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Deutsches Marken Spielzeug jetzt auch in Peru – Willkommen Lillifee, Capt´n Sharky & Amigos!

Lillifee, Käpt´n Sharky & Co. haben den Weg nach Peru gefunden! Ab sofort kann man bequem online deutsche Spielsachen bestellen…

Ich weiss nicht ob es auch anderen so geht, aber wirklich schöne Spielsachen habe ich bisher in Peru kaum gefunden, das meiste ist entweder billiger China-Ramsch oder Barbie & Lego oder playmobil rauf und runter. Aber hochwertiges, schön gestaltetes Spielzeug wie in Deutschland gibt es praktisch gar nicht… Bis jetzt – denn seit Neuesten gibt es Lillifee & Co. von der Spiegelburg aus Deutschland auch in Peru! Fast die gesamte Produktpalette kann man nun bequem von zu hause ordern und bringen lassen – und das sind wirlich sehr schöne Sachen mit hochwertiger Qualität und nicht nur in Deutschland sehr beliebt.

Also Weihnachten ist schon mal gerettet… 😉

Einfach mal in die Webseite schnuppern, man kann da auch anrufen, der Service ist sogar auf deutsch (und natürlich auch spanisch) und wirklich sehr nett und zuvorkommend. Die Lillifee Sachen sind so süß und liebevoll gestaltet – meine Tochter hätte am liebsten alles davon… 😀 Aber auch Käpt´n Sharky und die Dinosaurier-Reihe für kleine Jungs ist, finde ich, mal was ganz anderes als das übliche Peru-Mainstream-Spielzeug!

 

 

Eine innige Freundschaft

Meine Tochter und der kleine Papagei Paco

Als ich heute nach langer Zeit mal wieder mein iPhone an meinen iMac anschloss lud dieser automatisch eine ganze Reihe Fotos ins iPhoto von deren Existenz ich gar nichts wusste (ich fotografiere nie mit dem Handy, daher habe ich auch nie geschaut ob Fotos drauf sind).

Zu meiner Überraschung muss sich meine kleine Tocher (7 J.) das Handy geschnappt haben und hat in etwas ungewöhnlicher Weise ihre tiefe Freundschaft zu unserem kleinen Papagei Paco dokumentiert. Der Vogel begleitet sie fast ständig und ist anscheinend duldsamer als ich je gedacht hätte. Ich hatte meiner Tochter eigentlich streng verboten dem Tier irgendetwas anzuziehen oder in irgendeiner Form unsachgemäss zu behandeln. Aber anscheinend gefällt sich Paco in seiner Rolle, ich meine er kann ja fliegen und jederzeit abhauen, wenns ihm zu bunt wird – doch offensichtlich fand er es wohl ganz amüsant…

Interessant finde ich auch die kindliche Perspektive der Fotos, die natürlich keinen Qualitätsstandard halten können, aber so erfrischend unbedarft diese süsse Freundschaft dokumentieren. Wenn meine Tochter aus der Schule kommt begrüsst der kleine Papagei sie als erster, fliegt ihr auf die Schulter und kuschelt erstmal ein bisschen mit ihr…

Paco ist ein Loro de Cabeza Roja und stammt aus Ayacucho in Peru, dort leben diese süssen und sehr intelligenten Vögel in riesigen Schwärmen und fliegen gemeinsam täglich weite Strecken immer auf der Suche nach Nahrung (sehr zum Verdruss der dortigen Maisbauern…). Paco ist eine wundervolle kleine Persönlichkeit, sehr neugierig und verspielt, Sunny seine Schwester ist hingegen sehr schüchtern und sucht immer den Schutz der Amazone Coco, die entgegen anfänglicher Sorge sehr liebevoll zu den kleineren Papageien ist. Alles in allem mehrere ungewöhnliche Freundschaften, die zeigen dass Grösse und Art gar keine Rolle spielen… 😉

Hier also die Fotos meiner Tochter:

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Unsere drei Papageien

Unsere drei Papageien

Paco mit Hut

Paco mit Hut

Paco die Diva

Paco die Diva

Fancy Paco

Fancy Paco

Paco Printemps 2011

Paco Printemps 2011

Dies ist kein Stofftier

Dies ist kein Stofftier

Auch Papageien lieben Mode

Auch Papageien lieben Mode

Peru

(Über)Leben zwischen Peru und Deutschland

Bevor ich nach Peru ging hatte ich mir vorgestellt, dass es dort viel einfacher werden würde, weniger teuer, keine Steuererklärung mehr, nicht mehr 570,-€ für die Krankenversicherung und 420,- für den Kindergarten zahlen müssen und eine Vollzeit Haushaltshilfe haben, eine schöne Wohnung etc. und gutes Essen. Irgendwie konnte ich mir damals nicht vorstellen, dass es da auch Schattenseiten geben könnte, bzw. dass gewisse einfache Dinge sich als schwerwiegender herausstellen, als ich vorher vermuten hätte.

Lima ist eine riesige, riesige Stadt – 7 Millionen Einwohner und täglich werden es mehr – der Verkehr hier ist grausam und die Luftverschmutzung sehr hoch, nicht nur durch die Abgase sondern auch durch den feinen braunen Staub der durch die umliegenden Berge in die Stadt hinein geweht wird und alles mit einer dünnen Staubschicht überzieht.

Wir haben eine schöne Wohnung in Surco, nahe dem Ovalo Higuereta wo auch die Schule meiner Tochter ist. Ich habe eine Empleada, die einen Grossteil der Hausarbeit in einem schnelckenartigen Tempo erledigt und kochen tue ich in der Regel selbst. Und da liegt auch schon der erste grosse Haken – man kann sich vorher nicht vorstellen wie sehr man irgendwann z.B. all die leckeren Süssigkeiten vermisst, die man in Deutschland ohne Probleme überall kaufen kann. Zum Glück bin ich kein Schokoladenfan, denn die hiesige Schokolade schmeckt ungefähr so wie die aus der DDR damals (graus) und auch wenn es bereits ein schmales Sortiment an Haribo gibt ist es leider recht teuer eine Tüte Gummibärchen zu kaufen (kostet 13 Soles), so dass ich es uns nur selten gönne.
Abgesehen von den Süssigkeiten gibt es hier auch kaum Tiefkühlfertigprodukte (auf die ich früher zwar selten aber hin und wieder schon gern mal zurückgegriffen habe). Bei den Milchprodukten sieht es ähnlich düster aus, es gibt nur so eine dünnflüssige Art Sahne (mit der man keine anständige Sosse ohne vverdicken hinbekommt), keinen Schmand oder saure Sahne, kein Creme fraiche, keinen richtigen Joghurt, keinen Quark, keine ungesalzene Margarine (habe alle durchprobiert), richtige Butter ist viel zu teuer und wenigstens gibt es normale Milch. Wobei die Peruaner aber allen ernstes Dosenmilch bevorzugen und behaupten die währe gesünder und leckerer als frische Vollmilch, selbst kleine Babys bekommen nichts anderes.
Manchmal wünschte ich ein real-Markt aus Deutschland käme aus der Luft geflogen und ließe sich direkt neben unserem Haus hier nieder… 😉

Ein anderes Problem ist die stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit, da ich selbst hier nur flatternden Herzens Auto fahre (und schon gar nicht zur Höllenzeit, wenn sich die Autos chaotisch kreuz und quer auf den breiten Strassen drängen und ich niemals wüsste wie ich da lebend wieder herauskäme) läuft es darauf hinaus, dass ich Taxi fahren muss und das ist ein gewisses Sicherheitsrisiko. Mich haben in der Hinsicht schon haarsträubende Geschichten erreicht, so dass ich nur im Notfall Taxi fahre. Dadurch sind wir (meine Tochter und ich) fast nur zu hause und bewegen uns höchstens zum Einkaufen weg und jetzt da ich im Bett bleiben muss ohnehin gar nicht mehr.

