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Warum Pinterest besser ist als google.

Pinterest ist zu meiner Lieblingssuchmaschine geworden – oder sagen wir ich verbringe sehr viel mehr Zeit auf Pinterest als ich je auf einer anderen social-media-Plattform verbracht habe und ich nutze google nicht mehr so ausschließlich wie früher zum Auffinden bestimmter Inhalte. Pinterest liefert sofort alles visuell aufbereitet und logisch sortiert – ich kann das Interessante sammeln ordnen und kategorisieren wie es mir beliebt und schnell herausfiltern was den Klick zur Webseite dahinter wert ist und was nicht – wohingegen Google doch eher blind ist, nur kurze Texte als Anhaltspunkte bietet, mit Anzeigen überladen ist und die google Bildersuche vollkommen ungefiltert ist.

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Pinterest als Traffic Booster
In Deutschland leider noch weitestgehend unentdeckt (aber immerhin ca. 2 Mio. deutsche User zählen soll) ist Pinterest im englischsprachigen Raum bereits sehr etabliert und kann mit extremen Zuwachsraten aufwarten. Gerade für kleinere Webseiten und Blogs ist Pinterest als Traffic-Lieferant sehr interessant. Ein Großteil bezieht zwischen 70-90% an Traffic allein über Pinterest und das in Größenordnungen von denen man hierzulande nur träumen kann (15.000-20.000 Klicks pro Tag!).
Es geht dabei gar nicht so sehr um die Anzahl der eigenen Follower, sondern um die eigene Reichweite innerhalb von Pinterest – so bin ich z.B. als Contributor bei verschiedenen Group-Boards akzeptiert und kann auf diese Weise mit meinen pins über 500.000 Pinterest-User erreichen – wenn nicht noch mehr. Jeder Repin meiner Pins erreicht wieder weitere Kreise und erzeugt dadurch exponential immer mehr Reichweite. Auf diese Weise kann man relativ einfach auch für neue und kleine Blogs sofort Besucher generieren – wenn das Bildmaterial und der Content ansprechend aufbereitet ist und neugierig macht auf den eigentlichen Blogartikel dahinter. So kann mit wenigen Mitteln und etwas Glück aus dem Nichts ein viraler Pin erzeugt werden, der hunderte von Besuchern auf die eigene Seite zieht!

Wie funktioniert Pinterest?
Zuerst muss man sich einen Pinterest-Account zulegen (am einfachsten durch eine Facebook-Verknüfung) und dann kann man in verschiedenen Boards thematisch sortiert Pins sammeln. Zu diesem Zweck kann man einfach den gewünschten Suchbegriff in der Suchzeile eingeben und dann die Pins durchscrollen und ggf. weiter pinnen. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für das System dahinter, man entdeckt interessante Pinner mit ansprechenden Boards denen man folgen kann und so kann man sich immer tiefer in eine bestimmte Themenrichtung „hineinwühlen“ und selbst zu einem interessanten Pinner werden, dem andere wiederum folgen.
Es gibt neben dem normalen Account auch die Möglichkeit einen Business-Account anzulegen und mit der eigenen Webseite zu verlinken, bzw. diese zu verifizieren. Dadurch erhält man Zugriff auf umfassende Analyse-Daten – vor einigen Tagen erst habe ich gerade meinen Account in einen Business-Account umgewandelt, daher beziehen sich die angezeigten Zahlen unten nur auf die letzten 6 Tage:

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Super Tool für Kreative
Für Kreative eignet sich Pinterest auch wunderbar zum Ideensammeln, für viele Kunden lege ich eigene Boards an in denen wir gemeinsam interessante Anregungen zu einem Thema sammeln und so im Vorfeld schon genau einkreisen können in welche Richtung es gestalterisch gehen soll, das erspart sehr viel Entwicklungsaufwand und Zeit und liefert sehr stimmige und gut abgesprochene Ergebnisse.

