Erfolg.com – meine Erfahrungen mit Dr. Potts neuem Abo-Projekt

Da ich neben den vielen U.S. Internetmarketern auch ein paar der wichtigsten deutschen immer im Auge habe und in deren Verteiler vertreten bin, habe ich natürlich auch den grossen Erfolg.com Launch mitbekommen. Nicht nur die Top-Domain versprach Gutes, auch habe ich schon des längeren überlegt ob es sich vielleicht lohnt mal in eines der sagenumwobenen Produkte des ominösen Dr. Pott zu investieren. Und siehe da er hat ein Testabo für 1,- € angeboten und lockte mit einer kostenfreien Version seines „Deltasprung-Paketes“, dass schon zu einem frühren Zeitpunkt meine Neugier geweckt hatte. Also habe ich nicht lange gefackelt und das Ding abonniert, sehr neugierig auf die so hoch gepriesenen Inhalte…

Gemessen an das amerikanische Niveau bewegt sich der gute Dr. Pott noch irgendwo im Internet-Mittelalter. Die Benutzerführung der Abonnenten läuft über einen Drittanbieter  (www.element5.com) aus den USA, es gibt also nicht mal eine richtige Membership-Seite. Ich will nicht wissen wieviel der Dr. Pott für die Domain gezahlt hat –  warum spart er dann so knauserig am Projekt selbst? Mir ein absolutes Rätsel…

Das zum sofortigen Download bereit stehende Videopaket war eine trübe Enttäuschung, die umgehend in meinen Papierkorb wanderte um den riesigen Datenmüll der viel zu grossen Videodateien im .wmv Format (das das heutzutage noch einer benutzt…) von meiner Festplatte zu säubern. Es handelte sich um Videos von Interviews in denen sich Leute aus der deutschen IM Szene wie Helmut Ahmet, Bodo Schäfer, Erich Lejeune etc. in einem schicken Schlossambiente selbst beweihräuchern und grösstenteils belanglose Allgemeinplätze von sich geben nur um dann am Ende auf ihre ach so tollen Infoprodukte hinzuweisen. Also im Westen nichts Neues.

Dazu gab es noch einen Mitschnitt von einem Seminarvortrag eines Österreichers, der für sich beanspruchte sofort zu wissen wie jemand tickt indem er die Menschheit in 3 grobeKategorien unterteilte und diese zur Übersicht auch noch drei Farben zuordnete (rot=Machtmensch, blau=Denker und Planer, grün=Gefühlsmensch) – alo ich bin keine Psychologin, aber das ist doch arg stereotyp und sehr naiv – ich kann es wirklich nicht fassen, dass der Mann sich auf diese Weise anscheinend einen Namen gemacht hat (welcher mir leider sofort wieder entfallen ist) und auf hochkarätigen Seminaren doziert… Nach dem Motto dreist kommt weiter? Ok das war dann auch so ziemlich die einzige Lektion, die ich dem Ganzen entnehmen konnte…

Der versprochene Deltasprung war erstmal nicht mit dabei, was mich dazu veranlasste eine empörte Mail an den Support zu schreiben, erstaunlicherweise wurde diese sogar beantwortet und man teilte mir mit ich müsse nur Geduld haben, die angepriesenen Inhalte würden nach und nach eingestellt werden.

Somit schob ich den Plan das Abo sofort wieder zu kündigen erstmal auf und wartete auf das versprochene Highlight.

Es folgten dann fast täglich seltsame Emails von einer Anna Reber (wer zum Teufel ist das?) mit Titeln wie:

Gesundheits-Coaching: So kommen Sie gut gelaunt durch das Leben

Motivations-Coaching: Wie Sie Ihre Aufgaben perfekt managen

Erfolgs-Coaching: So definieren Sie Ihre Ziele richtig

und so weiter

Offenbar denkt die Dame, dass die Abonnenten von erfolg.com allesamt unterbelichtete Stümper sind, denen man die einfachsten Dinge häppchenweise näher bringen muss… Dies nicht als Beleidigung aufzufassen fällt mir schwer.