Ein weiteres Manko ist sicherlich auch insgesamt die soziale Isoliertheit hier, abgesehen von ein paar spärlichen Kontakten zu anderen deutschen Eltern und der peruanischen Familie meines Mannes (die zwar sehr liebenswürdig sind mit denen mich aber leider nicht sonderlich viel verbindet, denn belangloser Smalltalk war noch nie mein Ding und die allgemeinen Klatschgeschichten finde ich ungefähr so interessant ist wie das Liebesleben londoner Pflastersteine). Mir fehlen meine besten Freundinnen und Freunde sehr, meine Schwester und ihre Kleinen und natürlich meine Eltern. Mit der Zeit wächst die Sehnsucht auch noch mehr als dass sie abnimmt. Natürlich skypen wir regelmässig aber das ist nicht dasselbe. Dies ist ein Aspekt an den ich vorher kaum gedacht habe und den ich nur jedem ans Herz legen will, der sich mit dem Gedanken trägt seine Heimat eine längere Zeit zu verlassen…

Ich mag die Peruaner gern, sie sind chaotisch, temperamentvoll, teilweise zwar schroff und unhöflich und man sollte gut auf der Hut sein nicht ausgenutzt zu werden, aber sie können auch herzlich und lustig sein und sehr charmant (wenn es darauf ankommt). Leider sind sie nicht so geradeheraus, wie man es als Europäer eher gewohnt ist und etwas zu sehr auf ihren Vorteil bedacht, aber wenn man das weiss kann man dies schnell erkennen und entsprechend damit umgehen. Angesichts der sehr harten Lebensbedingungen und der fragwürdigen Doppelmoral der katholisch spanischen Kirche kann ich es auch niemandem verübeln. Im Gegenzug muss ich oft gegen Misstrauen, Neid, Eifersucht, üble Gerüchte und dergleichen ankämpfen, was mir weit weniger gefällt und aus diesem Grund habe ich den Kontakt zur Familie sehr stark eingeschränkt.

Was mich auch ziemlich nervt ist die grobe Art der Anmache die ich als blonde Frau oft ertragen muss und die mich höchstens agressiv macht, denn ich weiss sehr wohl, dass es nicht um mich selbst geht sondern um das Klichee dass ich für die Männer hier zu verkörpern scheine.
Wie oft ich wohl schon „Barbie“, „muñequita“ (Püppchen) gehört habe oder „Gringa bonita“? Urgs. Als mit meinen 37 Jahren würde mir in Deutschland wohl sicher niemand mehr hinterher pfeifen… Was denken die sich denn eigentlich dabei? dass ich ihnen im Supermarkt in den Arm falle und ihnen eine Telefonnummer gebe? LOL Also das ist auf jeden Fall etwas, dass nervt und an das ich vorher niemals gedacht hätte.

Ich dachte vorher auch, dass die Peruaner kinderieb seien, da die Familien hier oft sehr kinderreich sind, aber leider war auch das ein grosser Irrtum. Hier ist es noch üblich, dass die Kinder mit speziellen geflochtenen Gerten, Gürteln oder einfach der flachen Hand gezüchtigt werden und das nicht zu knapp (sogar auch in der Schule). Kinder haben zu gehorchen wie Hunde und den Erwachsenen unterwürfigen Respekt zu zollen. Eine peruanische Familie ist streng hierarchisch strukturiert und die Kinder haben sich vollkommen unterzuordnen. Ähnlich wie es in Deutschland um die Jahrhundertwende gewesen sein muss.

Da ich selbst vollkommen gegensätzlich erzogen wurde und eine überzeugte Anhöngerin progressiver Erziehungsmethoden basierend auf Liebe und Zuwendung bin (meine lieblings Buchempfehlung dazu: Jean Liedloff „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“) und ich meine Tochter zu Selsbtündigkeit und charkaterlicher Stärke erziehe – ecken wir hier dadurch natürlich sehr oft an. Meine Tochter reagiert nicht auf einen rüden Befehlston und hinterfragt auch gerne mal was, manchmal zickt sie auch ein bisschen rum (sie ist erst 7) und das führt dann zu grossen Diskussionen im peruanischen Familienkreis wo soetwas ja nicht einfach so geduldet werden kann. Meine Tochter gilt hier als verzogen, trotzig und unumgänglich. Dabei ist sie ein sehr aufgeschlossenes, intelligentes und waches Kind, das gern mithilft (wenn sie nett gefragt und nicht angeschrien wird) und alles und jedes wissen will. Sie malt gern und bastelt sehr kreative Sachen und kommt in der Schule bestens mit und hat viele Ideen und ist sehr tierlieb (wir haben drei kleine Papageien um die sie sich rührend kümmert). Der Humboldt-Schule ist dies allgemeine Erziehungsproblem bewusst und manchmal werden die peruanischen Eltern zu speziellen Informationsabenden eingeladen wo es um eine gewaltlose und moderne Erziehung geht.