Lieber Pinterest als Facebook oder google!
Ich denke Pinterest ist in seiner Struktur und Aufmachung sehr durchdacht und intelligent gelöst und ich persönlich nutze es schon jetzt sehr viel lieber als google oder FB, von letzterem bin ich eh nie ein Fan gewesen. Einziges Manko ist, dass die Hauptsprache auf Pinterest englisch ist und die Sprachen auch nicht explizit getrennt werden – so wie bei Google. Trotzdem kann man natürlich mit den entsprechenden deutschen Suchwörtern die deutschen Ergebnisse herausfiltern – aber auch da wird viel auf englisch angezeigt, was wohl einige deutsche User abschreckt. Für mich ist das vollkommen egal, ich lese englisch wie deutsch gleichermaßen und ich denke die meisten Deutschen können das genauso …

Pinterest wird auch in Deutschland immer beliebter
Auf jeden Fall ist Pinterest auch im deutschsprachigen Raum stark im Kommen und jeder Blogger, der noch nicht auf den Zug aufgesprungen ist sollte sich schleunigst darum kümmern seine Bilder pingerecht zu gestalten und sich selbst ein solides Pinterest-Profil aufzubauen!

Hier ein paar interessante Daten zu Pinterest:

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Hanno Keppel 360º Foto, 3D Fotografie

360º Fotografie von Personen und grossen Objekten

In vielen Webshops wird mittlerweile schon die 3D Rundumansicht des Produkts angeboten, besonders bei teuren und aufwändigen Artikeln ist dies eine sehr vorteilhafte Präsentation und noch dazu auf dem neuesten Stand der Technik. Es gibt verschiedene Möglichkeiten so ein Objekt in 3D zu fotografieren – die einfachste Variante davon ist ein Drehteller und davor ein genauestens ausgerichtetes Stativ mit Kamera die dann synchron mit der Drehbewegung des Tellers eine Reihe von Aufnahmen schießt.

Was aber macht man, wenn man grosse Möbel verkaufen möchte oder vielleicht sogar Autos oder ganze Szenarios sozusagen in der Bewegung einfrieren möchte (so wie es in manchen Action-Filmen zu sehen ist)?
Dafür bedarf es dann schon sehr aufwändiger Technik – vor kurzem durfte ich im Rahmen eines speziellen Fotoshootings das 3D Studio (oder eher Halle) des Fotografen Hanno Keppel aus Braunschweig (http://www.hannokeppel.de) bestaunen. Dieses Studio ist wirklich einzigartig, alles was mit 360º Fotografie zusammenhängt ist hier realisierbar. Es kann neben kleinen, auch sehr große Objekte mit bis zu 8 Metern Durchmesser aufgenommen werden, es gibt dort auch die berühmte Multikamera-Arena mit der 360º Personen- und Sportfotografie möglich ist. Ich habe nur gestaunt wieviel Aufwand dahinter steckt solche 360º Aufnahmen auf höchstem Niveau zu machen und Hanno Keppel, welcher mit über 20 Jahren Berufserfahrung ein alter Hase auf dem Gebiet ist, hat sich die Zeit genommen mir die verschiedenen Details und Möglichkeiten seines 360ºStudios genau zu erklären…

Er meinte dazu: „Mit unseren jetzt insgesamt fünf Anlagen können wir praktisch alles in 360° fotografieren, vom Brilliantring bis zum Konzertflügel – inklusive Pianist. Über die hohe Qualität hinaus sind wir außerdem besonders schnell und flexibel, da die fünf Anlagen parallel laufen können.“ Hannos Begeisterung für die Materie ist ansteckend und in meinem Kopf raucht es schon was man mit dieser Technik noch so alles umsetzen könnte… 😉

Auf jeden Fall gibt es nur sehr wenige Studios in Deutschland mit solchen Möglichkeiten. Zudem ist Hanno Keppel sehr nett und ging gern auf jegliche unserer Sonderwünsche ein und ist in jeder Hinsicht ein absoluter Perfektionist, so dass die Ergebisse auch entsprechend hochwertig waren.

Hanno hat für uns für einen Webshop verschiedene Sessel und Stühle fotografiert und zwar nicht nur in klassischer 3D-Ansicht sondern auch aus verschiedenen Winkeln, so dass weitere Betrachtungswinkel der 3D-Ansicht möglich sind, Hanno nennt dies den 360º Orbiter. Es handelte sich bei den Sitzmöbeln um sehr exklusive Modelle, die nun durch diese umfassenden 3D-Ansichten optimal im Webshop präsentiert werden können. Generell wirken sich 3D Produktansichten sehr verkaufsfördernd aus und bei solch teuren Produkten wie ein Designersessel hat sich das Shooting dann auch schnell wieder amortisiert.