Ein paar Tage später stand endlich das sagenumwobene Deltasprung-Video zum download bereit und präsentierte Teil 1 der sonst immerhin für rund 200,-€ verkauften DVD.
In dem Video tritt Herr Dr. Pott (was für einen Doktor hat er eigentlich?) höchstselbst in Erscheinung und trägt einem kleinen, handverlesenem Publikum seine bahnbrechende Deltasprung Theorie vor. Es geht darum was eine erfolgreiche Webseite von einer erfolglosen unterscheidet und welches die entscheidenden Erfolgsfaktoren sind. Mein lieber Dr. Pott, wir alles wissen, dass neben einem guten Konzept und einem stimmigen Webauftritt mit hochwertigen Content vor allem die Besucherzahlen und die Möglichkeit die Abwicklung auf Autopilot zu setzen entscheidend sind. Doch das eigentlich Wichtige – wie eben dies zu erreichen ist weiss Herr Pott seinem Publikum allerdings nicht näher zu bringen… Soviel zu seiner offensichtlich perfektionierten Kunst aus Scheisse Geld zu machen (man verzeihe mir den unflätigen Ausdruck)

Später folgte dann noch die Einladung zu einem „exklusiven“ Seminar in dem es um Abo-Projekte gehen soll, Werbe-Zitat dazu:

„die Wahrheit ist: Ihr eigenes Abo-Projekt ist das Beste aller Geschäftsmodelle, denn es schafft Ihnen persönlich große finanzielle Freiheit und ein passives Dauereinkommen. Wenn Sie nur 300 Abo-Kunden gewinnen, die Ihnen monatlich 39,00 € für Ihr Abonnement zahlen, dann sind das 11.700 € für Sie als „Fixgehalt“ pro Monat. Nur 300 Kunden genügen für Ihre finanzielle Freiheit!“

Ah das klingt doch sehr nach dem lang erträumten, schnellen, einfachen Geld – oder? Als IM-Profi kann ich dazu nur ein paar grundsätzliche Dinge anmerken:

Erstens – die Abonennten müssen regelmässig mit hochwertigen Content gefüttet werden, dies erfordert neben dem Einsatz und der ganzen Arbeit vor allem auch ein Thema, das möglichst ein breites (oder ein kleines, sehr gut zahlendes) Publikum anspricht und inhaltlich so viel hergibt, dass sich eine kontinuierliche Erscheinungsweise lohnt (die meisten Themen sind recht schnell abgehandelt und es würde zwangsläufig zu Wiederholungen kommen).

Zweitens – ein Rechenbeispiel: um 300 Abo-Kunden zu bekommen muss ich bei einer durchschnittlichen Erfolgsrate von 3% (was schon sehr optimistisch ist, eher wahrscheinlich sind 1%) mindestens 10.000 hochgradig targetierte Besucher auf meine Seite locken. Das genau ist die Crux – wie erreicht man diese Besucherquote möglichst schnell?

Drittens – Mit Google Adwords dürfen Abo-Projekte nur mit vielen Auflagen/Themeneinschränkungen beworben werden (siehe Adwords Werberichtlinien), nach meinen langjährigen Erfahrungen dürfte ein Tagesbudget von ca. 150,- € und die dadurch erreichten ca. 400 Besucher im Schnitt 4-5 Abonnenten bringen – das sind umgerechnet 30,- € pro Abonnent von denen ca. die Hälfte in der Testphase wieder abspringt, also muss man eher wohl um die 50,- € rechnen – was einer Investition von mindestens 15.000 € in adwords entspricht. Das sind nur ungefähre Werte, es kommt natürlich vor allem darauf an was das Thema der Abo-Seite an sich hergibt und wie hoch das Interesse allgemein ist und ob die richtigen Buyer-Keywords schnell gefunden werden (und alles so optimiert wird, dass diese auch erschwinglich sind). Also nichts für Einsteiger ohne entsprechendes Kapital. Für all jene, die zu Anfang mit wenig Geld auskommen müssen bedeutet das, dass die Besucher entweder durch in gutes Ranking in google erreicht werden müssen – was für brandneue Domains bei interessanten Keywords in der Regel recht schwierig bis nahezu unmöglich ist – oder durch den Aufbau einer themenrelevanten, aktuellen Mailingliste. Dies alles erfordert viel Know-How und einen langen Atem – ist also ganz sicher nichts für Neulinge und IM-Einsteiger!

