht nur in Peru verbreitet sondern in ganz Lateinamerika. Es gehört einfach zum Leben dazu und auch wenn es blöd klingt, viele Frauen empfinden dies als ein Kompliment. So wird ja auch jede Frau mit Mi amor angeredet, dafür würde es in Deutschland wohl Prügel geben :)

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  11. Grischa
    Grischa says:

    Hmmm…

    Ich war nun schon mehrere Male in Südamerika (jeweils für einen Monat ca.) und habe eine Frau, die Verwandtschaft dort hat. Und ja, ich kann bestätigen, dass Deine Eindrücke zutreffen.

    ABER..

    Ich verstehe nicht, dass man nach Südamerika auswandert (und dann auch noch nach Peru!), wenn man deutsche und europäische Standards sowie Kultur für sein Wohlbefinden benötigt? Meine ernst gemeinte Frage dazu: Was hat Dich bewogen, das zu tun? Hast Du vorher mal eine Probezeit (ab von Kurzurlauben) genommen?

    Es irritiert mich z.B. total, dass Du im Zusammenhang „Geruchsbelästigung“ beschreibst, dass Du die Peruanische Familie Deines Mannes nicht mehr besuchst.. Ich habe drüben viel Zeit mit der Verwandtschaft meiner Frau verbracht und ich kann ohne Einschränkung sagen: Ich habe sie geliebt! Ich freue mich jedesmal tierisch darauf, sie wieder zu sehen. :) Sie sind chaotisch, manche ihrer Wohnungen sind aus Europäischen Gesichtspunkt inakzeptabel.. Aber hey! Ich habe extrem schöne Zeiten mit diesen absolut liebenswerten Menschen verbracht, die mich sofort wie ein Familienmitglied aufgenommen haben.

    Dass Dich das Hinterherpfeifen der Männer so extrem stört (aggressiv macht), zeugt auch nicht gerade davon, dass Du Dich eingehend mit deren Kultur beschäftigt hast, um es rundheraus zu sagen. Ich weiß nicht, wie das in Peru ist (dafür war ich da zu kurz und nur als Gringo unterwegs), aber z.B. in Brasilien ist das mehr ein Spiel, das beide Geschlechter spielen: Die Männer übertreffen sich mit immer absurderen Komplimenten und die Frauen feixen sich einen über klägliche Versuche oder grinsen, wenn ein Kompliment geglückt ist. Klar: Aus unserer Tradition heraus ist das ein komplett anderes Frauenbild, aber Du bewegst Dich halt auch nicht in „unserer Tradition“ da drüben..

    Zur Goldkette möchte ich ein Erlebnis von mir zum besten geben: Als ich im Amazonas unterwegs war und unser Führer im Gespräch erfuhr, dass ich Informatiker bin, meinte er zu mir: „Du bist für mich ein Bill Gates“. Und damit meinte er nicht mein Wissen, sondern er verglich mich mit dem Millardär Bill Gates. Ich halte mich für alles andere als reich, ich komme über die Runden. Aber im Vergleich mit ihm: Während ich mir einen Flug von Europa nach Brasilien leisten konnte, um dort mit Führer Dschungeltouren durch den Amazonas zu machen und das Land zu bereisen, hatte mein Führer in seinem Leben nicht viele Reisen außerhalb seines Bezirks machen können und sparte gerade sein Geld für einen Gettoblaster. Ist es da nicht verständlich, dass wir in deren Augen wie Goldesel durch ihre Armut laufen, erst recht, wenn man dies mit dicken Fotoapparaten vor den Bäuchen oder eben Goldketten um den Hals tut? Für diese Menschen ist so eine Goldkette ein irres Vermögen, und der Träger sieht so aus, als wenn er sich den Verlust locker leisten könnte..

    Zur Prügelstrafe: Inakzeptal. Klar. Ich würde mein Kind so etwas nicht aussetzen (und deshalb nicht mit Kind nach Peru ziehen).

    Unterm Strich machst Du auf mich den Eindruck, als wenn Du völlig unvorbereitet in ein unbekanntes Land gezogen wärst. Warum hast Du Dir nicht wenigstens ein etwas Europäischeres Land wie z.B. Argentinien ausgesucht (da lebt der größte Teil der genannten Verwandschaft)? Das ist nicht so ein krasser Sprung ins kalte Wasser und ermöglicht Eingewöhnung.