Hanno Keppel gehört definitiv zu den erfahrensten und professionellsten Spezialisten auf diesem Gebiet und die Zusammenarbeit mit ihm verlief sehr unkompliziert und reibungslos, die Ergebnisse waren von wirklich überragender Qualität. Daher kann ich ihn wirklich vorbehaltslos weiter empfehlen!

Alles in allem sind 360º Aufnahmen von Produkten ein klares Plus ist im harten Wettkampf der Webshops um Kunden, denn wenn ein Shop solche Premium 3D-Ansichten seiner Produkte zur Verfügung stellen kann zeigt er nicht nur Exklusivität sondern auch absolute Produkt-Transparenz. Daher vermeidet es auch Retouren, weil die Kunden eben schon vorher die Möglichkeit hatten das Produkt von allen Seiten zu betrachten und es auf diese Weise später nicht mehr groß zu Überaschungen kommt wenn das Produkt beim Kunden zuhause angekommen ist.

Abgesehen davon finde ich aber besonders die Bewegungsaufnahmen von Hanno Keppel in 360º echt faszinierend:

Hanno Keppel 360º Foto, 3D Fotografie

 

Die hohe Kunst der Kalt-Akquise per Email

Wie wohl so ziemlich jeder von uns erhalte auch ich jeden Tag diverse Angebote verschiedenster Dienstleister, in der Regel wandern die schon automatisch in die Tonne, aber heute habe ich mir mal die Mühe gemacht einer solchen Firma, die mir in Bezug auf eine sehr gut gelistete Kundenwebseite ein SEO-Angebot machen wollte, tatsächlich zu antworten.

Heutzutage ist es nicht einfach bis nahezu unmöglich neue Kunden zu generieren indem man sie einfach per Email anschreibt, noch dazu mit einer anonymen Standardemail. Besonders nicht in Deutschland, die deutschen Kunden sind in der Regel sehr gut informiert, nicht doof und größtenteils sogenannte introvertierte Kunden, sie springen also nicht auf überzogene Versprechen an und durchschauen sämtliche Werbetaktiken (Zeitdruck, Limitation etc.). Was zählt ist also echte Substanz und ein konkretes, auf den potentiellen Kunden individuell zugeschnittenes und nicht überzogenes Angebot!

Worauf man achten sollte, wenn man schon potentielle Kunden kontaktiert (wovon ich allerdings grundsätzlich ganz abraten würde) habe ich hier in einer Antwort an diese Firma mal in Kurzform genannt:

Hallo Team von Web-Optimierung,

vielen Dank für ihr „freundliches“ Anschreiben.

Tatsächlich erzielt meine Seite zu den relevanten Suchwörtern sehr gute Plätze in Google (2-5). Außerdem wurde die Seite hinreichend optimiert und hat sehr viele Backlinks und einen PR 4.

Überzeugen Sie mich aber gern vom Gegenteil und nennen mir drei Dinge, die Sie an meiner Webseite konkret ändern würden um noch bessere Ergebnisse zu erzielen…

Hier nenne ich Ihnen nun im Gegenzug 4 Dinge, die Sie beachten sollten, wenn Sie schon irgendwelchen Leuten solche Werbeemails schreiben:

1. Persönliche Anrede mit Namen (sehr wichtig, sonst wird Ihre Emails sofort als Standart Baustein erkannt und weggelöscht, die Leute wissen sehr gut Bescheid über Standarisierungen).

2. Direkt Bezug nehmen auf die Webseite um die es geht und dabei nicht oberlehrerhaft die Arbeit anderer schlecht machen (die meisten Kunden identifizieren sich sehr mit ihrem Webauftritt und begreifen Kritik daran als persönliche Kritik an sich selbst – also ist es schon mal kein guter Einstieg von schwerwiegenden Fehlern zu schreiben um ins Geschäft zu kommen…).

3. Konkretes Angebot unterbreiten, dass unwiderstehlich ist und möglichst geringe Risiken birgt (z.B. wir garantieren Ihnen eine Top 5 Position für das Schlüsselwort X innerhalb von 3 Monaten zu einem Preis von Y, ansonsten Geld zurück etc.)

