Eine innige Freundschaft

Meine Tochter und der kleine Papagei Paco

Als ich heute nach langer Zeit mal wieder mein iPhone an meinen iMac anschloss lud dieser automatisch eine ganze Reihe Fotos ins iPhoto von deren Existenz ich gar nichts wusste (ich fotografiere nie mit dem Handy, daher habe ich auch nie geschaut ob Fotos drauf sind).

Zu meiner Überraschung muss sich meine kleine Tocher (7 J.) das Handy geschnappt haben und hat in etwas ungewöhnlicher Weise ihre tiefe Freundschaft zu unserem kleinen Papagei Paco dokumentiert. Der Vogel begleitet sie fast ständig und ist anscheinend duldsamer als ich je gedacht hätte. Ich hatte meiner Tochter eigentlich streng verboten dem Tier irgendetwas anzuziehen oder in irgendeiner Form unsachgemäss zu behandeln. Aber anscheinend gefällt sich Paco in seiner Rolle, ich meine er kann ja fliegen und jederzeit abhauen, wenns ihm zu bunt wird – doch offensichtlich fand er es wohl ganz amüsant…

Interessant finde ich auch die kindliche Perspektive der Fotos, die natürlich keinen Qualitätsstandard halten können, aber so erfrischend unbedarft diese süsse Freundschaft dokumentieren. Wenn meine Tochter aus der Schule kommt begrüsst der kleine Papagei sie als erster, fliegt ihr auf die Schulter und kuschelt erstmal ein bisschen mit ihr…

Paco ist ein Loro de Cabeza Roja und stammt aus Ayacucho in Peru, dort leben diese süssen und sehr intelligenten Vögel in riesigen Schwärmen und fliegen gemeinsam täglich weite Strecken immer auf der Suche nach Nahrung (sehr zum Verdruss der dortigen Maisbauern…). Paco ist eine wundervolle kleine Persönlichkeit, sehr neugierig und verspielt, Sunny seine Schwester ist hingegen sehr schüchtern und sucht immer den Schutz der Amazone Coco, die entgegen anfänglicher Sorge sehr liebevoll zu den kleineren Papageien ist. Alles in allem mehrere ungewöhnliche Freundschaften, die zeigen dass Grösse und Art gar keine Rolle spielen… 😉

Hier also die Fotos meiner Tochter:

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Eine innige Freundschaft

Unsere drei Papageien

Unsere drei Papageien

Paco mit Hut

Paco mit Hut

Paco die Diva

Paco die Diva

Fancy Paco

Fancy Paco

Paco Printemps 2011

Paco Printemps 2011

Dies ist kein Stofftier

Dies ist kein Stofftier

Auch Papageien lieben Mode

Auch Papageien lieben Mode

Peru

(Über)Leben zwischen Peru und Deutschland

Bevor ich nach Peru ging hatte ich mir vorgestellt, dass es dort viel einfacher werden würde, weniger teuer, keine Steuererklärung mehr, nicht mehr 570,-€ für die Krankenversicherung und 420,- für den Kindergarten zahlen müssen und eine Vollzeit Haushaltshilfe haben, eine schöne Wohnung etc. und gutes Essen. Irgendwie konnte ich mir damals nicht vorstellen, dass es da auch Schattenseiten geben könnte, bzw. dass gewisse einfache Dinge sich als schwerwiegender herausstellen, als ich vorher vermuten hätte.

Lima ist eine riesige, riesige Stadt – 7 Millionen Einwohner und täglich werden es mehr – der Verkehr hier ist grausam und die Luftverschmutzung sehr hoch, nicht nur durch die Abgase sondern auch durch den feinen braunen Staub der durch die umliegenden Berge in die Stadt hinein geweht wird und alles mit einer dünnen Staubschicht überzieht.