    Bitte entschuldige, wenn ich Dir zu nahe getreten bin mit diesem Kommentar. Das ist eigentlich nicht meine Absicht. Aber ich wundere mich doch sehr, warum Du diesen Schritt auf diese Weise unternommen hast..

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Hi Grischa, danke für den langen Kommentar…

      Also ich bin vorher 6 Jahre lang immer wieder in Peru gewesen, unverobereitet kam ich daher nicht hierher und dass wir hingezogen sind hängt mit dem Job meines peruanischen Mannes zusammen und mit der Tatsache, dass er sein Land vermisste und nun ich an der Reihe bin mich da anzupassen, einfach der Gerechtigkeit halber…

      Meine peruanische Familie besuche ich natürlich nach wie vor, verstehe daher nicht wie Du auf eine gegenteilige Behauptung kommst.

      Manchmal hat man einfach ein wenig Frust (den Post habe ich geschrieben, da ich totale Bettruhe verordnet bekam – etwas was für mich so ziemlich das Schlimmste überhaupt ist, da ich nie untätig sein kann), es gibt einfach Dinge, die einem als Europäer nach ner ganzen Zeit einfach auf den Keks gehen (und was einen in 4 Wochen Urlaub nicht so auffällt), dazu gehören z.B. aufdringliche Männer und deren Hintergepfeife (damit werde ich wohl nie etwas anfangen können) oder der grundsätzlich ziemlich miese und unfreundliche Service.

      Aber im Grossen und Ganzen komme ich hier sehr gut klar, ich bin ja auch recht genügsam.

      Es gibt immer viele Dinge, die man im Vorfeld in der Form nicht absehen kann und mit denen man sich arrangieren muss. Für Südamerikaner ist das Leben in Deutschland auch kein Zuckerscklecken, wo Diskrimminierung und Rassismus an der Tagesordnung sind, davon kann mein Mann jedenfalls ein Lied singen und dies war mit einer der Gründe warum er unbedingt zurück wollte…

      Was meine Goldkette betrifft, war dies nur ein ganz feines Kettchen mit einem kleinen bescheidenen Anhänger – etwas wofür der Dieb wahrscheinlich nur 50 Soles bekommen hat… Ich sehe hier viele Peruaner mit richtig dicken Goldketten durch die Gegend laufen, die mindestens 1000 Dolar reinen Goldwert haben, etwas das Europäer z.B. kaum tragen. Mit Handtasche, Fotoapparat oder Uhr bewege ich mich draussen jedenfalls nicht.

      Auch ich bin in die Familie meines Mannes sehr herzlich aufgenommen worden – aber nach einiger Zeit merkt man doch auch die Distanz und dass man für die immer irgendwo der Gringo/Gringa bleiben wird, eine Erfahrung, die Du sehr wahrscheinlich leider auch machen würdest, wenn Du hier lebtest. Die Fassade ist eben alles und ich bin manchmal schockiert, wenn ich die Leute extremst übel reden höre – über die anderen Gringos z.B., die der Familie angehören (und die sie solange sie hier zu Besuch waren aufs freundlichste empfangen haben), da möchte ich dann lieber nicht wissen, was sie im Endeffekt über mich reden. Kleine Dinge werden da riesig aufgebauscht z.B. hatte die deutsche Freundin meines peruanischen Schwagers auch mit anderen Männern als ihm auf einer Geburtstagsparty Salsa getanzt (nur getanzt und nichts weiter) – wow o wow war das ein Eklat in der Familie hinterher, stundenlange Diskussionen über den Habitus deutscher Frauen folgte (was für Schlampen das ja ganz im Allgemeinen seinen, kein Respekt, untreu, falsch etc.) – wovon sie selbst aber gar nichts mitbekommen hatte… Sie ist ein ganz normales deutsches Mädel und war zu dem Zeitpunkt schon 4 Jahre (treu) mit dem Bruder meines Mannes zusammen. Dies ist nur ein Beispiel von vielen und dies sind eben auch Dinge die bekommt man erst dann mit, wenn man wie gesagt hier ein paar Jahre lebt.

      Zum Glück sind nicht alle aus der Familie so und an diese wenigen halte ich mich, zu dem Rest bin ich auf Distanz gegangen, meine Erfahrung ist auch, dass der Teil der Familie meines Mannes aus Pisco (allesamt afrikanischer Urabstammung) wesentlich lockerer und direkter drauf sind und ich bin sehr gern dort zu Besuch, auch wenn deren Haus kurz vorm Zusammenfallen ist und alles dreckig und verkommen, hauptsache man verliert seinen Humor nicht meinte die Tante… 😉 Und trotz ihrer wirklich bitteren Armut hat mich dort auch noch nie jemand um Geld gebeten! Es ist also auch alles eine Frage der Kultur und Mentalität.