3. Mit Namen unterschreiben – ein anonymes XY-Team wird eher ignoriert und stellt keinen persönlichen Bezug her, man fragt sich wem soll ich denn hier eigentlich zurück schreiben? Ihre Call to Aktion am Ende ist schon ganz gut, aber auf eine Email reagiert der Nutzer eher mit einer Email als Antwort und das Medium zu wechseln, also extra einen Browser zu öffnen und auf die Webseite zu surfen, bedeutet hier den Kontakt zum potentiellen Kunden eher zu verlieren als zu gewinnen. Es sollte besser ein konkreter Anreiz gegeben werden Ihnen direkt zu antworten (z.B. ein unwiderstehliches Angebot) um den persönlichen Kontakt zu Ihnen herzustellen und dazu bedarf es wesentlich mehr „echter“ Substanz in Ihrer Email, also ein Text, der sich auch tatsächlich auf die Webseite des Angeschriebenen bezieht!

Soviel zur hohen Kunst der Kaltakquise…

Ihnen sollte dazu auch bewusst sein, dass ungefragt verschickte Werbe-Emails nach deutschem Recht verboten sind und mit ziemlich hohen Geldstrafen geahndet werden!

Ich warte mit Spannung auf Ihre Antwort.

MfG,
Divena Smought

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Hier die Werbeemail im Original:

Am 20.11.2012 um 06:56 schrieb Web – Optimierung:

Guten Tag, wir haben bemerkt, dass Ihre Internetseite in Google nicht gut sichtbar ist. Das kann zur Folge haben,
dass Ihre Kunden Sie nicht auffinden können. Falls  Sie das ändern möchten, bieten wir Ihnen die Optimierung Ihrer Webseite an.

Die Optimierung der Internestseite bringt sehr schnelle und langhaltige Ergebnisse ohne zusätzliche Monatsgebühren!

Auf Ihrer Webseite haben wir ziemlich schwerwiegende Optimierungsfehler sowohl im Code der Seite als auch in ihrem Inhalt gefunden.
Das ist der Hauptgrund für die niedrige Position Ihrer Webseite in den Suchmaschienen.

Dank den von uns vorzunehmenden Änderungen wird Ihre Webseite die Top-Ten-Position in Google erreichen.

Wir laden Sie auf unsere Webseite ein.
(ich will hier nun icht noch Werbung machen für die, daher nenne ich die URL hier nicht…)

Bettina Wulffs Buch auf dem Markt: «Jenseits des Protokolls»

Die verlorene Ehre der Bettina Wulff

Wozu Medien in der Lage sind und was es heisst systematisch von der Bildzeitung demontiert zu werden und übers Internet aufs übelste verleumded – das durfte Bettina Wulff an eigener Haut erleben. Ähnlich wie in dem Buch „die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll ist auch Bettina Wulff Opfer diverser Machenschaften der Medien auf die sie selbst weder Einfluss nehmen noch sich dagegen effektiv wehren konnte, im Gegenteil jeder Versuch die Dinge klarzustellen scheiterte bzw. schuf Stoff für noch weitere Hetzkampagnen. Allein die Tatsache, dass dem Bundespräsidenten und seiner Frau derart ans Bein gepinkelt wird und aus jeder noch so kleinen Sache ein riesen Medienrummel fabriziert wurde und man Bettina auch noch eine Vergangenheit als Edelprostituierte nachsagte – das lässt tief blicken und anscheinend kennen die Deutschen was Niveaulosigkeit und dreckige Fantasien angeht kein Halten.

Ich kenne Bettina persönlich von damals, als wir noch bei Cyberpark im Pelikanviertel in Hannover gearbeitet haben und sie die „Mieze vom Chef“ war. Ich studierte zu der Zeit Design für digitale Medien und arbeitete in der Agentur als Freie, zu der Zeit war noch der grosse Hype um die neuen Medien und alle Welt brauchte eine Webseite und CMS-Systeme gab es da noch nicht, alles wurde individuell „zu Fuss“ programmiert, gestaltet und konzipiert. Es gab damals also viel zu tun für angehende Designer und Medienwissenschaftler wie Bettina und mich und wir haben öfter zusammen gearbeitet. Sie war bei den normalen Kollegen ohne den direkten Draht zum Chef nicht unbedingt beliebt, mein Kollege hatte ihre durchdringende Stimme so ziemlich gehasst, sowie ihre besserwisserische Art. Ich selbst aber hatte ein ganz gutes Verhältnis zu ihr und Achim, dem Chef – die beiden habe ich sogar mal in meine kleine Studentenwohnung zum Dampfnudeln-Essen eingeladen. Wenn ich jetzt so denke, dass damals wohl keiner an dem Tisch ahnen konnte, dass Bettina mal derart aufsteigen würde muss ich schmunzeln, hey ich hatte die First Lady von Deutschland bei mir zu Gast. Ok das war vor unendlichen Zeiten als wir beide noch ganz jung, hübsch und voller Tatendrang waren… 😉

