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Bloggen als Beruf?

Es gibt wieder ein sehr interessantes Thema beim Webmaster Friday und ich schreibe dies hier noch zu später Stunde (es ist 4.20 h morgens hier in Peru).

Bloggen als Beruf ist denke ich nicht unbedingt der richtige Ansatz, ich sehe einen Blog mehr als ein Medium (wie ein Buch oder eine Zeitschrift) das man mit Inhalten füllen muss, ein Vorgang, der als bloggen bezeichnet wird – aber der eigentliche Beruf dahinter wäre dann wohl eher Autor oder Publizist, denn man schreibt ja vorrangig in einem Blog.

Eine andere Frage, die für das Finanzamt sicherlich interessanter sein dürfte als die genaue Berufsbezeichnung ist die Frage „Lässt sich mit einem Blog Geld verdienen?“ Und die Antwort darauf ist ein klares Ja – allerdings gilt dies natürlich nicht für jeden Blog.
Es gibt verschiedene Ansätze um mit einem professionel betriebenen Blog, der die Grundkriterien wie regelmässiges bloggen, inhaltliche Relevanz und konsequent betriebenes Marketing (SEO, Linkbuilding, Ads) erfüllt, die ich hier stichpunktartig aufzählen will:

1. Themenblog mit themenbezogener Affiliate-Werbung (z.B. ein Produkt-review-Blog à la My-Dealz)

2. Reiner Newsblog mit normaler Werbung und Ads (Voraussetzung mehrmals tägliches bloggen zu newsbezogenen Themen und die Aufnahme in google News).

3. Blog, der ein eigenes Produkt oder eine eigene Dienstleistung vermarktet (z.B. SEO-Dienste, Webdesigner, Info-Produkte in Form von Kursen oder Ebooks).

4. Community oder Portal-Blog mit Ads und Affiliate-Werbung (WordPress kann auch die Basis für eine Community bilden wenn man es um Foren und verschiedene Mitgliedsfunktionen erweitert).

Dies sind im wesentlichen die besten Möglichkeiten um Profit mit einem Blog zu generieren und all diese Möglochkeiten haben eines gemeinsam – sie erfordern tägliche Arbeit in einem mehr oder weniger grossen Umfang und sind nebenher in der Regel kaum zu realisieren.

Die beste Variante wäre sicherlich alle 4 Punkte in einem Blog zu vereinen und darüber auch die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten. Wenn z.B. ein Marketing-Dienstleister töglich über themenrelevante News aus der Branche schreibt, ein paar eigene Ebooks und Kurse zum kostenpflichtigen Download anbietet (oder einen Mitgliederbereich für Premiumcontent) und andere Produkte in Form von Affiliatewerbung einbindet udn eine aktive Community über ein Forum heranzüchtet dann kann er über seinen Blog eine ganze Menge verdienen und sich mit der Zeit ein gutes Image aufbauen.

Der Weg dahin ist allerdings mit vielen Mühen verbunden und die Durststrecke zu Anfang in der die geleistete Arbeit nicht im Verhältnis mit den generierten Einnahmen steht überwinden allerdings nur die wenigsten und bleiben konsequent dabei. Erst ab einer täglichen Besucherzahl von 1500 Besuchern fängt ein Blog interessant zu werden und jeder, der Webprojekte betreut weiss wie schwer es ist überhaupt auf eine so grosse Besucherzahl zu kommen, in der Regel kostet das ein Jahr intensiven (vorzugsweise täglichen) Bloggens, verbunden mit kontinuierlichem Linkaufbau (z.B. durch das Kommentieren in anderen themenrelevanten Blogs) und inhaltlicher Qualität. Also Kontent ist auf jeden Fall King und nur mit einem substianziell guten Inhalt erreichen Sie eine Stammleserschaft und einen konstanten Besucheranstieg auf Ihrem Blog.
Für Freiberufler, Dienstleister und auch Händler ist ein Blog ein sehr gutes Markeinginstrument mit dem sie ihre Marke oder Image aufbauen und gezieltes Marketing betreiben können.

Die Hauptfehler, die allerdings viele Blogger begehen ist das Unterfangen Bloggen entweder nur halbherzig anzugehen – sofort zu erkennen an unprofessionellen Gratis-Themes ohne eine klare Struktur oder Branding und unregelmässigem Posting. Es spricht absolut nichts dagegen als Hobby zu bloggen und nichts in das Design und den Aufbau des Blogs zu investieren – aber dann darf man auch nicht jammern, wenn er keinerlei Profit abwirft und nicht wirklich ernst genommen wird.

Mit einer Investition von 35 Dollar für ein Premium-Theme und vielleicht 200 Dollar für ein richtiges Logo und sagen wir mal 100 Dollar für diverse individuelle Anpassungen im Blog kann man schon eine perfekte Basis schaffen für den Aufbau eines erfolgreichen Blogs.

Mein Blog Rosa.pe ist zur Zeit z.B. gar nicht auf Profit ausgelegt und dient meinem persönlichem Hobby und ist sozusagen eine Art Merkblatt für mich selbst. Meine Webprojekte liegen nicht unbedingt im Blogbereich und sind zumeist englischsprachig, ich halte die deutsche Leserschaft zum einen für anzahlmässig zu gering gegenüber der englischsprachigen und ich habe mich zum anderen bisher noch nicht so in den deutschen Markt eingearbeitet, da er ungleich schwieriger zu bedienen ist. Dies liegt allerdings noch auf meiner To-Do-Liste, dann kann ich z.B. später einen entsprechenden Kurs erstellen und diesen Blog hier für seine Vermarktung nutzen…

Ich kann aber jedem raten, der viel Zeit hat, vielleicht durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit bedingt, den Sprung zu wagen und Blogautor zu werden. Hier kann man sich durch Kontinuität und Hingabe doch einges aufbauen und irgendwann unabhängig vom Staat oder Arbeitsmarkt werden und dies ohne vorher eine Ausbildung absolvieren zu müssen oder den Steind er Weisen gefunden zu haben…!

Eine interessante Plattform um mit Blogs oder als Blogger Geld zu verdienen ist: http://www.bloggerjobs.de