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  12. Paatrick
    Paatrick says:

    Sehr aufschlussreich der Report! Ich bin ja ein Fan von so Sendungen wie auf-und-davon, wo man mal sieht, wie es Leuten ergeht, die sich auf solch ein Abenteuer einlassen. Die meisten erleben zunächst einen Kulturschock, was eig. klar ist, aber viele merken auch nach längerer Zeit, dass es alles doch nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt haben. Aber meinen Respekt haben alle, die sich auf sowas einlassen.

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Jedes Land hat seine eindeutigen Vor- und Nachteile, da ist das Heimatland auch nicht von ausgeschlossen aber es dient zwangsläufig als Referenz zur neuen Heimat und auch wenn man es nicht möchte zieht man doch auch oft Vergleiche. Im Grossen und Ganzen komme ich hier gut zurecht, auch wenn der soziale Kontakt nur spärlich bis gar nicht vorhanden ist, da mein Mann jeden Tag bis 10.00 h arbeitet. Am WE unternimmt er lieber nur was mit seinen Freunden, so wie Fussballspielen z.B. (der Sport ist ihm wichtig) – gemeinsam weggehen ist hier auch fast unmöglich bzw. bei den Latinos gar nicht üblich… Ich denke dies sähe auch schon wieder anders aus, wenn man als rein deutsches Pärchen irgendwohin auswandern würde, dann haben beide diesselben Ausgangsvoraussetzungen und es würde sich nicht in zwei vollkommen verschiedene Freundeskreise splitten, die nicht wirklich miteinander vereinbar sind (weil einerseits deutsch und weiblich und andererseits peruanisch und männlich… :/). Dies gehört zu den Dingen, die ich mir vorher irgendwie anders vorgestellt hatte und die nicht absehbar waren.

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  13. Caro
    Caro says:

    Hallo einmal 😀

    Ich lese hier grad deinen ganzen Blog durch und bewundere deine Intensität, wie du deine Berichte und Erfahrungen schreibst. Meine Anerkennung hast du, dass du dich das getraut hast auszuwandern… nach Peru noch dazu =)
    Als erstes möchte ich ein bisschen meine Situation beschreiben, da du dann vielleicht besser verstehst, worauf ich gerne hinausmöchte. Also ich bin noch ziemlich jung – 21 um genau zu sein und Österreicherin. Vor 3 Jahren flog ich das erste mal nach Lima – und traf dort – pathetisch ausgedrückt – die Liebe meines Lebens (natürlich kann man das nicht so sagen – aber Hugo ist mein Seelenverwandter wenn man so sagen will und we are made for loving each other). Ich flog natürlich so oft es ging wieder nach Lima – und dazwischenl führen wir eine Fernbeziehung (das schlimmste, was es gibt) da ich noch studiere und Hugo zu Hause lebt, bzw in Lima arbeitet. Natürlich kann das so nicht weitergehen – und ich spielte schon oft mit dem Gedanken, dass ich einfach mein ganzes Zeugs zusammenpacke und auf dem Weg nach Lima bin – natürlich einfacher gesagt, als jemals getan. Vertrauen zwischen Hugo und mir ist immens und auch seine Familie hat mich so herzlich aufgenommen – dass ich ein normales Mädl bin,weder verzogen noch „reich“ (ich weiß dass es schwer ist, den Peruanern zu erklären, dass Gringos nicht autmatisch reich sind – aber in ihren augen sind wir das einfach, weil der europäische Standard einfach der höchste ist) – und ich könnte mir auch wirklich vorstellen dort zu leben, da mir mein Lebensstandard nie so wichtig ist/war – Hauptsache a Dach übern Kopf, ein Bett und was zum Essen (mein Freund lebt in der mittleren Gesellschaftsschicht, besitzen einen Internetanschluss, Festnetz, Handys, Fernseher, Playstation, Waschmaschine und das alles … d.h. auch wenn ich eine Zeit bei ihnen wohnen würde, wäre die Umstellung nicht ganz so dramatisch, wie anderswo). Nicht, dass ich mich jetzt schmarotzerisch bei ihnen daheim einnisten möchte, aber für den Anfang hätte ich mal eine Unterkunft um länger dort zu leben. Ich war auch bei der österr. Botschaft in Peru (eure ist um einiges größer! :) ) und dort hat man mir nur ewig lange und ungeduldig erklärt, dass es praktisch unmöglich ist, dass Hugo ein Visa nach Österreich bekommen würde – also hohe Kosten, viele Nachweise (bis hin zur Flugreservierung) und eine Einladung, die ich bei der Fremdenpolizei in Wien machen muss. Nachdem das mit dem Auswandern im Moment keine Rolle spielen wird (ich glaub, meine Eltern reißen mir den Kopf ab, wenn ich sagen würde, dass ich jetzt „einfach weg bin“) und daher konzentriere ich mich im Moment darauf, dass Hugo mich einmal besuchen kommen soll, auch wenn das sehr zeitaufwendig, teuer und nervenaufreibend wird. Daher wollte ich dich fragen, wie du es geschafft hast, mit deinem Mann in Deutschland zu leben bzw. ob du dich mit Visa auskennst. Ich bräuchte nämlich endlich jemanden, der das selbst erlebt hat und Erfahrungen austauschen kann – deswegen bin ich ja so glücklich, dass es Leute wie dich gibt, die Blogs schreiben und auch selbstgemachte Erfahrungen weitergeben :) Falls du hier nicht antworten möchtest, kann ich dir auch gerne meine private Email Adresse geben, zum Austausch von Informationen :) Ich entschuldige mich, wenn ich zu viel geschrieben habe oder von dir etwas erwarte, was du nicht erfüllen möchtest bzw. das alles zu umständlich zum Antworten ist, ich bin trotzdem für jeden noch so kleinen Hinweis sehr dankbar! :)