Bettina hatte damals schon ganz genau gewusst was sie wollte und wie sie dies erreichen konnte, sie machte auf mich immer den Eindruck der Luxusmaus, die Achim als Sprungbrett für ihre eigene Karriere nutzen wollte. Das dies wohl mehr nur Fassade wahr und sie weit weniger erfolgsorientiert war als sie ihre Umgebung hat glauben lassen erfuhr ich erst in ihrem Buch. Ich habe ihre aufrichtige, direkte und gerade Art sehr geschätzt, sie hat sich jedenfalls nie verstellt oder mit ihrer Meinung hinterm Berg gehalten und stand offen zu ihren Fehlern. Charakterzüge, die ich bei einem Menschen sehr schätze und die auf eine grosse innere Stärke schliessen lassen.

Als ich dann später, mittlerweile in Peru lebend von ihrem Aufstieg zur First Lady Deutschlands erfuhr war ich richtig stolz auf sie, bzw. darauf dass Deutschland es so gut gtroffen hatte mit ihr als Repräsentantin. Ich war überzeugt davon, dass sie den Job sehr gut machen würde und auch das Zeug und Know How dazu hatte. Darüber hinaus fragte ich mich jedoch wie sie das alles überhaupt schaffen will – ich bin selbst Mutter und weiss wieviel Raum und Zeit die Kinder benötigen und eine grosse Verantwortung für die Mutter bedeuten und dass sie nicht einfach ans Personal abgegeben werden können, jedenfalls nicht vollständig. Bettina dürfte schon vor der Wahl ihres Mannes mehr oder weniger alleinerziehend gewesen sein, diejenige die alles stemmen und organisieren musste was mit der Familie zusammen hängt und da ist der Spagat als Gattin des Bundespräsidenten sicher noch viel grösser. Aus der Ferne verfolgte ich sporadisch die Geschehnisse rund um das Präsidentenpaar und als die Gerüchte um Bettina als Edelnutte vermehrt im Netz auftauchten war ich fassungslos wie ungehobelt und niederträchtig doch das deutsche Volk seine eigene „Landesmutter“ in den Dreck zieht – noch dazu ohne jeglichen stichhaltigen Beweis! Pure Gerüchte, hochgekocht und mit der würzigen Sosse der eigenen Fantasien präsentierte so mancher Blogger seine Version des angeblichen Vorlebens der First Lady… Da wurde mir einfach nur übel und auch wenn ich nie direkt eine Freundin Bettinas war (dafür hatten wir zu wenig Berührungspunkte nachdem ich die Agentur gewechselt hatte), war ich ehrlich bestürzt und wütend über die Unverfrorenheit der Leute zu denen sich sogar einige namhafte Journalisten und Blätter gesellten und ich habe mir viel Gedanken darum gemacht wie es ihr wohl mit diesen ganzen Verleumdungen gehen musste. Ich schrieb in einigen Blogs eine Richtigstellung als Kommentar, den die meisten aber gar nicht erst veröffentlichten…

Ich verstand zu dem Zeitpunkt Bettinas Hilflosigkeit, wie sollte sie jemals die Leute plausibel vom Gegenteil überzeugen, wenn sich das schon so in deren Köpfen festgesetzt hatte? Das war eine regelrechte Hetzkampagne gegen eine Frau, die wohl niemanden etwas getan haben dürfte und außer der Frau eines bedeutenden Politikers zu sein. Sieht das denn keiner? Kann der Neid und die Missgunst so gross sein, dass es kein Halten mehr gibt? Auch die späteren Vorwürfe gegen ihren Mann fand ich ziemlcih an den Haaren herbeigezogen. Ich hätte ganz genauso gehandelt wie die Wulffs, ich hätte auch einen günstigen Privatkredit angenommen um mir mein Eigenheim zu finanzieren und ich wäre mir genauso wenig einer Schuld bewusst gewesen. Die ganze Affäre wurde von seiten der verhassten Bildzeitung dermassen überzogen dargestellt und auch wenn im Nachhinein vieles vor Gericht als gegenstandslos und unhaltbar richtig gestellt wurde brach es ihm politisch gesehen in dem Moment einfach das Genick. Wulff ist auch nur ein Mensch und zeigte sich im permantenen Kreuzfeuer der Medien im entscheidenden Augenblick als zu emotional. Das war sein Fehler, mehr nicht und es hat ausgereicht um den Medien das Futter für die ganz grosse Hetzkampagne zu liefern, die dann für ihn das Aus bedeutete.