Ich glaube diese strenge Form der Erziehung und die frühe Unterdrückung besonders der Mödchen wirkt sich extrem nachteilig auf das gesamte Leben aus. Nicht nur die fehlende Bildung ist ein Problem sondern auch die Grundstruktur der peruanischen Gesellschaft – es fehlt an echtem Unternehmertum und an Selbständigkeit der Mitarbeiter. Hier ist es vollkommen normal, dass die Leute noch mit 30-40 unter dem Dach der Eltern wohnen und sich diese in alles und jedes einmischen und die (schon erwachsenen) Kinder entsprechend zu gehorchen haben… Wie soll daraus ein wirtschaflicher Aufschwung entstehen? Ich bin weder Ökonom noch Anthropologe – aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es ein Volk höchst uneigenständiger Menschen jemals wirklich aus der Misere heraus schaffen wird, denn an den Resourcen kann es nicht liegen – kaum ein Land ist so üppig damit gesegnet wie Peru. Die Leute arbeiten zwar viel aber vollkommen uneffektiv, langsam und ohne System und ohne jedes Nachdenken. Nebenan ist eine Baustelle auf der ungefähr 30 Leute arbeiten und manchmal beobachte ich den Fortgang und was ich sehe ist ein unorganisierter Haufen bei dem die eine Hand nicht weiss was die andere tut… Das 10-Apartment-Haus wird erst in einem Jahr fertig sein heisst es und ein Jahr bauen sie schon daran herum… Das sagt doch schon so ziemlich alles.

Meine Haushälterin hat sich inzwischen zum Glück abgewöhnt mich bei allem und jedem zu fragen, aber das wofür sie 9 Stunden braucht würde ich locker in 4 schaffen, unser 3 Personen-Haushalt (den ich früher nebenher zu meiner eigentlichen Arbeit gemacht habe) überfordert sie schon so ziemlich und sie fragt immer ob wir nicht noch jemanden einstellen wollen für die Wäsche (wir haben eine Waschmaschine und Trockner).

Wenn man hier auf deutschem Standard leben will, dann ist es auf jeden Fall mindestens genauso teuer wie in Deutschland. Einen entscheidenden Vorteil habe ich durch den Standort allerdings, ich muss keine deutschen Steuern mehr abführen und hier zahle ich nur ein Bruchteil dessen was ich in Deutschland hatte zahlen dürfen. Insofern habe ich die Kosten lang wieder heraus…

Alles in allem sollte es nicht nur eine Kostenfrage sein wenn man daran denkt in ein anderes Land zu ziehen – man sollte sich ferner gründliche Gedanken über die dortige Lebenssituation machen, über die Mentalität der Leute, die Arbeitsbedingungen etc. – auch wenn dies sicherlich vorher nur schwierig absehbar ist. Wichtig ist auch denke ich, dass man sich dort nicht gleich zu sehr bindet (durch Hauskauf, Heirat, Arbeitsvertrag oder irgendwelche Investitionen) sondern in dem Land seiner Wahl erstmals nur „auf Probe“ lebt und schaut wie man so zurecht kommt. Auf jeden Fall sollte man ein gutes finanzielles Rückhaltepolster mitbringen, besonders in Ländern in denen es keine soziale Absicherungen gibt…

Auf jeden Fall ist es aber eine interessante und bereichernde Erfahrung im Ausland zu leben und ich hätte gut Lust nun in ein anderes Land zu ziehen – ein etwas westlicheres vielleicht wie z.B. USA, Australien oder Neuseeland. Aber jetzt bekommen wir erstmal noch einen Nachwuchs und da muss ich wohl doch andere Prioritäten setzen… 😉

Peru

Eine Sicht auf die ärmeren Barrios in den Berghängen Limas

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Dies ist ein Beitrag von Divena.
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Marmorkuchen Rezept