    Ich schicke dir liebe Grüße nach Lima und würde mich auf eine Antwort freuen,
    Caroline

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    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Liebe Caro, vielen Dank für Deinen langen Kommentar… es freut mich sehr, dass Du in Hugo Deine grosse Liebe gefunden hast und ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig sein muss ihn nach Österreich zu bringen. Ich hatte meinen Mann damals in D kennengelernt, als er von seiner ersten Frau getrennt lebte und schon das deutsche Aufenthaltsrecht hatte, daher stellte sich uns diese Problematik zum Glück nie.

      Grundsätzlich ist Dein Problem vielleicht gar nicht mal so sehr die ganzen Visabestimmungen als vielmehr eure konkrete gemeinsame Zukunftsplanung. So wie es klingt wäre es wohl eher unsinnig, wenn Du Dein Studium abbrechen und zu Hugo nach Lima gingest – so wärest Du zwar bei Deinem Schatz, aber auch von diesem vollkommen abhängig und ohne grosse Perspektiven hier in Lima. Dies ginge vielleicht zwei, drei Jahre gut, aber letztendlich würde es nur immer schwieriger werden, schließlich wirst Du ja auch einen gewissen Ehrgeiz haben es im Leben zu etwas zu bringen, nicht wahr?

      Eine Liebe über eine so grosse Distanz und mit derartigen Hindernissen erfordert sehr viel mehr Mut und konkretes Handeln um bestehen zu können als normalerweise üblich. Im Klartext bedeutet das, dass ihr beide wenn ihr wirklich zusammen sein wollt im Prinzip dies realistisch gesehen nur durch eine Heirat und Hugos Übersiedelung nach Österreich realisieren könnt. An Deiner Stelle würde ich ihm genau dies zur Auswahl stellen: entweder er heiratet Dich und kommt zu Dir nach Österreich oder Du wirst keine Perspektive mehr für euch beide sehen und Dich von ihm trennen. Wenn er Dich wirklich liebt wird er darauf eingehen und wenn nicht, dann wird er irgendwelche Ausreden vorschieben, dann weisst Du auch ganz klar woran Du tatsächlich bei ihm bist und dass ihr beide im Grunde nie eine wirkliche Chance gehabt habt. Dies klingt vielleicht hart, aber es ist im Grunde leider so (alles andere sind letztlich nur Träumereien). Ein Mann der eine Frau wirklich liebt wird Himmel und Hölle in Bewegung setzen um mit ihr zusammen sein zu können – Hugo ist Peruaner – er wird dies sehr genau verstehen und wissen worum es Dir dabei geht und entsprechend reagieren.