Wir haben eine schöne Wohnung in Surco, nahe dem Ovalo Higuereta wo auch die Schule meiner Tochter ist. Ich habe eine Empleada, die einen Grossteil der Hausarbeit in einem schnelckenartigen Tempo erledigt und kochen tue ich in der Regel selbst. Und da liegt auch schon der erste grosse Haken – man kann sich vorher nicht vorstellen wie sehr man irgendwann z.B. all die leckeren Süssigkeiten vermisst, die man in Deutschland ohne Probleme überall kaufen kann. Zum Glück bin ich kein Schokoladenfan, denn die hiesige Schokolade schmeckt ungefähr so wie die aus der DDR damals (graus) und auch wenn es bereits ein schmales Sortiment an Haribo gibt ist es leider recht teuer eine Tüte Gummibärchen zu kaufen (kostet 13 Soles), so dass ich es uns nur selten gönne.
Abgesehen von den Süssigkeiten gibt es hier auch kaum Tiefkühlfertigprodukte (auf die ich früher zwar selten aber hin und wieder schon gern mal zurückgegriffen habe). Bei den Milchprodukten sieht es ähnlich düster aus, es gibt nur so eine dünnflüssige Art Sahne (mit der man keine anständige Sosse ohne vverdicken hinbekommt), keinen Schmand oder saure Sahne, kein Creme fraiche, keinen richtigen Joghurt, keinen Quark, keine ungesalzene Margarine (habe alle durchprobiert), richtige Butter ist viel zu teuer und wenigstens gibt es normale Milch. Wobei die Peruaner aber allen ernstes Dosenmilch bevorzugen und behaupten die währe gesünder und leckerer als frische Vollmilch, selbst kleine Babys bekommen nichts anderes.
Manchmal wünschte ich ein real-Markt aus Deutschland käme aus der Luft geflogen und ließe sich direkt neben unserem Haus hier nieder… 😉

Ein anderes Problem ist die stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit, da ich selbst hier nur flatternden Herzens Auto fahre (und schon gar nicht zur Höllenzeit, wenn sich die Autos chaotisch kreuz und quer auf den breiten Strassen drängen und ich niemals wüsste wie ich da lebend wieder herauskäme) läuft es darauf hinaus, dass ich Taxi fahren muss und das ist ein gewisses Sicherheitsrisiko. Mich haben in der Hinsicht schon haarsträubende Geschichten erreicht, so dass ich nur im Notfall Taxi fahre. Dadurch sind wir (meine Tochter und ich) fast nur zu hause und bewegen uns höchstens zum Einkaufen weg und jetzt da ich im Bett bleiben muss ohnehin gar nicht mehr.

Ein weiteres Manko ist sicherlich auch insgesamt die soziale Isoliertheit hier, abgesehen von ein paar spärlichen Kontakten zu anderen deutschen Eltern und der peruanischen Familie meines Mannes (die zwar sehr liebenswürdig sind mit denen mich aber leider nicht sonderlich viel verbindet, denn belangloser Smalltalk war noch nie mein Ding und die allgemeinen Klatschgeschichten finde ich ungefähr so interessant ist wie das Liebesleben londoner Pflastersteine). Mir fehlen meine besten Freundinnen und Freunde sehr, meine Schwester und ihre Kleinen und natürlich meine Eltern. Mit der Zeit wächst die Sehnsucht auch noch mehr als dass sie abnimmt. Natürlich skypen wir regelmässig aber das ist nicht dasselbe. Dies ist ein Aspekt an den ich vorher kaum gedacht habe und den ich nur jedem ans Herz legen will, der sich mit dem Gedanken trägt seine Heimat eine längere Zeit zu verlassen…

Ich mag die Peruaner gern, sie sind chaotisch, temperamentvoll, teilweise zwar schroff und unhöflich und man sollte gut auf der Hut sein nicht ausgenutzt zu werden, aber sie können auch herzlich und lustig sein und sehr charmant (wenn es darauf ankommt). Leider sind sie nicht so geradeheraus, wie man es als Europäer eher gewohnt ist und etwas zu sehr auf ihren Vorteil bedacht, aber wenn man das weiss kann man dies schnell erkennen und entsprechend damit umgehen. Angesichts der sehr harten Lebensbedingungen und der fragwürdigen Doppelmoral der katholisch spanischen Kirche kann ich es auch niemandem verübeln. Im Gegenzug muss ich oft gegen Misstrauen, Neid, Eifersucht, üble Gerüchte und dergleichen ankämpfen, was mir weit weniger gefällt und aus diesem Grund habe ich den Kontakt zur Familie sehr stark eingeschränkt.