Zen oder die Kunst einen perfekten Marmorkuchen zu backen …

Nein ich spinne nicht und ja das ist etwas sehr offtopic – aber ich würde nicht darüber schreiben wenn es nicht wirklich wichtig wäre… 😉

Marmorkuchen Rezept

Backen ist eine Kunst für sich, es hat schon fast etwas chemisches – verschiedene Zutaten müssen zu möglichst ausgewogenen Teilen zueinander gefügt werden und ergeben dann ein möglichst gutes Produkt. Entsprechend wissenschaftlich habe ich auch nach dem wirklich optimalen Marmorkuchenrezept geforscht. Warum Marmorkuchen? Weil er mein Lieblingskuchen ist, er ist einfach, pur, lecker und hat ein hübsches Design…

Unglücklicherweise gibt es ihn hier in Peru nicht zu kaufen, bzw. schmeckt er nicht so wie ich es gewohnt bin, was mich dazu zwang selbst eine Alternative zu schaffen. Einfacher gedacht als getan. Die normalen Rezepte funktionieren zwar aber der Marmorkuchenzauber blieb aus, entweder war er zu trocken, ging nicht auf oder es fehlte ihm an Geschmack.

Lange Rede kurzer Sinn also hier ist es nun mein ultimativ bestes Rezept, erforscht an einer langen Reihe von ungefähr 30 Marmorkuchen:

5 kleine Eier
1,5 Tassen Öl (Sonnenblumenöl oder Sojaöl)
1 Tasse Mineralwasser
2 Tassen brauner Zucker
3 Tassen Mehl
1 Pk. Backpulver
Vanillearoma
6 El. Rum
5 El dunkles Kakaopulver
5 El heisse Milch

Als erstes fette man die Gugelhupfform gut aus und stelle sie in das Gefrierfach, dann heizt man den Backofen auf 200°C.

In einer Schüssel werden die Eier, Öl, Zucker, Rum, Wasser und das Vanillearoma solange verrührt, bis der Zucker komplett aufgelöst ist.
Anschließend siebe man das Mehl zusammen mit dem Backpulver unter rühren in die Masse.
Der Teig ist relativ flüssig, das ist auch richtig so, er muss dünn vom Löffel laufen, unter Umständen ein wenig Rum oder Mineralwasser hinzugeben.
Die Form aus dem Gefierfach nehmen (besser ist eine Silikonform) und die Hälfte des Teiges hineingießen.
Das Kakaopulver in der heissen Milch klumpenfrei anrühren und in den Teig kippen, der noch in der schüssel verblieben ist. Gut rühren und dann gleichmässig in die Form giessen. mit einer Gabel in der Form den hellen Teig durch den dunklen ziehen und anschliessend in den vorgeheizten Backofen stellen. Bei 200°C ca. 45 minuten backen, mit einem Zahnstocher prüfen ob der Teig ganz durch ist (wenn Krümmel daran kleben bleiben muss der Kuchen noch länger backen). Wichtig ist, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, 180°C würden auch schon reichen!

Also der Arbeitsaufwand sind maximal 10 Minuten, da das umständliche Wiegen der Zutaten ganz entfällt. Die Tassen die ich verwende sind normale Kaffeetassen.

Also ich hoffe hiermit die hohe Kunst des Marmorkuchenbackens verständlich weitergegeben zu haben und niemanden damit verschreckt zu haben, keine Sorge dies wird sehr wahrscheinlich das einzige und letzte Rezept bleiben, dass ich hier veröffentliche… 😉

Viel Spass beim Ausprobieren!

Lima, Blick über die Stadt

Auswandern nach Peru – eine Übersicht

Sie möchten nach Peru auswandern und sich eine dauerhafte Existenz hier aufbauen? Aufgrund der vielen Anfragen, die ich zu diesem Thema erhalten habe, will ich hier die gängigen Fragen rund um das Thema Auswandern nach Peru gern beantworten – so weit ich kann, detaillierte Infos gibt es für jeden individuell unterschiedlich beim Amt.

Touristenvisum

Zunächst kann man sich am Flughafen direkt ein 180 – Tage Visum geben lassen, Vorassetzung hierfür ist ein entsprechend spätes Rückflugticket – das verschafft einem die Zeit, die man für den behördlichen Kram braucht und ist auch gut um erstmal zu schauen, ob man überhaupt 6 Monate in Peru über die Runden kommt. Achtung: Jeder Tag Überziehung des Visums kostet einen Dollar Strafe.

Dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Peru

Es gibt drei Wege zum dauerhaften Aufenthaltsrecht in Peru, so wie in den meisten Ländern der Welt auch – entweder man heiratet einen Peruaner oder eine Peruanerin, man wird von einer Firma angestellt oder kommt als Investor hierher.

Heiraten

Zu heiraten ist sicherlich der einfachste Weg – der Papierkram ist zwar auch hier immens, aber man bekommt auf jeden Fall sicher sein Aufenthaltsrecht – das carné de extranjería. Berichten zufolge dauert dies zwischen 6 Monaten und einem Jahr, man sollte also so schnell wie möglich mit diesem Prozess beginnen. Anmerken sollte ich dazu noch, dass die zuständigen Behörden alle in Lima sind, man muss also erstmal in Lima bleiben oder in der Nähe.

Angestellt werden

Wenn Sie als Spezialist bei einer Firma hier in Peru angestellt werden, dann wird die Firma (wenn sie Glück haben) Ihnen bei der Beschaffung der carné de extranjería helfen. Da dieser Prozess aber sehr kompliziert ist haben die meisten Firmen so gar keine Lust darauf einen Ausländer einzustellen… Die wenigen, die auf diesem Wege hierher kommen arbeiten meistens für internationale Konzerne und haben ein sicheres Auskommen. Generell gibt es aber nur sehr wenige grosse internationale Firmen, die hier in Peru vertreten sind, die meisten sitzen in Brasilien.

Als Investor

Wenn Sie ein bisschen Kapital haben (mindestens 10.000 $), dann können Sie als Investor hier tätig werden, eine Firma anmelden und Ihre Geschäfte hier aufnehmen. Diesen Prozess würde ich allerdings nicht ohne einen Rechtsanwalt und die Hilfe durch befreundete peruanische Geschäftsleute durchziehen, zu gross ist die Gefahr, dass man an allen Ecken und Enden ausgenommen wird…

Alles in allem ist es nicht so einfach an das carné de extranjería zu kommen, viele verzweifeln fast daran, die Behörden in Peru sind noch fünfmal katastrophaler als die deutschen Behörden und die deutsche Botschaft stellt keine Hilfe dar, geben aber pauschale Auskünfte zu dem Thema.

Der Lebensunterhalt

Abgesehen von den Genehmigungen und dem Aufenthaltsrecht sollte man sich bevor man hierher auswandert eingehend Gedanken zum Lebensunterhalt machen, d.h. ohne einen Cent in der Tasche sollte man auf jeden Fall nicht hierher kommen, den besser bezahlte Arbeit zu finden ist hier sehr schwer – die durchschnittlichen Löhne liegen bei 600 – 1000 Soles. Es macht Sinn, wenn man ein Geschäft aufziehen will und konkrete Pläne dazu hat, so etwas wie Import/Export vielleicht, z.B. hier etwas produzieren und nach Europa exportieren. Aber ohne sehr gute Kontakte würde ich das nicht wagen, privat sind die Peruaner sehr nett – aber im Geschäftlichen geht es dagegen ziemlich hart zu. Hier wird einem nichts geschenkt, jeder ist extremst auf sein Vorteil bedacht und Mitleid oder selbstloses Helfen ist vollkommen unbekannt. Gerade Extranjeros werden als Geldquelle angesehen und als total naiv eingestuft und zu gut deutsch gern mal verarscht – oft auf ziemlich blöde Weise und für nur ein paar mickrige Soles Vorteil. Viele menschliche Enttäuschungen sind hier sicherlich vorprogrammiert.
Besser man ist vollkommen unabhängig von der hiesigen Wirtschaft, so wie ich – ich verdiene über das Internet und könnte überall leben wo es einen Internetanschluss gibt. Sonst könnte ich hier sicher nicht leben, jedenfalls nicht auf deutschem Niveau.

Ist Auswandern wirklich empfehlenswert?