      Wenn Du aber selbst Angst vor einem so konkreten Schritt hast, dann solltest Du vielleicht lieber selbst überlegen ob Hugo wirklich der Richtige für Dich ist – wenn Du Zweifel hast und Dir nicht sicher bist ob Du ihn dafür genug liebst, dann trenne Dich besser! Ich weiss dies klingt nicht besonders romantisch, aber im Endeffekt ist es immer besser der Wahrheit ins Auge zu sehen als seine Zeit mit unrealistischen Träumereien zu vertrödeln… Wenn ich meinem Mann nicht auch mal ein klares Ultimatum gestellt und von ihm ganz konkrete Zugeständnisse mir gegenüber gefordert hätte, dann wären wir heute sicherlich nicht mehr zusammen, geschweige denn verheiratet! Ein Mann und gerade ein Peruano hat mehr Respekt für eine Frau, die ganz klar etwas von ihm fordert als für eine, die ihm hinterherläuft und alles für ihn tut… Gringas haben übrigens bei den Peruanos leider allgemein den Ruf, dass sie sich billig herschenken! Allein deswegen würde ich mich schon nicht zu sehr dafür ins Zeugs legen und alles in Bewegung setzen, nur dass Hugo mal zu Besuch nach Österreich kommen kann ohne selbst etwas dafür tun zu müssen und ohne jede Verpflichtung seinerseits. Fordere dieses Ultimatum von ihm und Du wirst genau wissen woran Du bei ihm bist – seine erste Reaktion wird da schon sehr aufschlussreich sein… Was hast Du schon zu verlieren? Riskiere es ruhig!
      Nun mache ich aber lieber Schluss, vielleicht hilfts Dir ja doch etwas, wer weiss…? Auch wenn´s vielleicht nicht gerade das ist wonach Du gefragt hast… 😉

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    • Luisa
      Luisa says:

      Hey Caro,
      ich habe gerade zufällig deinen Kommentar gelesen und ich bin gerade in einer sehr ähnlichen Situation. Ich habe meinen Freund während einem FSJ kennen gelernt und wir führen seitdem ebenfalls eine Fernbeziehung, da ich noch studiere.
      Auch uns wurde oft gesagt, dass es fast unmöglich ist ein Visum für Deutschland zu bekommen. Wir haben es trotzdem versucht und bis gestern war mein Freund insgesamt zwei Monate hier.
      Ich glaube ich würde an deiner Stelle das Risiko eingehen das Geld für die Beantragung des Visums, die Einladung und die Reservierung zu verlieren. Vielleicht sind die Chancen doch nicht so schlecht wie alle behaupten…Außerdem hat dein Freund so auch die Möglichkeit sich das Leben hier mal anzuschauen und deine Heimat und deine Familie kennen zu lernen.
      Liebe Grüße,
      Luisa

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  14. Klara
    Klara says:

    Das könnte aber echt schockierend sein! Ich bin immer erstaunt wie grosse Unterschiede zwischen verschiedenen Laendern sein kann…

    Antworten
  15. Tom
    Tom says:

    Oh ja, Peru ist ein wirklich traumhaftes Land.

    Ich war nun schon viermal in Peru! Mein letzter Besuch ist leider schon zwei Jahre her. Vielleicht klappt es ja diesen Herbst …

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  16. Andreas
    Andreas says:

    Leben in Arbeiten in Peru ist das eine, das stellt für uns Europäer sicherlich eine große Herausforderung dar. Es ist eine große Umstellung notwendig um sich an die dortigen Bedingungen und Standards zu gewöhnen. Als Urlaubsland ist Peru aber auf jeden Fall Spitze. Allein die vielen Klimazonen und die Weite sind ein Erlebnis

    Antworten
  17. Jonas
    Jonas says:

    Sehr interessante Einblicke in dein Leben in Peru! Ich möchte auch nochmal für eine längere Zeit im Ausland leben und finde es sehr interessant zu lesen, was Du aus Deutschland alles vermisst!

    Antworten
  18. Aveda
    Aveda says:

    Sieht man mal – alles hat seine Vor- und Nachteile. Aber diese Erfahrung die du machst, würde ich ja gerne auch mal machen. Ich bin ein Mensch der viel Abwechslung braucht und gerne neue Orte erkundet. Vielen Dank aber, dass du deine Erlebnisse und Erfahrungen mit uns teilst. Das macht es für mich leichter, endlich mal den Schalter umzulegen und meine Sachen zu packen^^

    LG Melanie
    Aveda

    Antworten
  19. Rudi
    Rudi says:

    Die Leute sind halt verschieden… Meine Frau kommt aus LIma, wir wohnen in Bayern,
    und wenn unser Töchterchen nicht wäre, sie ginge wohl zurück nach Lima „weil dort alles viel besser ist“, wie sie sagt. Ich kenne Lima auch ein wenig und sehe das eher so wie du.