Was mich auch ziemlich nervt ist die grobe Art der Anmache die ich als blonde Frau oft ertragen muss und die mich höchstens agressiv macht, denn ich weiss sehr wohl, dass es nicht um mich selbst geht sondern um das Klichee dass ich für die Männer hier zu verkörpern scheine.
Wie oft ich wohl schon „Barbie“, „muñequita“ (Püppchen) gehört habe oder „Gringa bonita“? Urgs. Als mit meinen 37 Jahren würde mir in Deutschland wohl sicher niemand mehr hinterher pfeifen… Was denken die sich denn eigentlich dabei? dass ich ihnen im Supermarkt in den Arm falle und ihnen eine Telefonnummer gebe? LOL Also das ist auf jeden Fall etwas, dass nervt und an das ich vorher niemals gedacht hätte.

Ich dachte vorher auch, dass die Peruaner kinderieb seien, da die Familien hier oft sehr kinderreich sind, aber leider war auch das ein grosser Irrtum. Hier ist es noch üblich, dass die Kinder mit speziellen geflochtenen Gerten, Gürteln oder einfach der flachen Hand gezüchtigt werden und das nicht zu knapp (sogar auch in der Schule). Kinder haben zu gehorchen wie Hunde und den Erwachsenen unterwürfigen Respekt zu zollen. Eine peruanische Familie ist streng hierarchisch strukturiert und die Kinder haben sich vollkommen unterzuordnen. Ähnlich wie es in Deutschland um die Jahrhundertwende gewesen sein muss.

Da ich selbst vollkommen gegensätzlich erzogen wurde und eine überzeugte Anhöngerin progressiver Erziehungsmethoden basierend auf Liebe und Zuwendung bin (meine lieblings Buchempfehlung dazu: Jean Liedloff „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“) und ich meine Tochter zu Selsbtündigkeit und charkaterlicher Stärke erziehe – ecken wir hier dadurch natürlich sehr oft an. Meine Tochter reagiert nicht auf einen rüden Befehlston und hinterfragt auch gerne mal was, manchmal zickt sie auch ein bisschen rum (sie ist erst 7) und das führt dann zu grossen Diskussionen im peruanischen Familienkreis wo soetwas ja nicht einfach so geduldet werden kann. Meine Tochter gilt hier als verzogen, trotzig und unumgänglich. Dabei ist sie ein sehr aufgeschlossenes, intelligentes und waches Kind, das gern mithilft (wenn sie nett gefragt und nicht angeschrien wird) und alles und jedes wissen will. Sie malt gern und bastelt sehr kreative Sachen und kommt in der Schule bestens mit und hat viele Ideen und ist sehr tierlieb (wir haben drei kleine Papageien um die sie sich rührend kümmert). Der Humboldt-Schule ist dies allgemeine Erziehungsproblem bewusst und manchmal werden die peruanischen Eltern zu speziellen Informationsabenden eingeladen wo es um eine gewaltlose und moderne Erziehung geht.