Was mir an dieser Stelle zu denken gibt ist – wie weit haben die Medien nun Einfluss auf die Politik und ist dieser dem Lande wirklich dienlich? Pressefreiheit hin oder her, es gibt auch Grenzen, ethisch sowie moralisch, es sollte verboten sein Personen des öffentlichen Lebens derart zu demontieren. Diese ganze Affäre hätte nicht in den Medien breitgetreten sondern hinter geschlossenen Türen zwischen denen ausgetragen und geklärt werden müssen, die es tatsächlich was angeht.

Als ich dann gelesen habe, dass Bettina zum Gegenschlag ausholte und diverse Blogger, Blätter und sogar Jauch und google verklagte, das fand ich richtig gut und noch besser war es zeitgleich ihr Buch Jenseits des Protokolls zu präsentieren – ein wirklich gekonnte PR-Massnahme. Ich hoffe es hat ihr ordentlich Geld gebracht und dass es all die sensationslüsternen, niederträchtigen Verleumder gekauft haben, die ihr das Leben bisher so schwer gemacht haben…! Wohl verdientes Schmerzensgeld sage ich dazu nur. Und deswegen Hut ab, Bettina! Mach weiter so, für mich bist Du eindeutig eine Heldin unserer Zeit

Ihr Buch ist entgegen all der schlechten Bewertungen bei amazon wirklich lesenswert und es vermittelt einen kleinen Eindruck davon, wie hart das Leben für sie als First Lady Deutschlands gewesen sein muss. Mich hat auch wirklich erstaunt wie wenig Hilfe sie in dieser Zeit bekommen hatte und wieviel von ihr im Gegenzug verlangt und von ihr erwartet wurde. Auch dass sie als Präsidentengattin kein Gehalt bekam finde ich sehr merkwürdig, das ist ein anstrengender mehr als 40 Stunden Job an der Spitze Deutschlands und dann ohne Bezahlung? Zwei Leute haben ihr zugearbeitet und dafür einen Lohn erhalten, sie hatte ein eigenes Büro und alles – aber kein eigenes Geld? Also ehrlich wie chauvinistisch ist das denn? Also ich hätte mich dem verweigert und gesagt, wenn ihr mir nichts bezahlen wollt, dann mache ich auch den Job nicht…!! 😉

Erfolg.com – meine Erfahrungen mit Dr. Potts neuem Abo-Projekt

Da ich neben den vielen U.S. Internetmarketern auch ein paar der wichtigsten deutschen immer im Auge habe und in deren Verteiler vertreten bin, habe ich natürlich auch den grossen Erfolg.com Launch mitbekommen. Nicht nur die Top-Domain versprach Gutes, auch habe ich schon des längeren überlegt ob es sich vielleicht lohnt mal in eines der sagenumwobenen Produkte des ominösen Dr. Pott zu investieren. Und siehe da er hat ein Testabo für 1,- € angeboten und lockte mit einer kostenfreien Version seines „Deltasprung-Paketes“, dass schon zu einem frühren Zeitpunkt meine Neugier geweckt hatte. Also habe ich nicht lange gefackelt und das Ding abonniert, sehr neugierig auf die so hoch gepriesenen Inhalte…

Gemessen an das amerikanische Niveau bewegt sich der gute Dr. Pott noch irgendwo im Internet-Mittelalter. Die Benutzerführung der Abonnenten läuft über einen Drittanbieter  (www.element5.com) aus den USA, es gibt also nicht mal eine richtige Membership-Seite. Ich will nicht wissen wieviel der Dr. Pott für die Domain gezahlt hat –  warum spart er dann so knauserig am Projekt selbst? Mir ein absolutes Rätsel…

Das zum sofortigen Download bereit stehende Videopaket war eine trübe Enttäuschung, die umgehend in meinen Papierkorb wanderte um den riesigen Datenmüll der viel zu grossen Videodateien im .wmv Format (das das heutzutage noch einer benutzt…) von meiner Festplatte zu säubern. Es handelte sich um Videos von Interviews in denen sich Leute aus der deutschen IM Szene wie Helmut Ahmet, Bodo Schäfer, Erich Lejeune etc. in einem schicken Schlossambiente selbst beweihräuchern und grösstenteils belanglose Allgemeinplätze von sich geben nur um dann am Ende auf ihre ach so tollen Infoprodukte hinzuweisen. Also im Westen nichts Neues.