    Antworten
  20. Petra
    Petra says:

    Ich war mit meinem Mann von 5/2011 bis 03/2012 in Lima und bin so was von happy, dass wir wieder zurück in Dtld sind, das kann man sich kaum vorstellen. Der Moment, als ich Anfang April den Fuß auf den Bahngleis meiner deutschen Stadt gesetzt habe, zählt zu den drei glücklichsten meines Lebens. Deshalb: Du hast mein vollstes Mitgefühl!! So wie alle meine deutschen Bekannten, die in Lima bleiben (müssen). Mit allem, was du geschrieben hast, hast du völlig Recht. Und dabei hast du das schlechte Wetter in 9 von 12 Monaten noch nicht mal erwähnt. ICH bin lieber in Dtld arm als in Peru reich. Und ich kenne beides. Herzliche Grüße, Petra

    Antworten
  21. Kathi
    Kathi says:

    Hi Divena, danke für deinen tollen Bericht, ich liebe es immer wieder hier bei dir zu lesen. Ich habe dieses Jahr selbst einen Peruaner geheiratet und auch wir stellen uns die Frage wo wir künftig leben wollen. Er möchte schon sehr gern irgendwann zurück aber zuerst einmal hier noch ein weiteres Studium (Politik und VWL) machen, um dann seinem Land zu helfen. Was ich sehr schön finde :-) Nun bin ich auch 39 und hier in Deutschland erfolgreicher als der Durchschnitt aber ich habe auch andere Zeiten kennen gelernt und mir ging es nicht immer so großartig. Könnte aber auch ohne den ganzen Schnick Schnack leben (aber ohne Nutella neeee und ich weiss, das ist nur schwer in peru zu bekommen, ich war im April einen Monat dort – Lima, Cusco, Chiclayo , Mancora alles drumherum….) ich freue mich, wenn ich mehr von dir höre, vielleicht kann ich dich ja in Lima auch einfach mal besuchen kommen. Ich würde mich freuen. :-) Liebe Grüße Kathi (auch in fb)

    Antworten
    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Hallo Kathi, das klingt alles ja sehr schön und gratuliere Dir zu Deinem peruanischem Mann… 😉

      Es ist etwas anderes in Lima zu leben als dort nur für ein paar Wochen hinzufahren. Grundsätzlich ist es sehr viel schwieriger in Peru über die Runden zu kommen als in Deutschland und um dort auf etwa denselben Standrad zu leben wie in D muss man schon einiges mehr ausgeben. Für viele unbekannt und daher wichtig zu wissen ist die Sache mit der Sicherheit, in Deutschland kannst Dich so ziemlich überall frei bewegen – in Peru keinesfalls! Ich kenne viele für die allein diese Tatsache ein Grund war wieder nach D zurückzukehren, besonders wenn man Kinder hat. Ich denke Du solltest Dir sehr genau überlegen, was Du in D aufgibst und ob es vielleicht auch möglich wäre für ein paar Monate nur mal probeweise das Leben in Peru zu erschnuppern ohne zuhause gleich alle Zäune abzubrechen… Viele stellen sich das Auswandern so einfach vor – aber das ist es leider nicht und Du glaubst nicht wie sehr man irgendwann die Heimat vermisst, das Essen oder einfach nur ein paar nette Menschen, die auf einer Augenhöhe mit Dir sind und Dir vorbehaltslos begegnen (und nicht nur immer die Gringa mit Geld in Dir sehen). Vielleicht ließt Du mal die Kommentare zu meinen Peru-Postings hier im Blog und Du wirst feststellen, dass es für die meisten leider eine eher negative Erfahrung war in Peru zu leben. Natürlich ist es vor allem abhängig von den Leuten, die Dich dort umgeben und davon wie gut Dein spanisch ist, wirklich integriert wirst Du aber höchstwahrscheinlich nie sein. Nutella gibt es aber in jedem Plaza Vea, also das sollte jetzt kein Hinderungsgrund sein! 😉

      LG Divena

      Antworten
  22. David
    David says:

    Würde mal gerne wissen, wie dir das Essen in Peru schmeckt? Würde mich als Hobby Koch mal interessieren. Ist ja bestimmt für Europäer sehr anders als die heimische Küche???