Das sind nur drei Punkte die mir dazu sofort dazu einfallen und auf die Herr Pott in seinem Seminar sicherlich genauso wenig eingehen wird wie bei seinem Deltasprung-Gequatsche. Schlimm finde ich an der ganzen Sache, dass hier den unbedarften Kunden Dinge verkauft und vorgekaukelt werden, die so in dieser Form gar nicht umzusetzen sind. Was so alles möglich wäre kann jeder erzählen – inwiefern das übertragbar, tatsächlich anwendbar und realistisch nachzuahmen ist – diese Frage bleibt offen. Herr Pott arbeitet selbst mit klassischen IM-Methoden und war eben als einer der ersten in dem Gebiet am Ball, seine Kunden dürfte er über eine hochkarätige Meilingliste generieren, die sschätzungsweise über einen Zeitraum von 6-8 Jahren aufgebaut wurde – und das ist genau der Punkt, den man zuerst anstreben sollte – eine themenrelevante Liste aufbauen und darüber eine hohe Kundenbindung erreichen. Ein Aboprojekt ist aufgrund seines Umfangs dann wohl eher etwas für bereits etablierte Marketer, die sich einen Mitarbeiterstab für die Kundenbetreueung, die Inhalte, die technische Umsetzung (eine Membership-Seite ist nicht so einfach zu konzipieren), das Suchmaschinenmarketing etc. leisten können.

Soviel zu erfolg.com oder founder.de – mein Abo habe ich dort natürlich längst gekündigt… Aber es kann sich jeder sein Urteil gern selbst bilden. Wenn der Dr. Pott zu den angesehensten der deutschen IM-Szene gehört, auf welchem Niveau bewegt sich dann eigentlich der Rest? Dios mio!

 

Lola_003

Braucht der Mensch einen tierischen Begleiter?

Wir kennen sie alle, die Hundefreaks, die Katzentanten und die Meerschweinchenuschis – riesige Zoogeschäfte leben von einem gigantischen Umsatz an Futtermitteln und ca. jeder 3. Deutsche nennt ein Haustier sein eigen. Aber warum eigentlich? Was sagt dies über uns aus?

Auch ich muss gestehen mich davon nicht ausnehmen zu können… Lola mein Graupapgeikind sitzt gerade auf meinem Bein und krakeelt ganz niedlich vor sich hin. Seit sie als 4 Wochen altes unbefiedertes Vogelbaby zu mir kam habe ich sie jeden Tag alle 4 Stunden mit der Spritze gefüttert, die letzte nachts um 1.00 und die erste morgens um 6.00 Uhr… Mittlerweile frisst sie alleine und ist vollkommen ausgewachsen und kann auch schon fliegen. Aber warum habe ich mir das eigentlich angetan, all der Stress, die Unabkömmlicheit, die Kosten – an die tausend Euro bis jetzt? Warum habe ich mir dieses graue Federvieh mit dem roten Schwänzchen zugelegt und vorher wochenlang extrem unter der Trennung von meinen geliebten Vögeln gelitten, die ich in Peru zurücklassen musste? Eigentlich irrational und von meinem Mann überhaupt nicht nachvollziehbar, er versteht das absolut nicht.

Die allgemein bekannte Erklärung des Ersatzes ist so gesehen in meinen Augen nicht wirklich ausreichend und vor allem zu negativ besetzt (soziale Defizite kompensieren). Ich habe eine Tochter, eine gute Beziehung und viele Freunde, einen ausgefüllten Job und werde demnächst (morgen, übermorgen?) wieder Mutter. Ich brauche keinen Ersatz für irgendetwas, nein mein geliebtes Vogelkind stellt für mich eine ganz eigene, zusätzliche Bereicherung dar. Ein Tier, sei es noch so klein oder unzugänglich (man denke nur an die Terrarientiere) übt eine Faszination des Andersartigen aus, ein Lebewesen, komplett verschieden von uns in seinen Ansprüchen, seiner Lebens- und Ausdrucksweise und deswegen bereichernd, inspirierend und interessant.

In meinem Falle geht die Bindung noch tiefer als gewöhnlich, da ich meinen Papagei selbst aufgezogen habe und somit ein vollkommenes Vertrauen zwischen uns herrscht und das Tier mir gegenüber keinerlei Scheu empfindet. Da besonders Graupapgeien empfindsam, hochintelligent und liebevoll sind ist ein grosses Potential gegeben um sich gut aufeinander einzustellen und miteinander kommunizieren zu können.
Lola übt schon fleissig Wörter, lernt was sie darf und was nicht (z.B. Tastaturen und Stifte zerbeissen geht ja mal gar nicht…) und sie kommt bereits angeflogen wenn ich sie rufe (naja meistens, es sei denn sie ist gerade mit etwas sehr interessantem beschäftigt). Wenn sie müde ist klettert sie an meinem Bein hoch und kuschelt ausgiebig bis sie eingeschlafen ist – es gibt wirklich nichts Vergleichbares wie dieses innige Vertrauen eines schlafenden Vogels auf dem Schoss…! Sie ist natürlich sehr verspielt, frech und manchmal ein bisschen verrückt (wenn sie laut krächzend mit aufgestellten Federn auf irgendetwas losgeht, dass ihr nicht ganz geheuer ist) eigentlich irgendwie menschlich vertraut und doch ganz anders…