Dazu gab es noch einen Mitschnitt von einem Seminarvortrag eines Österreichers, der für sich beanspruchte sofort zu wissen wie jemand tickt indem er die Menschheit in 3 grobeKategorien unterteilte und diese zur Übersicht auch noch drei Farben zuordnete (rot=Machtmensch, blau=Denker und Planer, grün=Gefühlsmensch) – alo ich bin keine Psychologin, aber das ist doch arg stereotyp und sehr naiv – ich kann es wirklich nicht fassen, dass der Mann sich auf diese Weise anscheinend einen Namen gemacht hat (welcher mir leider sofort wieder entfallen ist) und auf hochkarätigen Seminaren doziert… Nach dem Motto dreist kommt weiter? Ok das war dann auch so ziemlich die einzige Lektion, die ich dem Ganzen entnehmen konnte…

Der versprochene Deltasprung war erstmal nicht mit dabei, was mich dazu veranlasste eine empörte Mail an den Support zu schreiben, erstaunlicherweise wurde diese sogar beantwortet und man teilte mir mit ich müsse nur Geduld haben, die angepriesenen Inhalte würden nach und nach eingestellt werden.

Somit schob ich den Plan das Abo sofort wieder zu kündigen erstmal auf und wartete auf das versprochene Highlight.

Es folgten dann fast täglich seltsame Emails von einer Anna Reber (wer zum Teufel ist das?) mit Titeln wie:

Gesundheits-Coaching: So kommen Sie gut gelaunt durch das Leben

Motivations-Coaching: Wie Sie Ihre Aufgaben perfekt managen

Erfolgs-Coaching: So definieren Sie Ihre Ziele richtig

und so weiter

Offenbar denkt die Dame, dass die Abonnenten von erfolg.com allesamt unterbelichtete Stümper sind, denen man die einfachsten Dinge häppchenweise näher bringen muss… Dies nicht als Beleidigung aufzufassen fällt mir schwer.

Ein paar Tage später stand endlich das sagenumwobene Deltasprung-Video zum download bereit und präsentierte Teil 1 der sonst immerhin für rund 200,-€ verkauften DVD.
In dem Video tritt Herr Dr. Pott (was für einen Doktor hat er eigentlich?) höchstselbst in Erscheinung und trägt einem kleinen, handverlesenem Publikum seine bahnbrechende Deltasprung Theorie vor. Es geht darum was eine erfolgreiche Webseite von einer erfolglosen unterscheidet und welches die entscheidenden Erfolgsfaktoren sind. Mein lieber Dr. Pott, wir alles wissen, dass neben einem guten Konzept und einem stimmigen Webauftritt mit hochwertigen Content vor allem die Besucherzahlen und die Möglichkeit die Abwicklung auf Autopilot zu setzen entscheidend sind. Doch das eigentlich Wichtige – wie eben dies zu erreichen ist weiss Herr Pott seinem Publikum allerdings nicht näher zu bringen… Soviel zu seiner offensichtlich perfektionierten Kunst aus Scheisse Geld zu machen (man verzeihe mir den unflätigen Ausdruck)

Später folgte dann noch die Einladung zu einem „exklusiven“ Seminar in dem es um Abo-Projekte gehen soll, Werbe-Zitat dazu:

„die Wahrheit ist: Ihr eigenes Abo-Projekt ist das Beste aller Geschäftsmodelle, denn es schafft Ihnen persönlich große finanzielle Freiheit und ein passives Dauereinkommen. Wenn Sie nur 300 Abo-Kunden gewinnen, die Ihnen monatlich 39,00 € für Ihr Abonnement zahlen, dann sind das 11.700 € für Sie als „Fixgehalt“ pro Monat. Nur 300 Kunden genügen für Ihre finanzielle Freiheit!“