Auswandern ist generell nicht so einfach und toll wie es sich viele vorstellen, man wird mit Problemen konfrontriert, die man sich vorher kaum vorstellen kann, man muss erhebliche Abstriche vom bisher gewohnten Lebensstandart machen und mit einer vollkommen andersartigen Kultur zurecht kommen, die für Europäer auch sehr viele Missverständnisse und Enttäuschungen birgen kann.

Es ist etwas ganz anderes hier für ein paar Wochen herzukommen, einen schönen Urlaub zu verbringen und von allen hofiert zu werden als hier tatsächlich zu leben und auf sich gestellt die eine oder andere Krise zu überwinden und vielleicht auch mal auf die Hilfe der anderen angewiesen zu sein – da erkennt man dann aber ganz schnell die Wahrheit hinter dem ganzen Gerede und den leeren Versprechungen.

Die Deutschen und die Peruanos

Peruanos reden gern nett daher und versprechen viel, aber wenn man nicht zum engsten Familienkreis gehört braucht man auf ihre Hilfe nicht wirklich zählen. Dahinter steckt keine Boshaftigkeit – nur wenn man diese Eigenart nicht kennt, dann kann es schon mal zu Missverständnissen kommen… Aus diesem Grund ist es schon ganz gut auch ein bisschen Freundschaft mit den Deutschen, die hier leben aufzubauen, nicht dass diese irgendwie besser seien – sondern einfach um noch andere Anlaufspunkte zu haben, wenn man Schwierigkeiten haben sollte. Über die Humboldt-Schule meiner Tochter habe ich Kontakt zu anderen Deutschen und es tut gut sich mal untereinander zu treffen und Erfahrungen auszutauschen, die meisten leben allerdings schon in der zweiten oder dritten Generation hier.
Ich habe mich mit einer sehr netten Dame von der deutschen Botschaft unterhalten und die meinte, dass immer weniger Deutsche nach Peru auswandern und sehr viele nach Deutschland zurückgekehrt sind, die hier lange gelebt haben, allerdings wusste sie auch nicht die konkreten Gründe weßhalb.
Ich selbst bin ein vollkommen akzeptiertes Mitglied der Familie meines Mannes und unterstütze alle wo ich nur kann, ich werde oft wie eine Prinzessin behandelt – aber wird dies auch so sein, wenn ich kein Geld mehr habe? Ganz ehrlich bezweifle ich das.
Auf jeden Fall kann ich nur jedem nahe legen sehr eingehend seine Kontakte zu prüfen, sich möglichst auf niemanden zu verlassen und ganz behutsam vorzugehen.

Lieber kein Geld verleihen
Es gibt praktisch niemanden in der Familie und von den peruanischen Freunden, der mich nicht schon um mittlere oder höhere Geldsummen angebettelt hätte und die Male die ich nachgegeben habe habe ich mein Geld leider nie wieder gesehen (und die betreffende Person dann meistens auch nicht). Wie heisst es so schön „leihe keinem Freund etwas, sonst wirst Du ihn verlieren“ oder so ähnlich? Nun das kann man hier wohl wörtlich nehmen! Mitleid ist hier auf jeden Fall eine kostspielige Angelegenheit und mittlerweile reagiere ich auf mitleiderheischendes Gejammer allergisch. Ich finde es auch unfähr, wie empört die Leute reagieren und so tun als ob ich der schlechteste Mensch von der Welt bin, wenn ich nicht gleich meine (mühsam erarbeiteten) Kröten springen lasse. Nun mir wird auch nichts geschenkt und schon gar nicht bin ich eine wandelnde Bank, ich habe Mann und Kind zu ernähren und die vielen Kosten allein zu tragen. Wenn ich sehe jemand muss hungern, dann kaufe ich gern ein und schenke ausreichend Fressalien, zu mehr bin ich nicht mehr bereit. Die meisten die ich kenne halten es genauso und ich kann ein solches Vorgehen nur empfehlen.

Es gab hier auch mal eine landesweite, gross angelegte Kampagne, die besagt „sei gut zum Touristen, dann bist du auch gut zu Peru“ – das sagt doch schon alles, nicht wahr?

Wer mit dem Gedanken spielt hierher zu kommen, kann mir natürlich gern schreiben, denn helfen tue ich immer gern und das sogar für gratis… 😉

Lima, Blick über die Stadt

Lima im Winter - nicht immer ist Sonnenschein...