Graupapageien sind in der Lage Wörter nicht nur zu repetieren sondern sie auch im sinnhaften Kontext anzuwenden. Sie können sogar lernen verschiedene, logisch struktuierte Aufgaben zu lösen, zu rechnen und ihre Bedürfnisse direkt mitzuteilen. Ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür ist Alex, das Vogelgenie aus Harvard, ein über 30 Jahre lang trainierter Graupapgei, der für bahnbrechende Erkenntnisse in der Tierverhaltensforschung gesorgt hat. Alex hat der Welt eindrucksvoll gezeigt wozu ein kleiner Papagei in der Lage ist und damit viele Theorien mal eben über den Haufen geworfen…

Hier ein Nachruf auf diesen außergewöhnlichen Vogel:

Was also steckt hinter der Beziehung  zwischen Tier und Mensch?

Das Interessanteste allerdings – und jetzt komme ich zu dem Punkt um den es mir eigentlich geht – ist die Inspiration, die von einem solchen Tier ausgeht. Das Tier zwingt uns dazu nicht nur seine Andersartigeit zu akzeptieren sondern diese auch verstehen zu lernen und adäquat damit umzugehen. Die Kommunikation mit einer anderen Spezies ist eine helfende Eigenschaft und Vorraussetzung um auch bei anderen Problemen durch verschiedene Blickwinkel zu neuen Lösungsansätzen zu kommen. Das Tier fordert uns täglich aufs Neue heraus, nervt uns, entzückt uns, will geliebt und verstanden werden ist uns ein treuer, verlässlicher, höchst zugewandter Begleiter und erweitert unseren Horizont in unvergleichlicher Weise.
Es nimmt uns die Überheblichkeit des Menschseins und versöhnt uns mit den anderen Geschöpfen der Schöpfung… Und wer behauptet ein Tier könne nicht lieben – der hat nicht so eine innige Vogelliebe erlebt wie ich mit meinem grauen Schätzchen…

Lola und ich…

Kreativität – oder die Befreiung des Geistes

Seit längerem – oder eigentlich mein ganzes Leben – beschäftige ich mich immer wieder mit Fragen der Vereinfachung und der Befreiung des Geistes.

Für uns Kreative ist der grösste Feind der eigene Zensor, der Zensor ist eine Art Filter den sämtliche Ideen und Hirngespinste durchlaufen müssen um entweder angenommen und weiterverfolgt oder komplett abgelehnt zu werden. Er besteht aus den Dingen, die ich als gesellschaftlichen Balast bezeichnen will – Vorurteile, Begrenzungen durch Glauben und Aberglauben, finanzielle/gesellschaftliche Beschränkungen, Selbstbewusstsein, festgefahrene Vorstellungen etc… Dieser Zensor tötet sozusagen die kreative Muße und je älter man wird, desto ausgeprängter fungiert leider auch unser Zensor. Kennen wir nicht alle jene verbohrten Alten, die gar nicht mehr in der Lage sind neuen Ideen positiv und offen gegenüber zu stehen? Nun genau jene sind die Opfer ihrer eigenen Vorurteile und festgefahrenen Meinungen von denen sie keinen Zentimeter mehr abweichen können, ohne es teilweise selbst zu verstehen.

Kinder hingegen können unbekümmert experimentieren, Neues erforschen und Fehler machen ohne sich ständig mit Selbstkontrolle und -verurteilung zu quälen, sie können ihre eigenen fehlerhaften Werke fröhlich lieben ohne sie als schlecht zu verdammen und sich stundenlang unsinnigen Aufgaben zuwenden ohne dies pausenlos zu hinterfragen… Der kindliche Geist ist per se frei, ein Kind ist weder schlecht noch gut, die kindliche Grundveranlagung ist zutiefst sozial, es hat einen natürlichen Lerninstinkt und erforscht seine Umwelt und Neues vollkommen wertfrei (siehe Jean Liedloff, „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“). Das bedeutet also, dass das, was uns immer wieder zurückkhält, eine Summe aus den eigenen Erfahrungen, dem erworbenem Wissen und dem Verhalten anderer uns gegenüber (oder im allgemeinen) ist und wir also theoretisch auch dazu in der Lage sein sollten uns wieder davon lösen zu können.