Ich glaube diese strenge Form der Erziehung und die frühe Unterdrückung besonders der Mödchen wirkt sich extrem nachteilig auf das gesamte Leben aus. Nicht nur die fehlende Bildung ist ein Problem sondern auch die Grundstruktur der peruanischen Gesellschaft – es fehlt an echtem Unternehmertum und an Selbständigkeit der Mitarbeiter. Hier ist es vollkommen normal, dass die Leute noch mit 30-40 unter dem Dach der Eltern wohnen und sich diese in alles und jedes einmischen und die (schon erwachsenen) Kinder entsprechend zu gehorchen haben… Wie soll daraus ein wirtschaflicher Aufschwung entstehen? Ich bin weder Ökonom noch Anthropologe – aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es ein Volk höchst uneigenständiger Menschen jemals wirklich aus der Misere heraus schaffen wird, denn an den Resourcen kann es nicht liegen – kaum ein Land ist so üppig damit gesegnet wie Peru. Die Leute arbeiten zwar viel aber vollkommen uneffektiv, langsam und ohne System und ohne jedes Nachdenken. Nebenan ist eine Baustelle auf der ungefähr 30 Leute arbeiten und manchmal beobachte ich den Fortgang und was ich sehe ist ein unorganisierter Haufen bei dem die eine Hand nicht weiss was die andere tut… Das 10-Apartment-Haus wird erst in einem Jahr fertig sein heisst es und ein Jahr bauen sie schon daran herum… Das sagt doch schon so ziemlich alles.

Meine Haushälterin hat sich inzwischen zum Glück abgewöhnt mich bei allem und jedem zu fragen, aber das wofür sie 9 Stunden braucht würde ich locker in 4 schaffen, unser 3 Personen-Haushalt (den ich früher nebenher zu meiner eigentlichen Arbeit gemacht habe) überfordert sie schon so ziemlich und sie fragt immer ob wir nicht noch jemanden einstellen wollen für die Wäsche (wir haben eine Waschmaschine und Trockner).

Wenn man hier auf deutschem Standard leben will, dann ist es auf jeden Fall mindestens genauso teuer wie in Deutschland. Einen entscheidenden Vorteil habe ich durch den Standort allerdings, ich muss keine deutschen Steuern mehr abführen und hier zahle ich nur ein Bruchteil dessen was ich in Deutschland hatte zahlen dürfen. Insofern habe ich die Kosten lang wieder heraus…

Alles in allem sollte es nicht nur eine Kostenfrage sein wenn man daran denkt in ein anderes Land zu ziehen – man sollte sich ferner gründliche Gedanken über die dortige Lebenssituation machen, über die Mentalität der Leute, die Arbeitsbedingungen etc. – auch wenn dies sicherlich vorher nur schwierig absehbar ist. Wichtig ist auch denke ich, dass man sich dort nicht gleich zu sehr bindet (durch Hauskauf, Heirat, Arbeitsvertrag oder irgendwelche Investitionen) sondern in dem Land seiner Wahl erstmals nur „auf Probe“ lebt und schaut wie man so zurecht kommt. Auf jeden Fall sollte man ein gutes finanzielles Rückhaltepolster mitbringen, besonders in Ländern in denen es keine soziale Absicherungen gibt…

Auf jeden Fall ist es aber eine interessante und bereichernde Erfahrung im Ausland zu leben und ich hätte gut Lust nun in ein anderes Land zu ziehen – ein etwas westlicheres vielleicht wie z.B. USA, Australien oder Neuseeland. Aber jetzt bekommen wir erstmal noch einen Nachwuchs und da muss ich wohl doch andere Prioritäten setzen… 😉

Peru

Eine Sicht auf die ärmeren Barrios in den Berghängen Limas

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Dies ist ein Beitrag von Divena.
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Eliminieren, Deligieren und mit dem eigenen Einkommensbaum unabhängig werden

Da ich zur Zeit im Bett liegen muss – ich bin im 2.Monat und darf aufgrund von Komplikationen leider für die nächste Zeit das Bett erstmal nicht verlassen – habe ich mich aus diesem Anlass zwangsweise wieder der Frage des effektiven Eliminierens und Deligierens zugewendet und der Frage einen soliden Einkommensbaum für mich zu erschaffen der meine Familie und mich auch in den Zeiten zu ernähren vermag in denen ich nur sehr eingeschränkt einsatzfähig bin.