    Antworten
    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Ganz ehrlich, also ich finde die peruanische Küche langweilig, fettig, fad und auf Dauer sehr eintönig. Es fehlt jegliche Art von Gemüse oder Soße, wenn man nicht scharf isst wie ich auch an Gewürz… Also wer auf Fleisch oder Fisch mit Reis oder Kartoffeln ohne jegliche Beilagen oder Soße steht, der kommt hier gut klar… 😉

      Antworten
  23. eweco
    eweco says:

    Hola, lange, eigentlich für heute viel zu lange las ich auf deinem Blog. Wie sitzen auf gepackten Koffern, Kisten und Kartons und die Umzugsspedition ist gebucht. Zwanzig Jahre zog meine peruanische Ehefrau mit mir durch die Welt, dreizehnmal – einschließlich Ortsumzüge – zogen wir um. Nun möchte sie sich um ihre hochbetagten Eltern kümmern und ich folge ihr. Unser kleiner Sohn (11) wird in die AvH zu Lima eingeschult. Da für mich nach wie vor gilt, dass Erfahrungsaustausch die beste (billigste) Investition ist, danke ich der Autorin und allen Kommentatoren – auch wenn vieles sehr pessimistisch klingt. Jeder sieht immer das, was er sehen will. Ich traue mir zum Beispiel auch zu, von D einen Bildband zu fotografieren, der Horror verbreitet. Bei heimkehrenden Kollegen, wenn der Vertrag nach Jahren ausläuft, beobachte ich oft das von mir benannte Heimgehsyndrom – d.h. sie machen im Land alles schlecht und vergessen all die Dinge, die sie einst genossen. Das erleichtert ihnen das Loslassen. Eine Bitte an dich und deine Leser: Nennt mir drei Problemfelder, die sich im vergangenen Jahrzehnt in D für den „kleinen Mann“ konkret verbesserten oder wo ihr denkt, könnte sich im nächsten Jahrzehnt etwas verbessern. Dafür wäre ich sehr dankbar. Während D für mich den Kulminationspunkt erreichte, kann es doch in PE nur noch aufwärts gehen. Bleibt gesund. Sachlich, kritisch und optimistisch Gruß eweco
    P.S. wenn ihr mehr über PE und mich wissen wollt, dann googelt mal unter „ewe auf reisen“

    Antworten
  24. Volker
    Volker says:

    Hallo,
    könntest du nicht den Hintergrund Deiner Seite ändern; es ist so für mich sehr schlecht lesbar?

    Ich lebe auch zeitweise in Peru; wenn mein Beruf es zulässt, habe dort auch Familie und werde wenn ich in 8 Jahren zumindest in Teilrente gehe dort jährlich 6 Monate verbringen.

    Es gibt nur eine Frage bzw. Problem das ich bis heute noch nicht zur Zufriedenheit lösen konnte; vielleicht hast Du hier eine Idee:
    Wie kann ich kostengünstig und sicher Geld nach Peru überweisen?

    viele Grüsse

    Antworten
    • Uwe
      Uwe says:

      Hallo Divena!
      Sehr gute und informative Beiträge, wenn teilweise auch schon einige Tage älter. Vieles kann ich bestätigen und auch ich bin nicht mit allem in Peru zufrieden. Meine Frau ist aus Iquitos (ich war vorher schon mit einer Limena verheiratet, hat aber nichht gehalten) und wir haben einen inzwischen 3 jährigen Sohn, wohnen und arbeiten noch in Deutschland, werden aber 2018 nach Iquitos gehen. Dort haben wir uns ein Haus gebaut, sind im Dorf (15 km vom Zentrum) anerkannt und leben jedes Jahr für 2-3 Monate dort. Peru kenne ich seit 1993 und habe viele Freunde dort, meist Peruaner und natürlich die Familie meiner Frau. Meine Erfahrungen sind nicht gleich aber sehr ähnlich. Ich wollte im Jahr 2000 schon mal unten bleiben aber aus heutiger Sicht zum Glück bin ich damals wieder zurück nach Deutschland gegangen. Man muss unbedingt ein gewisses Einkommen aus Deutschland haben um in Peru über die Runden zu kommen, deshalb auch erst 2018 werden wir nach Peru kommen, dann ist auch die letzte unserer Eigentumswohnungen bezahlt und wir haben dann unsere Grundeinnahmen aus der Vermietung. Ich habe auch schon viele in Peru kommen und gehen sehen. Aus eigener Kraft haben es die wenigsten geschafft, einer von Ihnen war Sepp Schauberger aus Chaclacayo / Garmisch Partenkirchen, der Erfinder des Oktoberfestes in Lima. Leider wurde er vor 3 Jahren von seinem eigenen Wachmann erschossen, wir kannten uns gut. Wenn Du mal Wurst nach deutschem Rezept brauchst und ich gerade in Peru bin (meist zwischen November und Februar) dann melde Dich, ich werde die Wurst und Senfproduktion ab 2018 auch als Negocio richtig anmelden. Schreib weiter über Deine Erfahrungen und gib nicht auf, es ist immer schön ein paar Landsleute in Peru zu haben.
      Gruß Uwe.