So wie wir uns ab und zu von unserem Gerümpel in der Wohnung befreien sollten („Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags, Karen Kingston“) – so sollten wir auch unsere Gedanken von Zeit zu Zeit lüften und die eigenen Meinungen und Überzeugungen hinterfragen, bzw. sich radikal von dem lösen, dass uns nur unnötig zurückhält oder von dem abhält, das wir eigentlich zu tun in der Lage sind.

Vieles von dem was wir glauben oder als gegeben hinnehmen kommt nicht von uns und hat rein gar nichts mit uns oder unserem Leben zu tun und doch lassen wir uns davon massiv beeinflussen. Das fängt bei dem an, was wir in der Kindheit als Grenzen und Dogmen erfahren haben, was andere und wir selbst uns tagtäglich eintrichtern – Sätze wie „das geht nicht“, „das schaffst du nie“, „das macht doch gar keinen Sinn“, „Du spinnst wohl nur rum“ oder „dafür hast du nicht das Geld“, „das ist kein richtiger Job“ etc. prägen sich sehr viel tiefer in unser Bewusstsein ein, als uns lieb ist und sind oft der Grund warum wir unseren besten Ideen keinen Glauben schenken und unsere Euphorie sogleich begraben. Diese beständige Negativprogrammierung führt auf Dauer dazu, dass es uns nicht mehr möglich ist die Dinge aus verschiednenen Blickwinkeln zu betrachten, kontrovers zu denken und Neues zu kreieren, bzw. in unsere eigene Kraft und unser Können zu vertrauen.

Dazu gibt es auch einen treffenden Spruch:
„Alle sagen das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hatte es einfach gemacht…“

Die grössten Visionäre unserer Zeit mussten hart und ausdauernd gegen die Barrikaden in den Köpfen anderer ankämpfen um ihr Business zu starten und nur ihr unerschütterlicher Glaube an ihre eigene Idee und an sich selbst hat sie dahin gebracht wo sie heute stehen – man lese dazu nur die Entstehungsgeschichten von apple oder Ikea als prominenteste Beispiele.

Aber unser grösster Feind ist gar nicht mal die Borniertheit und das Unverständnis der anderen Leute sondern die Grenzen die wir uns selbst auferlegen – sprich eben unser eigener Zensor. Ich habe im Laufe der Zeit auch festgestellt, dass die Religion und der allgemeine Aberglaube sehr viele Aspekte beinhaltet, die uns in gewisse Schranken verweisen und zum grossen Teil mit Ängsten oder Überzeugungen beladen, die objektiv betrachtet vollkommen überflüssig und für die eigene Entfaltung sehr hinderlich sind. Da ich selbst nicht religiös erzogen wurde kann ich dies mit einem grossen Abstand betrachten ohne dabei gleich in irgendwelche inneren Glaubenskonflikte zu geraten oder aus Angst vor dem Allmächtigen in einer geistigen Starre verharren muss. Ich bin aus tiefster Überzeugung liberal und bin weder für noch gegen einen Glauben, noch kritisiere ich irgendwelche Glaubensgrundsätze, noch deren Anhänger – aber ich denke, dass ein bisschen scharfer Menschenverstand oder eine vorübergehende Loslösung von diesen religösen Dogmen plötzlich neue Blickwinkel entstehen lassen und vor allem ein innerliche Befreiung von einem anscheinend immerwährendem psychisch-moralischen Druck bedeuten kann.

Auf diese Idee kam ich vor allem, als ich über folgendes Zitat (von anonym) stolperte, hier das Original in englisch:

The world is meaningless, there is no God or gods, there are no morals, the universe is not moving inexorably towards any higher purpose. All meaning is man-made, so make your own, and make it well. Do not treat life as a way to pass the time until you die.
Do not try to „find yourself“, you must make yourself. Choose what you want to find meaningful and live, create, love, hate, cry, destroy, fight and die for it. Do not let your life and your values and you actions slip easily into any mold, other that that which you create for yourself, and say with conviction, „This is who I make myself“.
Do not give in to hope. Remember that nothing you do has any significance beyond that with which imbue it. Whatever you do, do it for its own sake. When the universe looks on with indifference, laugh, and shout back, „Fuck You!“. Rembember that to fight meaninglessness is futile, but fight anyway, in spite of and because of its futility.
The world may be empty of meaning, but it is a blank canvas on which to paint meanings of your own. Live deliberately. You are free.