Zum Glück geht jetzt mein Laptop wieder und ich kann das Allerdringendste von meinem neuen Arbeitsplatz aus erledigen…

Als Frau und jetzt noch als werdende Mutter werde ich natürlich sehr schnell in die ewig selbe Ecke abgeschoben, nämlich der der fürsorglichen Mutter und Hausfrau. Das war noch nie mein Fall und damit kann ich mich ganz allgemein auch nicht abfinden – reduziert zu werden auf ein irgendein überkommenes Klischee, das nichts mit mir zu tun hat und auf das ich mich nicht beschränken lassen möchte.
Damit ich trotz meiner Verpflichtungen und meinem jetzigem gesundheitlichem Handikap beruflich erfolgreich sein kann liegt praktisch gesehen in drei Aufgaben: Eliminieren und Deligieren und ein Produkt entwickeln.

Deligieren

Den lästigsten Part des gängigen Klischees einer Frau habe ich schon vor langer Zeit in die Hände einer beflissenen Haushälterin gelegt deren fürsorgliches und einfaches Gemüt für diese Zwecke genau passend sind. Der vierfachen Mutter und Witwe helfe ich mit einem für peruanische Begriffe fürstlich bezahltem Haushälterinjob ihre Familie über Wasser zu halten und hin und wieder einem kleinen (nie zurückbezahlbaren) „Kredit“ aus der Not. Damit habe ich die lästigen Alltagspflichten der Hausfrau wegdeligiert und alle sind zufrieden (besonders ich). Hausarbeit ist eine undankbare Form der Arbeit bei der nur gesehen wird, wenn sie nicht verrichtet wurde anstelle wenn sie korrekt gemacht wurde und alles sauber glänzt und blitzt. Ich glaube ich würde eher kellnern gehen und davon eine Haushälterin bezahlen und auf diese Weise ein permanent sauberes und aufgeräumtes Haus zu garantieren. Ich kann nur jedem empfehlen ebenso zu verfahren, es rechnet sich ohnehin in dem Moment da man den eigenen Stundenlohn einkalkuliert, der bei jedem Selbstständigen sicher höher liegen dürfte. Manche legen viel Wert auf ein chickes Auto und zahlen dafür monatlich wahnsinnig hohe Raten – dann doch lieber eine Haushälterin bezahlen und Strassenbahnfahren – denn Zeit ist der grösste Luxus!

Eliminieren

Wie man erfolgreich Zeitfallen vermeidet und alles Überflüssige eliminiert habe ich hier schon eingehend beschrieben. Interessanter wird es allerdings wenn man sich anschließend dem Part des Deligierens zuwendet und damit das Parkett eines echten Entrepreneurs beschreitet.

Outsourcen

Im Prinzip kann so gut wie jede Aufgabe und Tätigkeit, die Sie selbst ausüben auch jemand anderes an Ihrer Stelle für Sie tun. Natürlich sind Sie einzigartig und in Ihrem Job der/die Beste, aber objektiv betrachtet könnten mindestens 80% Ihrer täglichen Aufgaben auch andere für Sie übernehmen. Das beste Beispiel dafür dürfte wohl Hawkins sein, der aufgrund seiner extremen körperlichen Behinderung nur durch die Hilfe anderer leben und arbeiten konnte. Seine Bücher schrieb er nie selbst, er lieferte die Ideen dafür und das „Gerüst“ – er führte seine Gohstwriter genau an was und wie sie zu schreiben hatten, mehr nicht. Sein komplettes Leben hat er also (notgedrungenermassen) outgesourced – ein meisterhaftes Beispiel für Effizienz und Genius.
Beim Deligieren geht es darum sich von allen zeitraubenden Tätigkeiten zu befreien um sich selbst auf das wirklich Wesentliche konzentrieren zu können um auf dieser Ebene zur Höchstleistung auflaufen zu können – sozusagen nur die Essenz Ihrer Arbeit/Geistesarbeit/Kreativität zu produzieren, die durch die Arbeit Ihrer Helfer so aufbereitet und weiterverarbeitet wird, dass es ein rundes Ganzes ergibt, dass alle zufriedenstellt und Sie selbst nur einen Bruchteil Ihrer Kraft kostet.