Ah das klingt doch sehr nach dem lang erträumten, schnellen, einfachen Geld – oder? Als IM-Profi kann ich dazu nur ein paar grundsätzliche Dinge anmerken:

Erstens – die Abonennten müssen regelmässig mit hochwertigen Content gefüttet werden, dies erfordert neben dem Einsatz und der ganzen Arbeit vor allem auch ein Thema, das möglichst ein breites (oder ein kleines, sehr gut zahlendes) Publikum anspricht und inhaltlich so viel hergibt, dass sich eine kontinuierliche Erscheinungsweise lohnt (die meisten Themen sind recht schnell abgehandelt und es würde zwangsläufig zu Wiederholungen kommen).

Zweitens – ein Rechenbeispiel: um 300 Abo-Kunden zu bekommen muss ich bei einer durchschnittlichen Erfolgsrate von 3% (was schon sehr optimistisch ist, eher wahrscheinlich sind 1%) mindestens 10.000 hochgradig targetierte Besucher auf meine Seite locken. Das genau ist die Crux – wie erreicht man diese Besucherquote möglichst schnell?

Drittens – Mit Google Adwords dürfen Abo-Projekte nur mit vielen Auflagen/Themeneinschränkungen beworben werden (siehe Adwords Werberichtlinien), nach meinen langjährigen Erfahrungen dürfte ein Tagesbudget von ca. 150,- € und die dadurch erreichten ca. 400 Besucher im Schnitt 4-5 Abonnenten bringen – das sind umgerechnet 30,- € pro Abonnent von denen ca. die Hälfte in der Testphase wieder abspringt, also muss man eher wohl um die 50,- € rechnen – was einer Investition von mindestens 15.000 € in adwords entspricht. Das sind nur ungefähre Werte, es kommt natürlich vor allem darauf an was das Thema der Abo-Seite an sich hergibt und wie hoch das Interesse allgemein ist und ob die richtigen Buyer-Keywords schnell gefunden werden (und alles so optimiert wird, dass diese auch erschwinglich sind). Also nichts für Einsteiger ohne entsprechendes Kapital. Für all jene, die zu Anfang mit wenig Geld auskommen müssen bedeutet das, dass die Besucher entweder durch in gutes Ranking in google erreicht werden müssen – was für brandneue Domains bei interessanten Keywords in der Regel recht schwierig bis nahezu unmöglich ist – oder durch den Aufbau einer themenrelevanten, aktuellen Mailingliste. Dies alles erfordert viel Know-How und einen langen Atem – ist also ganz sicher nichts für Neulinge und IM-Einsteiger!

Das sind nur drei Punkte die mir dazu sofort dazu einfallen und auf die Herr Pott in seinem Seminar sicherlich genauso wenig eingehen wird wie bei seinem Deltasprung-Gequatsche. Schlimm finde ich an der ganzen Sache, dass hier den unbedarften Kunden Dinge verkauft und vorgekaukelt werden, die so in dieser Form gar nicht umzusetzen sind. Was so alles möglich wäre kann jeder erzählen – inwiefern das übertragbar, tatsächlich anwendbar und realistisch nachzuahmen ist – diese Frage bleibt offen. Herr Pott arbeitet selbst mit klassischen IM-Methoden und war eben als einer der ersten in dem Gebiet am Ball, seine Kunden dürfte er über eine hochkarätige Meilingliste generieren, die sschätzungsweise über einen Zeitraum von 6-8 Jahren aufgebaut wurde – und das ist genau der Punkt, den man zuerst anstreben sollte – eine themenrelevante Liste aufbauen und darüber eine hohe Kundenbindung erreichen. Ein Aboprojekt ist aufgrund seines Umfangs dann wohl eher etwas für bereits etablierte Marketer, die sich einen Mitarbeiterstab für die Kundenbetreueung, die Inhalte, die technische Umsetzung (eine Membership-Seite ist nicht so einfach zu konzipieren), das Suchmaschinenmarketing etc. leisten können.

Soviel zu erfolg.com oder founder.de – mein Abo habe ich dort natürlich längst gekündigt… Aber es kann sich jeder sein Urteil gern selbst bilden. Wenn der Dr. Pott zu den angesehensten der deutschen IM-Szene gehört, auf welchem Niveau bewegt sich dann eigentlich der Rest? Dios mio!