Für viele mag dies vielleicht zu radikal, zu gottlos und zu anstössig sein, aber dies ist nicht unbedingt als Provokation gemeint sondern als Anstoss zum Umdenken. Was ist wenn es keine Vorhersehnung gibt, keinen allwissenden Gott, der unser Schicksal lenkt und überwacht, was ist wenn es weder eine übergeordnete Moral noch eine universelle Ordnung gibt? Was ist wenn wir tatsächlich in der Lage sind unser Leben vollkommen selbst zu bestimmen, bzw. wir und nur wir selbst die Verantwortung für uns und unser Glück tragen? Was ist wenn es kein Schicksal gibt und unsere gesamte Existenz schlicht auf der unwahrscheinlichen Verkettung von zufälligen Begebenheiten beruht, die ohne Sinn und Bedeutung entstanden sind?

Das Universum hat erwiesenermassen keinen Beginn (im Gegensatz zu den Schöpfungsgeschichten mancher Religionen) und es wird auch kein Ende haben und daher kann es sehr gut möglich sein, dass unser Dasein darin blosser Zufall ist und keinerlei tiefere Bedeutung hat… Ich weiss schon jetzt, dass viele dies als Gotteslästerung verstehen werden (und mich beschimpfen), aber es geht mir nicht um eine Glaubenskritik gegen irgendeine Religion sondern nur darum sich selbst von uralten Dogmen zu befreien (Religion und Aberglaube reichen zumeist tausende von Jahren zurück), die uns nur in Schranken verweisen, die vielleicht für die Gesellschaft, einzelne Institutionen und das allgemeine Zusammenleben förderlich sind – aber für die Entfaltung der eigenen Kreativität nicht sonderlich viel taugen.

Ein Querdenker hat weder Angst um sein Seelenheil noch um die schlechte Meinung anderer, er lässt sich nicht beirren in dem was er tut und er trägt die vollkommene Verabtwortung für sein Glück selbst, er lässt sich nicht in Schubladen stecken noch in irgendeiner Form unterdrücken. Ein echter Querdenker/Kreativer ist frei und ist dadurch in der Lage Dinge zu erreichen oder umzustetzen die andere für unmöglich halten.

„Der Handelnde ist immer gewissenlos; es hat niemand Gewissen als der Betrachtende“
(„Johann Wolfgang von Goethe, Werke – Hamburger Ausgabe Bd. 12, Maximen und Reflexionen“)

„Der Mensch, welcher nicht zur Masse gehören will, braucht nur aufzuhören, gegen sich bequem zu sein; er folge seinem Gewissen, welches ihm zuruft: „sei du selbst! Das bist du alles nicht, was du jetzt tust, meinst, begehrst.“
(Friedrich Nietzsche, Werke I – Unzeitgemäße Betrachtungen“)

Etwas davon steckt in jedem von uns und wir sollten alles hinterfragen, was uns ein NEIN aufgibt – sehr wahrscheinlich werden wir dann feststellen, dass wir zu sehr viel mehr in der Lage sind, als wir vorher je für möglich gehalten haben…

In diesem Sinne auch:

„Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte.
Ich wollte das Dasein auskosten. Ich wollte das Mark des Lebens einsaugen!
Und alles fortwerfen, das kein Leben barg, um nicht an meinem Todestag
Innezuwerden, daß ich nie gelebt hatte.“

Henry David Thoreau (1817–1862) aus „Walden; or, Life in the Woods“

„You laugh at me because I’m different, I laugh at you because you’re all the same…!“
(Jonathan Davis)

Für nur $5,- Witzige Werbespots machen lassen

Videomarketing ist effectiv, kostet nicht viel und kann ein paar Googlerankings erobern, die sonst nur mühsam zu erreichen sind – allerdings nur mit einem interessanten Video! Dass diese eben nicht immer langweilig und neutral rüber kommen müssen zeigen die witzigen Clips, die es für 5 Dollar auf Fiverr zu erstehen gibt. Wirklich viel Gegenwert für die five bucks! Für alle, die Fiverr noch nicht kennen sei an dieser Stelle nur gesagt – unbedingt anschauen und nutzen, da gibt es viele nützliche Angebote! Es gibt fiverr inzwischen auch auf deutsch, aber das amerikanische Original ist immer noch weit besser…