Werden Sie ein Teamplayer

Die erfolgreichsten Menschen sind erfahrene und besonnene Teamplayer, schulen Sie also Ihre Fähigkeit im Team zu arbeiten und zu denken und die Potentiale Ihrer Mitarbeiter zu erkennen und möglichst passend einzusetzen. Lernen Sie in die Arbeit anderer zu vertrauen und darin, dass Sie einen Teil Ihrer Verantwortung an Ihre „Untergebenen“ deligieren können. Auf diese Weise schaffen Sie sich kostbaren Freiraum und eliminieren eine ganze Menge an potentiellen Stressherden, die Sie bedrücken und zurückwerfen könnten.
Dies klingt Ihnen zu theoretisch?

Die Grenzen der Festanstellung

Dann muss ich wohl etwas weiter ausholen – Ich war (wie wohl so ziemlich jeder Designer) in einer Werbagentur angestellt und arbeitete mich von Deadline zu Deadline, Präsentation zu Präsentation und es gab immer wieder neue Aufträge und Aufgaben zu meistern, es war eine sehr arbeitssame Zeit (ich kam selten vor 22.00 h nach hause) und ich stellte dabei vor allem eines fest, ich machte durch meine Arbeit andere reich, aber nicht mich selbst auch wenn ich verhältnismässig sehr gut bezahlt wurde hatte ich niemals die Chance mein Salair in irgendeiner Form aufzubessern – es sei denn durch eine klassische Gehaltserhöhung – die aber nicht viel gebracht hätte, da ich mit meiner schlechten Steuerklasse nicht viel davon gsehen hätte. Ich hatte mich mit viel Fleiss und Ehrgeiz auf die Stelle des Creatice Directors in einer angesehenen Agentur hochgearbeitet, aber dies war mir nicht genug, doch mehr zu erreichen schien jedoch aussichtslos. Meine trüben Zukunftsgedanken änderten sich in dem Momnt als ich meiner ehemaligen Kommilitonin Julia über den Weg lief und sie über ihren Werdegang befragte (sie gehörte zu den eher schlechten meines Semesters). „Ich bin Autorin“ gab sie knapp zur Antwort. „Ach ja?“ Fragte ich ungläubig „und was verdient man als Autorin?“ Sie musterte mich mit zusammen gekniffenen Augen, abwägend ob sie mir die Wahrheit sagen sollte oder nicht und sagte dann langsam und bedächtig, jede Silbe auskostend: „Ich verdiene ungefähr 8.000 netto im Monat – mal mehr mal weniger!“

Dieser einfache Satz hatte damals in mir eine initialzündung bewirkt und Julia hatte mir den Weg gewiesen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt Geld zu verdienen, jenseits von Festanstellung und reiner Dienstleistung. Das Geheimnis ist nicht nur das effektive Eliminieren und Deligieren sondern auch den Weg dahin zu finden ein Produkt zu schaffen, dass die Möglichkeit bietet in mehrfacher Hinsicht daran zu verdienen – der „Einkommensbaum“ mit weitverzweigten Ästen verschiedener Einkommensmöglichkeiten.

Wettbewerbsvorteil durch Outsourcing

Ich habe mich dann später selbstständig gemacht und umfassende Dienstleistungen im Webdesignbereich angeboten, die ich in Teilen nach Indien, Pakistan und China outsourcste und auf diese Weise eine sehr viel grössere Gewinnspanne erzielte und dabei meine Konkurrenten allesamt unerbieten konnte, die auf teure deutsche Teams angewiesen waren. Dies entwickelte sich eine Zeitlang gut, aber alles lief immer nur über mich und ich war sozusagen das Nadelöhr durch das alles hindurch musste und entsprechend stressig konnte dies auch werden. Über diese Arbeit lernte ich auch einige angloamerikanische Internetmarketer kennen und entwickelte für oder mit ihnen ihre Produkte und bekam einen tieferen Einblick in die Funktionsweisen des reinen Internetbusiness. Ich lernte, dass targetierter Traffic, die Liste, passende JV-Partner und eine möglichst gut konvertierende Squeezepage und einem qualitativ hochwertigem Infoprodukt (in genau dieser Reihenfolge) der Schlüssel zum Erfolg im Internet sind.