      Antworten
  25. Andreas Rappold
    Andreas Rappold says:

    Hallo EWE auf Reisen
    Werde in Kürze auch berufsbedint nach Lima gehen und würde dich gern einige Dinge fragen.
    Deine Webpage hat mich begeistert und ich denke du bist der geeignetste Gesprächspartner in Sachen „Auswandern“
    Wenn du Zeit und Lust hast würde ich mich über deinen Kontakt freuen. Meine email ist asmountain@sapo.pt

    Gruss ANDY

    Antworten
  26. Alina
    Alina says:

    Bin über Ihren Bericht und über mehr als herablassende Art sehr schockiert.
    Kein Wunder, dass Sie in Peru Schwierigkeiten haben.
    Sie leben in einem völlig anderen Kulturkreis und die Menschen in Peru sind nun mal keine Deutschen-Arbeitsmaschinen, sondern lieben es gemütlicher.
    Es ist traurig, wie typisch deutsch meckern und mosernds Sie sind. Was tun Sie für dieses schöne Land, wohl nichts, ausser sich zu beschweren.
    Dass Ihnen Männer den Hof machen und Ihne Komplimente machen, ist normal in diesem Land, es ist ein Zeichen von Respekt, auch, wenn Sie das wohl kaum verstehen.
    Männer sind in Südamerika nun mal so, dass Sie eine Frau immer Höflich uns oft sehr charmant den Hof machen.
    Es ist grauenhaft, wie Sie sich ausdrücken und benehmen, es ist zum Fremdschämen mit Ihnen.
    Sie werden in Peru immer einsamer werden, denn mit Ihrer Einstellung mag Sie keiner Leiden, Sie sind ja eine Last für andere Menschen!
    Sie sind in einen völlig anderen Kulturkreis eingetaucht und haben völlig vergessen, dass es ein komplett anderes Leben ist!
    Aber bitte kommen Sie blos nicht nach Deutschland zurück, Deutschland ist froh, solche meckernden, negativen, überheblichen Menschen wie Sie los zu sein…die armen Peruaner tun mir undendlich leid, dass Sie so eine bösartige Seele wie Sie es ganz offensitchlich eine sind, ertragen müssen.
    Aber meckern Sie sich ruhig weiter durchs Leben…Sie tun mir einfach nur unendlich leid!

    Antworten
    • Divena Smought
      Divena Smought says:

      Ich meckere weder noch schimpfe ich, sondern beschreibe meine eigenen, rein subjektiven Eindrücke die positiven wie die negativen. Das Verhalten und die Annäherungen der (fremden) peruanischen Männer mir gegenüber als blonde „Gringa“ waren weder jemals respektvoll noch mit Komplimenten begleitet, sondern vulgär, unverschämt und unzweideutig frauenverachtend. Ausländerinnen gelten bei den peruanischen Männern als einfach zu haben, als potentielles Ticket ins Ausland und sind in ihren Augen strohdoof, weil sie sich so einfach verführen und später betrügen lassen. Dies weiß ich weil mir dies verschiedentlich von peruanischen Freunden im Vertrauen erzählt, von anderen Ausländerinnen in Peru, die mir ihre Erfahrungen berichtet haben und letztlich habe ich es auch schmerzvoll selbst durch meinem peruanischen Expartner erfahren. Frauen sind allgemein nicht viel wert in Peru, die peruanischen Frauen haben es auch extrem schwer so etwas wie eine normale, intakte Beziehung oder gar Familie aufzubauen – typischerweise bleiben die verlassenen Frauen dann mit ihren Kindern im Hause ihrer Eltern und der Mann zieht von einer Frau zur nächsten … Das das leider kein Klischee ist habe ich dort hinlänglich beobachten und auch am eigenen Leib erfahren müssen und da habe ich in menschliche Abgründe geblickt, die mich in meinem Gutglauben zutiefst erschüttert haben …

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