Ich verwende Fiverr vor allem für lästge Textjobs, Übersetzungen, Linkbuilding und dröge Social Media issues, aber wirklich cool sind die originellen Videoclips, die man dort bei verschiedenen Enterntainern bestellen kann. Wer also keine Idee für sein Werbevideo hat oder einen witzigen Geburtstagsgruss der etwas anderen Art versenden will – der sollte sich dort mal umsehen…!

Ich habe hier dazu eine kleine Auswahl zusammengestellt:

The Preacher

In Deutschland nahezu unbekannt gibt es im Ami-Fernsehen eine ganze Reihe von TV-Preachers, die mit grosser Intensität und Hingabe die Vorzüge des Herrn preisen und den Ungeläuterten auf den rechten Pfad weisen wollen. Der Banjoman nimmt dies in einer wirklich guten Parodie vollendet auf die Schippe und hat damit auf Youtube schon an Kultstatus gewonnen.

Sam Cornwell rants

Der Walise Sam Cornwell war einer der ersten, der überhaupt die Idee hatte seine Videokünste auf Fiverr anzubieten und zwar in unnachamlicher Weise – pöbelnd und einen echten Wutausbruch markierend… Mit über 3000 Videos mittlerweile auch Kult.

Oldbittygrandma

Old bitty Grandma ist schräg, wandlungsfähig und einfach trash, leider ist die Tonqualität ihrer Videos nicht so gut, dafür aber gibt sie sich alle Mühe mit den Verkleidungen…

Professor Hans Puppet

Professor Hans von Puppet hat es mit seinem deutschen Akzent (wahrscheinlich angelehnt an Prof. Einstein) über Fiverr auch schon zu Ruhm und Ehre gebracht. Nicht nur Kinder lieben ihn…

Dancing Dror

Dror hat es mit seinem eigens kreiierten silly-duck-dance-style ganz an die Spitze der Video-Testimonial-Anbieter geschafft. Er kann der hohen Nachfrage schon nicht mehr gerecht werden und steht in fiverr seit geraumer Zeit permanent auf overbooked. Er ist auch wirklich unschlagbar komisch!

The Plastic Bag Man

Der Plastikbagman, wie Dror auch Israeli kann mit seiner Nackthaarkatze und einem Platikbeutelkostüm und witzigen Akzent aufwarten. Für einen lustigen Gag zum Aufockern ist er bestens geeignet…

Typographische Visitenkarte

Die schönsten Visitenkarten Templates für 2012

Im neuen Jahr muss auch wieder eine neue Visitenkarte her mit der man seinen guten Vorsätzen gleich treu werden und auf Kundenfang gehen kann… 😉
Ein gutes Design muss da auch nicht teuer sein, bei graphicriver.net gibt es eine riesige Auswahl an sehr guten Visitenkarten-Templates, die man für 6$ kaufen und nach eigenem Gusto verändern kann.
Auch für Privatleute macht sich eine eigene Visitenkarte sehr chic, die Umsetzung ist ganz einfach, wenn man ein paar grafische Grundkenntnisse mitbringt und Photoshop auf dem Rechner hat. Dann einfach die Datei zu einem der sehr günstigen Onlinedruckereien senden (z.B. hier)und fertig, ein paar Tage später hat man seine eigene Visitenkarte und kann damit gut Eindruck schinden… 😀
Die Kosten für 100 Visitenkarten belaufen sich insgesamt auf um die 25,-€.
Die transparente Visitenkarte kann man hier drucken lassen für 140,- €.

Einfach auf das Bild klicken um zum jeweiligen Template zu kommen.

Typographische Visitenkarte

Typographische Visitenkarte

 

Transparente Visitenkarte

Transparente Visitenkarte


 
Pricetag Visitenkarte

Pricetag Visitenkarte

 

IPhone Visitenkarte

IPhone Visitenkarte

 

Retro Style Visitenkarte

Retro Style Visitenkarte

 

Minimalist Visitenkarte

Minimalist Visitenkarte

 

Edge Business Card

Edge Business Card

green style Visitenkarte

green style Visitenkarte

 
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Dies ist ein Beitrag von Divena.
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