Auf der Basis dieser Erkenntnis habe ich mich tiefer in die Mysterien von SEO und Trafficmethoden eingearbeitet und mehrere eigene Infoprodukte entwickelt, die ich unter dem Namen verschiedener grosser Internetmarketer unter anderem Kim Roach und Lee Mcintyre publizierte (selbst bei nur 20% Gewinnbeteiligung war es doch ein sehr guter Verdienst).

Den Einkommensbaum aufbauen

Zur Zeit gehe ich noch einen Schritt weiter und arbeite daran mit verschiedenen Experten auch deutsche Infoprodukte für bestimmte Nischen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Ich tue dazu nichts weiter als das Konzept vorzugeben, die inhalte schreiben zu lassen, sogar das Design der Squeezepages und die Verkaufstexte mache ich nicht mehr selbst. Am Ende werde ich das Produkt in den Affiliatenetzen und über PPC Werbung bewerben und daran verdienen. Vollkommen egal also ob ich gerade im Bett liege und selbst nicht viel tun kann oder später die meiste Zeit mit meinem Baby beschäftigt sein werde… Es scherrt dann schlicht niemanden! Die wenigen, die nicht damit klarkommen, dass ich ab jetzt nur noch sehr eingeschränkt arbeiten kann haben sich ohnehin sofort von mir verabschiedet, da trennt sich dann schnell die Spreu vom Weizen und es zeigt sich auf wen ich auch sehr gut verzichten kann…

Ich kann Ihnen nur raten über Ihren eigenen Einkommensbaum nachzudenken, ein Produkt zu entwickeln, sei es nun physischer oder immaterieller Natur und sich eine profitable Nische zu suchen und mit etwas Geschick und Einfallsreichtum zu besetzen. Bei der Unternehmensgründung von heute ist weniger das Kapital gefragt als vielmehr die Konzeptkreativität!

Passend zu Weihnachten: Video Tutorial zum Herstellen von nahtlosen Mustern in Photoshop

Das Thema des heutigen Webmaster Fridays ist wie man sich als Blogger auf Weihnachten vorbereitet und da ist sicher auch ein ganz grosses Thema den Blog selbst schön weihnachtlich zu gestalten und dies geht immer am einfachsten mit der Verwendung von weihnachtlichen Hintergrundbildern. Ich habe dazu ein kleines Videotutorial erstellt und zeige wie man unter Verwendung eines einfachen Sternchen-Brushes (für 5,- Dollar hier zu kaufen) ein dezentes, weihnachtliches und nahtloses Hintergrundmuster schaffen kann.

Für Designer beginnt die Weihnachtszeit meist schon mitte Juli und ist im Oktober wieder vorbei – bis dahin müssen nämlich die meisten weihnachtlichen Produkte und Drucksachen raus sein. Im Webdesign hat man da noch etwas mehr Luft aber auch an meinen weihnachtlichen Hintergrundmustern sehe ich, dass da die Hautpverkaufszeit eindeutig im Oktober liegt.

Viel Spass beim selber ausprobieren und Muster basteln (vorsicht, das kann süchtig machen…!)

Merry christmas, Divena

Dribbbles, just for fun of it

30 SUPER FREEBIES von der Designplattform Dribbble!

Dribbble hat sich trotz des etwas seltsamen Namens langsam zu einer sehr interessanten und hochwertigen Designerplattform entwickelt und es gibt dort nicht nur stündlich die neuesten Designs von Designern aus aller Welt zu bewundern, sondern viele hochwertige Design-Freebies kann man dort zum freien Downloaden zu finden. Ich habe hier mal die neuesten und schönsten Sachen herausgesucht. In den meisten Fällen sind es PSD-Dateien, daher ist Erfahrung mit Photoshop und dem Umgang mit Brushes, Patterns und Styles hierfür notwendig…

Dribbbles, just for fun of it

Dribbbles, just for fun of it by Kevin Andersson

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